Wie Du neue Marketing-Kanäle finden kannst, um Dir den Erstanbieter-Vorteil zu sichern

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Vor 5 Jahren war die Konkurrenz für Vermarkter auf Instagram noch relativ gering. Facebook hatte auch eine tolle organische Reichweite. Und Google hatte das Penguin-Update noch nicht veröffentlicht, das überoptimierte und zwielichtige Webseiten betraft.

Zurück zur Gegenwart. Instagram hat einen Algorithmus herausgebracht, um Updates zu priorisieren. Facebook hat den computergestützten lernbasierten Eck-Ranking-Algorithmus veröffentlicht und die organische Reichweite auf bis zu 2,27% gesenkt. Google hat einen massiven Überfall auf Seiten ausgeübt, die unnatürliche Back-Linking-Strategien verwendeten, um diesen Algorithmus auszutricksen.

Mit neuen Plattformen ist es einfacher im Internet gute Leistungen zu erzielen. Die Zielgruppe findet sie interessant und interagiert stark.

Nur wenige Unternehmen sind mutig genug, um sich auf alles zu stürzen, was neu ist, und dafür auch noch Geld locker zu machen. Die Konkurrenz auf diesen Plattformen ist also geringer, da Du nicht um die Aufmerksamkeit der Konsumenten kämpfen musst.

Harvard Business Review (HBR) hat eine Untersuchung über die frühe Übernahme neuer Technologien durch Unternehmen durchgeführt. In der Umfrage hat HBR herausgefunden, dass nur 34% der Unternehmen an die Vorteile der Übernahme einer neuen Technologie glauben (IT Pioniere).

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Die Untersuchungsergebnisse von HBR zeigten, dass Unternehmen, die neue Technologien übernehmen, sich selbst in eine Position mit höheren Gewinnen, mehr Wachstum sowie einer besseren Marktposition, im Vergleich zu ihren Mitbewerbern, bringen können.

Das wird für gewöhnlich als „First Mover’s Advantage (FMA)“ bezeichnet. Im Marketing-Kontext definiert Wikipedia es als: „Vorteil, den sich der erste (first-moving) Besetzer eines Marktsegments sichert“.

In der technologischen Welt gibt es viel Diskussionsbedarf über dieses FMA-Prinzip, weil viele First-Mover es nicht geschafft haben, ihren Vorteil zu Geld zu machen und den Pfad für die „Second Movers“ zu ebnen. In meinem Artikel über Marketing-Lektionen, die wir von kreativen Kampagnen lernen können, bin ich genauer darauf eingegangen und habe das Beispiel von Apple zitiert, die ihre Produkten üblicherweise als Zweites einführen.

Gerade beim Marketing ist es jedoch wichtig, der Erste zu sein. Deswegen sind die Wachstums-Hacks, die Facebook, Twitter, Hotmail und dergleichen zu Millionen von Nutzern verholfen haben, jetzt nicht mehr so effektiv.

In diesem Artikel teile ich neben ein paar Strategien auch Beispiele, um neue und hilfreiche Marketing-Möglichkeiten ausfindig zu machen.

Bei den aktuellen technologischen Ereignissen immer auf dem neusten Stand bleiben

Ich schreibe regelmäßig über die Trends und Veränderungen, die in der Welt des Marketings und der Technologie anstehen. Das liegt daran, dass ich auch viel über diese Themen lese. Beispiele solcher Artikel sind unter anderem der Artikel über Social-Media- und Content-Marketing-Trends.

Es ist ganz einfach.

Lade Dir diesen Spickzettel herunter um zu erfahren, wie Du unbesetzte Marketing-Kanäle entdecken und Dir einen Wettbewerbsvorteil (First Mover Advantage, kurz FMA) sichern kannst.

Wenn Du stets auf dem neuesten Stand der aktuellsten Ereignisse bist, beziehst Du sie auf Dein bestehendes Wissen ein und erkennst einzigartige Muster, die Dir Vorteile verschaffen könnten.

Du bist neugierig und willst wissen, wie der Fortschritt die Welt beeinflusst?

