Wie man eine Bing-Werbekampagne einrichtet – und zwar richtig

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Wenns ums Marketing Deines Unternehmens geht, ist es natürlich eine gute Idee, sich dort aufzuhalten, wo sich auch Deine Kunden aufhalten.

Wenn es um bezahlte Werbung geht, könnte das AdWords, Facebook, LinkedIn und überraschenderweise sogar Bing sein.

Nicht viele Unternehmen berücksichtigen die Nutzung von Bing-Anzeigen, um ihre Zielgruppe zu erreichen, weil sie Bing selbst nicht jeden Tag benutzen.

Das Ignorieren von Bing kann jedoch ein großer Fehler sein. Keine Werbung auf Bing zu schalten könnte bedeuten, dass Du viel Geld aus dem Fenster wirfst.

Also werde ich Dir in diesem Post zeigen, wie Du eine Bing-Werbekampagne einrichten kannst.

Wir werden einen Blick auf die Faktoren werfen, die am wichtigsten sind, wenn man eine Kampagne auf Bing einrichtet. Wir schauen uns auch die Gefahren an, auf die Du achten solltest.

Am Ende kannst Du dann zuversichtlich eine Bing-Werbekampagne einrichten.

Lade Dir diese kurze Anleitung herunter, um zu lernen, wie man Bing-Anzeigen schaltet. 

Lass uns anfangen!

Warum verdient Bing-Werbung Deine Aufmerksamkeit?

Du hast es vielleicht nicht bemerkt, aber Bing erreicht monatlich extrem viele Leute.

Wenn Du einen Blick auf die nachfolgende Grafik wirfst, siehst Du einige erstaunliche Statistiken, die diese Aussage untermauern.

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Das Interessanteste ist, dass Bing behauptet, 56 Millionen Suchende zu erreichen, die nicht von Google erreicht werden.

Angeblich nimmt Bing 31% auch des US-Suchmarktes.

Die oben aufgeführten Aussagen der Grafik deuten darauf hin, dass Bing kein Marketing-Kanal ist, der ignoriert werden sollte.

Weil viele Leute Bing-Werbung außer Acht lassen, gibt es weniger Konkurrenz und die Nutzung der Plattform ist dadurch günstiger.

Tatsächlich sagt Wordstream, dass sie im Vergleich zu Google bei der Nutzung von Bing-Anzeigen einen 33,5% niedrigeren CPC festgestellt haben.

Ein Bing-Werbekonto erstellen

Geh auf https://bingads.microsoft.com und erstell ein Konto mit Bing.

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Dann siehst Du den unten aufgeführten Bildschirm.

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Jetzt kannst Du eine Kampagne erstellen. Du kannst sogar eine alte Kampagne aus AdWords importieren.

Wir überspringen diese anfängliche Einrichtungsphase erst einmal, da es durchaus hilfreich sein kann, zunächst etwas mehr Arbeit zu investieren, bevor Du Deine Kampagne einrichtest.

Die richtigen Keywords aussuchen

Wenn Du bei Bing wirbst, führst Du Bing-Such-Kampagnen durch.

Diese ähneln den AdWords-Kampagnen, da Du auf Keywords bietest, die Deine Anzeige auslösen.

Wie Du wahrscheinlich schon vermutet hast, haben diese Keywords einen großen Einfluss auf Deine Fähgkeiten eine Kampagne zu erstellen, die einen positiven ROI generiert.

Hinweis: Wie ich zuvor bereits erwähnt habe, ist es wichtig, Deine Kampagnen auf Keywords auszurichten, die eine „kommerzielle Absicht“ haben.

Diese Keywords sind teurer als andere Keywords, weil es mehr Konkurrenz gibt und mehr Werbetreibenden auf sie bieten.

Denn diese Keywords führen zu besseren Conversion-Rates, weil die Leute, die diese Keywords benutzen, kaufbereit sind.

Es ist wahr, dass Du günstigere Keywords auswählen kannst, die Leute in der „Recherche“-Phase ansprechen. Das erfordert allerdings eine Webseite mit einem Trichter, der hochgradig für Conversions optimiert ist.

Bing stellt Dir ein Tool zur Verfügung, mit dem Du Keywords, auf die Du abzielen solltest, aufspüren kannst.

Um Zugang zu erhalten, klick auf „Tools“ und wähle „Research Keywords“.

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Dann solltest Du Folgendes sehen:

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Du musst ein Keyword oder einen Satz eingeben, die mit Deinem Angebot zu tun haben.

Nehmen wir einfach mal an, ich sei ein Weinverkäufer.

Ich benutze „Wein kaufen“ – ein gutes Keyword, das eine kommerzielle Absicht beinhaltet.

Wenn Du möchtest, kannst Du einige erweiterte Funktionen zur Zielgruppenausrichtung wählen, die hilfreich sein könnten, um Daten mit größerer Relevanz zu liefern. Was Du auswählst, hängt von Deiner Kampagne ab.

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Du kannst Keywords auch mit Eingabe einer „Webseiten-URL“ ausfindig machen.

