Wie Du Dein Social Engagement steigern kannst (auch wenn Du keine Ahnung davon hast!)

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Du hörst es ständig: „Verfasse ansprechende Beiträge! Interagiere mit Deiner Zielgruppe! Sorge für Interaktion, Interaktion, Interaktion!“ Auch wenn Du gut durchdachte, sorgfältig erstellte Inhalte schreibst, bekommst Du vielleicht immer noch nicht die Social Shares und Diskussionen, die Du Dir erhofft hast.

Der heutige Beitrag zielt darauf ab, all dies zu ändern.

Das Beste daran: Du musst kein Experte für soziale Netzwerke bzw. Medien oder Software-Freak sein, um die Ergebnisse aus Deinen Social-Media-Aktivitäten zu erzielen, die Du Dir wünschst. Du musst dafür einfach diese drei einfachen Schritte befolgen.

Ich werde Dir diese Schritte weiter unten in diesem Beitrag näher erläutern. Die Steigerung von Engagement in einem sozialen Netzwerk kommt jedoch hauptsächlich auf folgende drei Dringe an:

  • Zu wissen, was Deine Zielgruppe will
  • Die 5/3/2-Regel befolgen
  • Deine Aktivitäten skalieren

Schauen wir uns nun den ersten Schritt davon an — „wissen, was Deine Zielgruppe will“. Das ist ein bisschen viel verlangt. Zum Glück gliedere ich jeden Punkt in machbare, umsetzbare Schritte auf, so dass Du sofort Erfolg bei Deinen Social-Media-Aktivitäten erzielen kannst.

Lade Dir diesen Spickzettel herunter: Umsetzbare Schritte zur Steigerung Deines Social Engagements.

Lass uns aber zunächst anschauen, um was es genau geht:  

Ein paar Hintergrundinformationen…

Es existieren mehr als 2 Milliarden Social-Media-Accounts – Stand: Januar 2015:

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Facebook überholt YouTube als die Plattform, auf der die meisten Videos angesehen werden. Laut OurSocialTimes

  • Sind 88 % der Twitter-Nutzer über ihre Handys eingeloggt
  • Kaufen 88 % der Pinterest-Nutzer ein Produkt, dass sie gepinnt haben
  • Ist die Nutzerzahl von Instagram zwischen März und Dezember 2014 um 50 % gestiegen und übertrifft Twitter mit über 300 Millionen Nutzern
  • Stieg die aktive Nutzerzahl von Tumblr im letzten Halbjahr von 2014 um 120 % (im Vergleich zu Facebooks dürftigen 2 %)

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Laut OurSocialTimes stieg die Nutzerzahl von Tumblr in 6 Monaten um 120 %.

Wenn Du weißt, auf welchen sozialen Netzwerken Deine Zielgruppe herumhängt, kannst Du im Gegenzug Deine Strategie anpassen, um Dich über eine Plattform, die sie kennen und täglich nutzen, auf sie zu konzentrieren.

Trotz der deutlichen Unterschiede derjenigen, die diese sozialen Netzwerke nutzen, folgt Engagement dennoch ein paar Grundprinzipien, die die gleichen sind – egal, wer Du bist:

Wissen, was Deine Zielgruppe will

Deine Zielgruppe – ob frischgebackene Hochschulabsolventen auf LinkedIn oder modebewusste Frauen auf Pinterest – hat drei grundlegende Wünsche:

  • Sie möchten zur Kenntnis genommen und geschätzt werden
  • Sie möchten sich mit Gleichgesinnten vernetzen
  • Sie möchten belohnt werden

Wie kannst Du also diese Schritte zu einem Teil Deiner Social-Media-Erfolgsgeschichte machen?

Lass uns dafür jeden einzelnen Schritt einzeln durchgehen und uns Strategien und Tools anschauen, mit denen Du diese Konzepte in Deinen Social-Media-Kampagnen sofort umsetzen kannst:

Deine Zielgruppe möchte zur Kenntnis genommen und geschätzt werden

Viele Unternehmen vergessen den „sozialen“ Aspekt von sozialen Netzwerken. Die Leute gehen dort nicht einfach mit der Vorstellung hin, dass sie am Ende etwas kaufen. Die Kontaktpflege zu Deiner Community und das Verständnis über Deine Community können viel dazu beitragen, die Leute wissen zu lassen, dass Du Dich wirklich für Ihre Ideen und Anregungen interessierst.