Dann kannst Du Geschichten über Startups und soziale Netzwerke, die vor kurzem gegründet/gefördert wurden, lesen. Über viele Themen zu lesen ist der erste Schritt. So hat Elon Musk mehr über Raketenwissenschaft gelernt, sagt er.

Ich würde Dir empfehlen, Bücher über Unternehmertum zu lesen. Hier teile ich 8 Bücher, die Du unbedingt lesen solltest. Als nächstes solltest Du Startup-Nachrichten-Webseiten lesen. Hier sind ein paar, mit denen Du anfangen kannst:

1. Techcrunch – Das ist eine der größten Informationsquellen über Startups. Auf ihrer Homepage findest Du Geschichten von Unternehmen, die Spenden gesammelt haben und schnell wachsen. Hier ist ein Screenshot:

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Eine andere aktuelle Geschichte von Techcrunch (als dieser Artikel geschrieben wurde), der Erwerb von FameBit durch Google, um Kontakt zwischen Entwicklern und Vermarktern herzustellen. Wenn Deine Zielgruppe auf YouTube zu finden ist, solltest Du FameBit bei einer Influencer-Marketing-Kampagne ernsthaft in Betracht ziehen.

2. Product Hunt – Dabei handelt es sich um eine weitere brillante Technologie-Webseite, die allen Produkt-begeisterten Nutzern neue Apps/Webseiten/Produkte näher bringt.

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Weil ich Allo an der Spitze der Ergebnisse gesehen habe, warte ich jetzt darauf, dass Google den Vermarktern die Türen zur App öffnet. Vielleicht richte ich eine Warnung für das Keyword “Google Allo Marketing“ ein. Und ich berücksichtige die App jetzt neben dem Facebook Messenger in meiner Marketing-Strategie.

3. Google Alerts – Die Suche nach den neuesten Artikeln kann anstrengend sein. Ein produktiverer Ansatz ist die Einstellung einer Warnungen für bestimmte Keywords wie z.B. „Marketing Vorhersagen“, “Content Marketing Trends, “ „Marketing Statistiken“ oder „digitales Marketing 2017“.

Google Alerts bietet folgende Filter an. Und Du kannst Dir die Ergebnisse in Dein Postfach oder Deinen RSS-Feed senden lassen.

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Auf anderen Webseiten wie Venture Beat, Mashable Startups und anderen findest Du ebenfalls Startup- und Technologie-bezogene Geschichten. Du kannst Deine Inhalte je nach Standort anpassen (Techinasia eignet sich gut für asiatische Unternehmer) und eine Liste mit Deinen Favoriten erstellen. Hier teile ich Tools, die Dich über Deine Branche immer auf dem Laufenden halten.

Wenn Du beim Lesen auf eine vielversprechende neue Plattform stößt, die Dir helfen könnte, Deine Zielgruppe zu erreichen, dann…

Fang sofort an!

Du hast eine vielversprechende Möglichkeit gefunden.

Jetzt kümmere Dich um Deine Strategie. Setze sie gleich um, vor allem, wenn die Umsetzung schwierig erscheint.

Vergiss in der Hektik nicht, Deine Marketing-Strategie zu dokumentieren. Wie ich bereits in meinem Artikel über Content-Marketing-Statistiken gesagt habe, improvisierst Du nur, wenn Du Deine Strategie nicht aufschreibst. Du musst Verantwortung übernehmen und Deine Leistung eindeutiger bewerten.

Ich möchte Dir ein paar Beispiele zeigen, in denen ein Vermarkter einen Trend beobachtet und ihn sich sofort zu Nutze gemacht hat.

1. KISSMetrics und QuickSprout haben Infografiken veröffentlicht

Ich habe durch einen Artikel auf Mint.com von Infografiken erfahren. Mint hat Infografiken über finanzielle Themen veröffentlicht. Aber Infografiken haben in der Marketing-Branche noch nicht wirklich eine wichtige Rolle gespielt, doch ich habe gemerkt, dass visuelle Inhalte immer wichtiger werden. Also habe ich schnelle Designer von Dribbble eingestellt und sie aufgefordert, Infografiken für $600 pro Stück zu erstellen.