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Diese Methode liefert aber nicht immer die besten Ergebnisse. Du solltest lieber die Option „mit einem Wort oder Satz verbundene Keywords finden“ nutzen.

Wenn ich diese Funktion nutze, um Keywords zu „Wein kaufen“ zu finden, bekomme ich eine Liste mit Keywords, die aussehen, als würden sie einen großartigen ROI generieren.

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Die interessantesten Spalten sind die mit der CTR und dem durchschnittlichen CPC, weil diese Spalten uns sagen, welche Keywords viele relevante Klicks generieren und wie viel sie kosten.

Die Information bezüglich des Suchvolumens ist ebenfalls hilfreich, aber nur bis zu einem gewissen Grad.

Wenn Du Deine Zielgruppenausrichtung auf Keywords mit kommerzieller Absicht ausrichtest, haben leistungsstarke Keywords nicht unbedingt auch ein hohes monatliches Suchvolumen.

Beachte, auch wenn Deine Zielgruppenausrichtung nicht auf Keywords mit kommerzieller Absicht ausgerichtet ist, kann die Nutzung von spezifischen Keywords, die hochgradig relevant sind, trotzdem großartige Ergebnisse liefern.

Um den oben genannten Punkt zu veranschaulichen, teilt Bing die Geschichte von einem Kunden, der „Modellspielzeug“ verkaufen möchte.

Die Person aus der Geschichte wählte die Keywords „Modellspielzeug“ und „Modell-Sets“ aus, als sie ihre Kampagne einrichtete.

Diese Keywords generierten viele Impressionen, führten aber zu wenigen Klicks – was andeutet, dass die anvisierten Keywords nicht relevant genug sind.

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Der Kunde wollte es dann mit spezifischeren Keywords versuchen, die weniger Impressionen erzeugten. Diese Vorgehensweise führte zu einem Anstieg der Klicks.

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Dieses Beispiel veranschaulicht die Bedeutung der Auswahl der richtigen Keywords. Nutz daher nicht einfach Keywords, die so viele Leute wie möglich ansprechen.

Denk daran – In den meisten Fällen hilft Genauigkeit bei der Auswahl der Keywords für Such-Kampagnen.

Bing hat vor Kurzem noch ein anderes Tool eingeführt, das Du nutzen kannst – den „Keyword Planner“.

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Der Bing Keyword Planner ist dem von AdWords sehr ähnlich. Das ist auch gut so, denn es bedeutet, dass Du nicht viel lernen musst, um ihn zu benutzen, wenn Du Dich bereits an den Gebrauch von AdWords gewöhnt hast.

Das Tools unterscheidet sich im Gebrauch nicht allzu sehr von dem, was wir oben bereits besprochen haben. Gib einfach ein Keyword mit „kommerzieller Absicht“ ein und lass das Tool die Arbeit leisten.

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Nach der Fertigstellung meiner Suche bekomme ich „Anzeigengruppen“ präsentiert, die Themen repräsentieren, auf die ich meine Werbeanzeigen ausrichten kann.

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Ich kann auch auf den Reiter „Keyword-Vorschläge“ klicken, um individuelle Keywords zu identifizieren, die lohnenswert sein könnten.

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Auf diese Weise kannst Du die richtigen Keywords für Deine Kampagne ausfindig machen. Lass uns jetzt einen Blick darauf werfen, wie Du eine Werbeanzeige erstellen kannst.

Geh ins Bing-Dashboard und klick auf „Create Your 1st Campaign“.

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Nun musst Du der Kampagne einen Namen geben und Dein Budget festlegen.

Du kannst Dich für ein „tägliches“ oder „monatliches“ Kampagnen-Budget entscheiden. Auf diese Weise kannst Du Deine Ausgaben aufs Genauste kontrollieren.

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Es gibt auch erweiterte Standort-Optionen. Im Grunde genommen kannst Du mit dieser Funktion entscheiden, wer Deine Werbung sieht, wenn die Person nach einem bestimmten Standort sucht..

Diese Funktion ist hilfreich, wenn „Geo-Targeting“ Deiner Kampagne zugutekommen würde. Wenn dies jedoch nicht der Fall ist, dann lass die Einstellungen einfach so, wie sie sind.

Jetzt kannst Du Deine Werbeanzeige schreiben.

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Ich habe hier und hier erklärt, wie Du eine großartige Such-Anzeige verfassen kannst.

Wenn Du weitere Ratschläge benötigst, sind hier einige Tipps von Bing, wie man einen großartigen Werbetext schreibt.

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Wenn Du besser im Schreiben von Textanzeigen werden möchtest, kannst Du schauen, was bei anderen Werbetreibenden gut funktioniert.

Du kannst die Werbeanzeigen anderer Werbetreibender finden, indem Du ein Tool wie SpyFu zur Wettbewerbsanalyse nutzt.

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Es hilft Dir dabei Werbeanzeigen zu finden, die Deine Konkurrenten geschaltet haben.

Wenn Du Werbeanzeigen findest, die schon seit längerer Zeit laufen, dann erzielen sie wahrscheinlich großartige Ergebnisse.

Du musst Dich bei der Suche aber nicht nur auf Deine Branche beschränken.