@AdidasOriginals auf Twitter beglückwunscht seine Anhänger zu ihrer Wahl bezüglich Adidas-Schuhen und sogar zu deren Geburtstagen. Wenn Du Sportler bist, bestärkt Dich eine lobende Erwähnung seitens Deiner Lieblingsmarke noch mehr darin, dass Du die richtige Wahl getroffen hast:

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Durch diese Art von Unterhaltungen sollte es nicht überraschen, dass Adidas laut SocialRank Global Brands Index derzeit die drittstärkste Marke in Bezug auf Social Engagement ist.

Es ist toll, wenn Marken mit ihren eifrigsten Fans kommunizieren wollen. Aber was ist, wenn etwas schiefgeht? Zu oft verlangen Unternehmen, dass ihr Social-Media-Team den Kopf kollektiv in den Sand steckt, bis das Schlimmste vorbei ist.

Aber zumindest der Versuch, den Einwänden entschieden entgegen zu treten und diese zu überwinden, kann viele der sehr realen Gegenreaktionen, mit denen einige Marken auf Facebook und Twitter zu kämpfen haben, verhindern – wie dieses Beispiel eines Fluggasts von American Air:

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Vielleicht noch schlimmer sind die automatischen Tweets, bei denen dieselbe Nachricht angezeigt wird, wenn ein bestimmtes Keyword oder ein bestimmter Satz auftaucht. Ein solcher Vorfall ereignete sich bei der Autoversicherung „Progressive“, bei der die Schwester eines Mannes (eine Kundin von Progressive) von einem unterversicherten Fahrer getötet wurde. Um die Zahlung zu umgehen – so wird behauptet – versuchte die Rechtsabteilung Partei für den unterversicherten Fahrer zu ergreifen (dessen Verhalten später als fahrlässige Tötung verurteilt wurde).

Bei jeder Erwähnung des Falles auf Twitter erschien das lächelnde Gesicht der Unternehmenssprecherin-Figur namens Flo mit diesem automatischen Tweet, das überhaupt kein aufrichtiges Mitgefühl zum Ausdruck bringt:

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Das einzige, was hierbei noch fehlt, ist der Hashtag #sorrynotsorry

Vergleiche dies mit proaktiveren Mitteilungen, wie die folgende von JetBlue:

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Abgesehen von Twitter sind auch viele Facebook-Seiten von Unternehmen mit unbeantworteten Kundenfragen übersät. Dies ist besonders problematisch für Unternehmen, die Wochen oder gar Monate vorher Posts geplant haben. Hier kommt ein Beispiel vom Social Media Examiner, der einen Artikel über das Make-up-Unternehmen Estee Lauder verfasst hat, das einen Hashtag vom Creative Make-up Director Tom Pecheux verwendet: #TomsTuesdayTip:

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Nun wären die meisten Unternehmen zufrieden damit, wenn der Post seinen Anteil an Likes, Social Shares und Kommentaren bekommen würde, und würden tatenlos daneben sitzen und diese beneidenswerten Zahlen erzielen. Aber der Director Tom nimmt sich die Zeit, Fragen seiner Anhänger zu beantworten – so wie diese:

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Wie kannst Du dies umsetzen

Vergiss nicht den sozialen Aspekt der sozialen Netzwerke – Biete Deinen Anhängern Einblicke, Blicke hinter die Kulissen, spannende Ankündigungen (bevor andere diese erfahren) und spaßige Quizze, die sie mit ihren Freunden teilen können.

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Eine Hinter-den-Kulissen-Aufnahme von Downton Abbey auf Pinterest

Gehe dorthin, wo Deine Nutzer am ehesten mit Deiner Marke interagieren – Jahrelang waren sich Doritos und der SuperBowl so nah wie Erdnussbutter und Marmelade. Herkömmlicherweise würde die SuperBowl-Werbung von Doritos die Nutzer zur Abstimmung auf eine Mini-Webseite weiterleiten. Nachdem sie aber zu Facebook gewechselt haben, haben sie fast alle ihrer vorherigen Rekorde übertroffen.  Die Nutzer konnten für ihre Favoriten abstimmen, wobei das meist gewählte Video eine Millionen Dollar gewinnen und während dem SuperBowl abgespielt werden würde.