Von 2010 bis 2012 hat mein Team 47 Infografiken auf KISSMetrics veröffentlicht. Und diese Infografiken haben 2.512.596 Besucher und 41.142 Backlinks (von 3.741 Domains) erzielt.

Das sind außergewöhnliche Ergebnisse.

Auf QuickSprout habe ich jeden Freitag eine Infografik veröffentlicht. Auch wenn die Ergebnisse nicht ganz so toll waren, erzielte jede Infografik 41.487 Besucher und 469 Backlinks von 38 Domains. Ich erkannte außerdem einen Aufwärtstrend in den Marken-Suchen nach QuickSprout. Die Nutzer haben das Logo des Blogs auf der Infografik gesehen, was dann zu mehr Nennungen meiner Marke führte.

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In den darauffolgenden Jahren habe ich weitere Infografiken veröffentlicht und die Qualität immer weiter verbessert. Aber die Ergebnisse sind gesunken, da jeder den Trend erkannt und dann ebenfalls Infografiken veröffentlicht hat.

Stell Dir vor Du bist Webmaster und bekommst eine E-Mail von einem Blogger, der eine tolle Infografik auf Deiner Seite veröffentlichen möchte. Das erste Mal freust Du Dich und fühlst Dich sogar geehrt, weil Dir jemand kostenlos eine elegante Grafik zur Veröffentlichung anbietet.

Dann nutzt sich der Neuheits-Faktor jedoch ab und Du bemerkst, dass Infografiken lediglich eine weitere stark genutzte Taktik zum Link-Bildung sind.

Folgendes ist passiert:

Infografiken wurden zu etwas Alltäglichem für Webmaster. Der Konsum hat mit der Zeit abgenommen.

Das Google Trends Diagram unten zeigt, wie die Suchanfragen nach dem Begriff “Infografik“ im Mai 2010 stiegen. Im Oktober 2013 erreichten sie ihren Höhepunkt und fielen dann ab.

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Infografiken werden, abgesehen von der Marketing-Branche, immer noch selten genutzt. Du kannst ihnen also eine Chance geben und die Ergebnisse mit den Blog-Beiträgen, die Du für gewöhnlich veröffentlichst, vergleichen.

2. E-Mail-Vorlagen für Outreach-Maßnahmen

Normalerweise teile ich in meinen Blog Beiträgen immer E-Mail-Vorlagen. Wenn Du Dich mal bei QuickSprout durch die älteren Beiträge wühlst, wirst Du feststellen, dass die E-Mail-Vorlagen eher allgemein sind. Sie Dir zum Beispiel die Backlink-Vorlage an, die ich 2012 geteilt habe.

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Das ist keine personalisierte E-Mail. Sie hat eine Marketing-Atmosphäre und ist wahrscheinlich nicht besonders erfolgreich (ich habe früher 6% bis 7% der Links von Webseiten-Inhabern bekommen).

Warum?

  1. Viele Leser haben die Vorlage, so wie sie ist, verwendet. Wenn ein Webmaster immer das Gleiche sieht, kann er leicht erkennen, dass auf ihn gezielt wird und fühlt sich benutzt. Solche E-Mails landen also direkt im Papierkorb.
  2. Vermarkter haben festgestellt, dass E-Mails eine tolle Möglichkeit sind, um Inhalte zu bewerben. Es gibt so viele Tools, die den Outreach-Prozess optimiert haben. Der Erhalt dieser Werbe-E-Mails ist also fast so etwas wie eine tägliche Aufgabe für einen durchschnittlichen Webmaster.

Der Outreach-Prozess hat sich mittlerweile verändert und erfordert eine persönlichere und authentischere Note. Der Aufbau von Beziehungen steht im Mittelpunkt und Vermarkter zögern die Bitte nach Links sogar hinaus. Stattdessen nehmen sie mit freundlichen E-Mails, die einen Mehrwert bringen, Kontakt auf.

Die BFF-Kommentartechnik von Michael Pozdnev ist ein tolles Beispiel. Er kümmert sich um die Blogger und verschickt wirklich hilfreiche Nachrichten.