Du kannst auch einen Blick auf Vermarkter anderer Branchen werfen. Auf diese Weise kannst Du Phrasen finden, die Aufmerksamkeit erregen und zum Handeln motivieren.

Es ist wichtig, dass das Keyword/Thema der Überschrift Deiner Werbung mit der Seite übereinstimmt, auf die die Suchenden nach dem Klicken Deiner Werbeanzeige gelangen.

Das wird auch in der von Bing erzählten Geschichte über die Person, die „Modellspielzeug“ verkauft, klar.

Wenn jemand auf eine Werbeanzeige für „Modellflugzeuge“ klickt, dann sollte er auch auf eine Seite mit Modellflugzeugen gelangen.

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Und wenn jemand auf eine Werbung für Modellschiffe klickt, dann sollte er auf eine Seite mit „Modellschiffen“ gelangen.

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Die Kampagne auf diese Weise zu gestalten, wird zu höheren Konversionen führen. Besucher müssen sich nicht erst durch Deine Seite zu klicken, um zu finden, was ihnen in der Werbung versprochen wurde.

Sobald Du mit dem Text für Deine Werbung fertig bist, musst Du die Keywords, auf die Dein Targeting ausgerichtet sein soll, eingeben.

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Du hast hier die Option den „Type“ und das „Gebot“ auszuwählen.

Der Typ bezieht sich auf den „Match-Type“ und spiegelt die Umstände wider, unter denen Dein Keyword angezeigt wird.

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Verschiedene Match-Typen können unterschiedliche Kosten verursachen:

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Bing zeigt Dir dann Schätzwerte, damit du weist, was Du für eine bestimmte „Positionierung der Werbeanzeige“ bieten müsstest.

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Anschließend kannst Du weitere Einstellungen anpassen.

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Das Such-Netzwerk-Gebot zeigt, wie viel Du für eine Werbeanzeige pro Klick zahlen würdest.

Der Wert, den Du hier eingibst, sollte sich an dem Vorschlag von Bing orientieren. Immer abgängig von der Auswahl der Keywords, der Positionierung, der Werbeanzeige und dem Match-Type.

Wenn Du mit Bing-Werbung etwas Erfahrung gesammelt hast, kannst Du einige der „Targeting-Optionen“ und „Erweiterten Einstellungen“ ausprobieren.

Klick jedoch erst mal auf „Save and add payment“.

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Die Verwaltung Deiner Kampagnen

Wenn Du neu bei Bing Ads bist, musst Du etwas Arbeit in Deine Kampagnen stecken, damit sie kontinuierlich einen großartigen ROI liefern.

Du solltest Dich z.B. auf das Hinzufügen „negativer Keywords“ konzentrieren.

Negative Keywords können Deine Kampagnen optimieren, während sie die Durchführung günstiger machen und den ROI erhöhen.

Wenn Du negative Keywords auswählst, stellst Du sicher, dass gewisse Keywords Deine Werbung nicht auslösen.

Wenn Du Deine Branche gut kennst, kannst Du Dir sicher ein paar negative Keywords aus dem Stegreif einfallen lassen.

Meistens musst Du Deine Kampagne aber eine Weile laufen lassen, um die Ergebnisse zu analysieren.

Dann stößt Du wahrscheinlich auf einige Keywords, die viele Klicks generieren, aber keine bedeutenden Einnahmen erzeugen.

Das sind die Keywords, auf die Du Dich konzentrieren solltest, wenn Du eine Liste mit negativen Keywords erstellst.

Die Durchführung von Split-Tests ist eine andere Sache, die Du tun solltest, wenn Du Deine Kampagnen verwaltest.

Wenn Du mehrere Versionen der gleichen Werbeanzeige hast, kannst Du Dir schnell eine Variante einfallen lassen.

Weil Du Dir niemals sicher sein kannst, dass Du die bestmögliche Version einer Werbeanzeige hast, ist es immer gut einen Splittest mit mehreren Variationen einer Werbung durchzuführen, während Du eine erprobte Werbeanzeige im Hintergrund laufen hast.

Auf diese Weise verlierst Du kein Geld, während Du Deine Tests durchführst.

Fazit

Du könntest bereits AdWords-Werbung ausprobiert haben…

Du könntest bereits Facebook-Werbung ausprobiert haben…

Du könntest sogar schon LinkedIn-Werbung ausprobiert haben!

Aber aller Wahrscheinlichkeit nach hast Du Bing-Werbung noch nicht ausprobiert.

In diesem Artikel haben wird ergründet, warum Bing-Werbung Deine Aufmerksamkeit verdient. Wir haben uns auch eingehend mit den Schritten befasst, um Deine eigene Kampagne einzurichten.

Bevor Du diesen Artikel gelesen hast, klang Bing-Werbung wahrscheinlich nach Zeitverschwendung. Aber jetzt weißt Du, dass Dein Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Bing Ads profitieren könnte.

Probiere Bing einfach mal aus. Du kannst niemals wissen, wie gut es funktionieren könnte, wenn Du es nicht selbst versuchst!

Hast Du Tipps, was Bing-Werbung betrifft? Teile sie unten mit uns!

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