Erfahre, wie Kunden Dein Produkt nutzen – Du wirst erstaunt sein über ihren Ideenreichtum und ihre Kreativität! Wie im Artikel vom Social Media Examiner beschrieben, veranstaltete Dunkin Donuts einen Wettbewerb, bei dem Kunden eine Geschichte darüber erzählen sollten, wie Dunkin Donuts in ihren Alltag passt. Der Haken: Da der Wettbewerb auf Twitter stattfand, durfte die Geschichte höchstens 140 Zeichen umfassen, von denen neun den Hashtag #mydunkin darstellen sollten. Die Nutzer wurden dann gebeten, ihre Geschichten in Werbespots zu präsentieren. Die Gewinner wurden auf Youtube und anderen sozialen Netzwerken veröffentlicht, was für einen weiteren Teilnahmeaufruf sorgte. Was Dunkin Donuts hiermit geschaffen hat, ist die Art von kundenorientiertem, viralem Zyklus, an dem sich die Leute aktiv beteiligen und ein Teil davon sein möchten.

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Dunkin Donuts hat Kaffeegeschichten von Nutzern auf Twitter veröffentlicht

Verlass Dich nicht zu sehr auf Tools – Wie aus dem Fauxpas von American Airlines und Progressive ersichtlich ist, schadet es mehr, sich auf herkömmlicherweise zeitsparende Maßnahmen, wie automatische Tweets, zu verlassen, als dass dies etwas nützt. Verwende Tools, um Deine Social-Media-Kampagnen zu unterstützen und nicht zu ersetzen.

Die Anerkennung Deiner Kunden und Wertschätzung ihres Feedbacks, ihrer Anregungen und Posts ist nur ein Teil Deiner Social-Media-Strategie. Engagement kommt erst dann zur vollen Entfaltung, wenn sich die Leute nicht nur mit einem Unternehmen vernetzen, sondern auch untereinander. Dies führt uns zum zweiten Teil:

Deine Zielgruppe möchte sich mit Gleichgesinnten vernetzen

Laut dem Center for Marketing Research liefert uns eine Studie aus dem letzten Jahr zum Thema „Warum Millenials mit sozialen Netzwerken interagieren“ großartige Erkenntnisse darüber, wie sich diese Generation diesen sozialen Bereich zu eigen macht. Auch wenn Millenials nicht Deine Zielgruppe darstellen, besteht kein Zweifel darüber, dass ihre Handlungsweise auch für andere Gruppen gilt:

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Beachte die wichtigsten Unterschiede hierbei. Dieses Zielgruppen-Segment möchte seine Lieblingsmarke unterstützen und Neuigkeiten von ihr erhalten. Sie möchten aber außerdem ihren Lifestyle mit anderen teilen (insbesondere auf Pinterest). Rabatte und Gutscheine sind das Sahnehäubchen für diese glühenden Anhänger.

Wie kannst Du also einen Lifestyle rund um Dein Produkt schaffen – vor allem, wenn Du etwas verkaufst, das einem nicht genau als „Lifestyle-Marke“ in den Sinn kommt (wie etwa bei Toilettenpapier!)?

Beteilige die Zielgruppe aktiv

Die „Golden Tote“ ist ein monatlicher Abo-Service, der Nutzer dazu anhält, „sich einen Stoffbeutel auszusuchen“ (für 49 $ bzw. 149 $). Dabei wählt der Abonnent zwei Artikel aus, wobei der Rest Überraschungsartikel sind. Um mehr Abonnenten zu ermuntern, fragen sie ihre Facebook-Nutzer aktiv, welche Artikel als nächstes in die Tragetasche sollen – wie in dem Beispiel, das auf SmallBizTrends vorgestellt wurde:

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Das Befragen Deiner Zielgruppe verleiht ihnen das Gefühl, wertgeschätzt zu werden, wichtig und ein Teil der Gruppe zu sein.

Hänge Dich an eine bestehende demographische Gruppe, ohne Deine attraktive Wirkung zu verlieren

Toilettenpapier. Das ist etwas, was jeder nutzt und jeder braucht. Es ist auch eines der unattraktivsten Produkte, worüber man in den sozialen Netzwerken sprechen kann…oder?

Die Toilettenpapier-Marke @Charmin verändert die Art und Weise, wie die Leute mit ihrem Produkt interagieren. Dafür wenden sie sich an verschiedene Zielgruppen-Demographien, um die Bedeutung und Einzigartigkeit ihres Produkts zu betonen. Beispielsweise sind einige der größten Fans von gutem Toilettenpapier niemand Geringeres als Eltern:

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Charmin hat Eltern nach Benutzergeschichten gefragt, die sich um deren Marke drehen.