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Mit dem Senden zielgerichteter E-Mails, konnte er eine unglaublich tolle Öffnungs- und Antwortrate erzielen.

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Jetzt weißt Du, dass herkömmliche Outreach-E-Mails nicht mehr so viel bringen. Und selbst wenn Du auf einem beliebten Blog eine neue Vorlage findest, solltest Du sie lieber nicht verwenden, weil das nicht persönlich genug ist, denn das gleiche Skript wird von faulen Vermarktern für ihre groß angelegte Outreach-Kampagne kopiert.

Es ist in Ordnung, wenn Du nicht der Erste bist. Übernimm „es“ sofort wenn Du es findest.

Hast Du gerade erst einen Beitrag gesehen, der in einer anderen Nische viral geworden ist. Oder hast Du gerade herausgefunden, dass eine Plattform extrem schnell Nutzer gewinnt?

Dann spring JETZT auf den Zug auf.

Die Strategie funktioniert gut bis Fallstudien veröffentlicht und Tools entwickelt werden, um die Umsetzung zu vereinfachen.

Ich will Dir ein paar Beispiele zeigen.

David McSweeney von Ahref hat den viralen Erfolg der Coke-Infografik bei The Renegade Pharmacist beobachtet. Der Beitrag wurde von zentralen Media-Webseiten aufgenommen und hat auf Facebook seine Runden gemacht.

Er übernahm den Trend für seine Webseite und erstellte eine Infografik für Irn-Bru. Der Beitrag wurde viral und hatte innerhalb von 48 Stunden über 100.000 Besucher. Und er wurde außerdem von wichtigen Medien-Webseiten erwähnt.

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David hat herausgefunden, dass die Medien sich immer für ein Thema interessieren, wenn es brisant ist. Die Medien haben sogar saisonale Geschmäcker. David hat im September viele Beiträge über „Spinnen“ gefunden.

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Karten sind gerade ein neuer Trend und werden gern von Medien-Webseiten übernommen. Sieh Dir die Google News Ergebnisse für das Keyword „diese Karte zeigt“ an. Warum also nicht einfach mal mit diesen visuellen Inhalten experimentieren?

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Mein zweites Beispiel stammt von Gary Vaynerchuk.

Snapchat ist keine typische Social-Media-Plattform. 2013 haben sie eine neue Funktion eingeführt:

„Geschichten”, die die Nutzer dazu zwingen, sich vom Hauptbildschirm weg zu bewegen. Gary kritisierte diese Funktion live bei Le Web und sagte, Snapchat verlangt zu viel von den Nutzern.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=f8su93a72YE]

Aber Gary stellte fest, dass die Funktion äußerst beliebt war. Schon bald zeigten die Daten, dass es die beliebteste Funktion war. Gary veröffentlichte einen Beitrag, in dem er seinen Fehler zugab. Tatsächlich setzte Gary sich 2016 ernsthaft mit Snapchat auseinander und teilte 5 Geheimnisse über die Plattform.

Wenn eine bekannte Persönlichkeit wie Gary seinen Fehler öffentlich eingestehen kann, kannst auch Du über Deinen Schatten springen. Lass Dich nicht entmutigen, wenn Du merkst, dass Du einen Fehler gemacht hast.

Fazit

Webinare, Live-Videos, Tools und datengestütztes Marketing.

Ich habe über alle Marketing-Taktiken bereits geschrieben und Dir gesagt, dass sie zu selten genutzt werden.

In diesem Artikel habe ich Dir gezeigt, wie Du unerschlossene Kanäle finden kannst. Aber Du solltest stets im Hinterkopf behalten, dass es sich nicht um eine genaue Wissenschaft handelt.

Wenn Du eine Marketing-Strategie oder Plattform findest, solltest Du keine Zeit verlieren und sie sofort ausprobieren. Wenn die Umsetzung mit der Zeit leichter wird, springen die anderen Vermarkter auf den Zug auf.

Hast Du mit der Umsetzung einer neuen Marketing-Strategie Erfolg gehabt? Welche Erfahrungen hast Du mit dem First Mover Advantage gemacht?

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