Wenn Charmin sich jedoch ausschließlich auf Eltern konzentrieren würde, würden sie eine andere große Gruppe ihrer Nutzerbasis verlieren. Deshalb suchen sie nach kreativen Wegen, ihr Produkt über Sauberkeitserziehung hinaus beispielsweise beim Basteln oder sogar bei Brautkleidern (kein Scherz!) zu integrieren.

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Brautkleider aus Toilettenpapier von Charmin

Sowohl Mütter, Väter und Anhänger von schicker, kreativer Hochzeitskleidung können den Ideenreichtum und die Nützlichkeit von Toilettenpapier würdigen – eine Wertschätzung, die nur wenige andere Marken in den Köpfen ihrer Zielgruppe erreicht haben.

Wie Du dies umsetzen kannst

  • Stelle Fragen – Beteilige Deine Zielgruppe an mehr als nur täglichen Quizzen, belanglosen Ratespielen und Wettbewerben. Ermögliche ihnen einen Blick hinter die Kulissen Deiner Arbeit, ermutige sie dazu, Fragen zum Produktentstehungsprozess zu stellen oder Vermutungen über Deine nächste große Markteinführung anzustellen. Scheu Dich nicht davor, ihnen zu zeigen, was zur Entwicklung Deines Produkts bzw. Deiner Dienstleistung dazugehört – schließlich wollen sie Dich unterstützen und Deine Marke zu einem Teil ihres Lebens machen.
  • Begrüße eine demografische Gruppe mit offenen Armen – Toilettenpapier und Hochzeiten passen genauso wenig zusammen wie Erdnussbutter und Frühlingsrollen. Im Beispiel von Charmin konnten sie einen Alltagsgegenstand jedoch in etwas Einzigartiges und Interessantes umwandeln. Könnte Dein Produkt mit ein bisschen Kreativität Mütter ansprechen? Tierfreunde? Feinschmecker? Reiselustige?
  • Erstelle einen Hashtag – Was als tägliches Ritual auf Instagram begann, ist nun auch auf Facebook übergeschwappt: und zwar, jeden Tag in ein Schaufenster zu verwandeln. Du hast vielleicht von #TBT oder ThrowBack Thursday oder sogar #Caturday (Saturday, with cats – Samstag mit Katzen) gehört. Allerdings „gehört“ niemandem ein Hashtag. Du kannst somit einen Wochentag für Dein eigenes Produkt zweckentfremden und Deine Zielgruppe dazu auffordern, ihre Bilder zu teilen. Hier kommen ein paar Beispiele:

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Manicure Monday (Maniküre-Montag)

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Tuesday Boozeday (Dienstag-Sauftag)

Und apropos Instagram: Aus einer Studie von SocialBakers geht hervor, dass Posts und Profile auf dem visuellen sozialen Netzwerk für 50 Mal so viel Interaktion und Engagement sorgen als die gleichen Marken auf Twitter. Wenn Du Instagram also immer noch lediglich als eine App mit Fotofilter hältst, dann irrst Du Dich aber gewaltig:

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Natürlich stellen Instagram, Facebook, Twitter und Pinterest alle unglaubliche Möglichkeiten dar, Deiner Zielgruppe für ihre Treue, ihre Anregungen, ihr Feedback und sogar ihre Beschwerden zu danken. Das bedeutet: Um noch mehr Engagement zu fördern, solltest Du Dir Folgendes merken:

Deine Zielgruppe möchte belohnt werden

Es gibt viel mehr Möglichkeiten, Deine Zielgruppe zu belohnen, als immer nur Rabatte und Gutscheine für Likes und Kommentare zu verteilen. Beachte, dass sich Deine Zielgruppe mit anderen Dingen genauso geschätzt fühlt, die Dich keinen Cent kosten. Dieses Beispiel vom Social Media Examiner veranschaulicht diesen Punkt perfekt:

David Newman von Do It Marketing nutzt seine persönliche Facebook-Seite dafür, seine Produkte für Redner zu bewerben. Er hat sein Hintergrundbild in einen kurzen „Spickzettel“ verwandelt, der als „Speaker Booking Machine“ (Buchungsmaschine für Redner) bezeichnet wird:

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Obwohl das Titelbild für Aufmerksamkeit sorgt, kann man es auch leicht übersehen. Aus diesem Grund hat er dieses Gratisgeschenk exklusiv seinen Facebook-Nutzern über einen Post zur Verfügung gestellt:

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Alles, was sie dafür tun mussten, war es, einen Kommentar zu hinterlassen, wenn sie ein Exemplar davon haben wollten. Dabei handelte es sich bloß um eine einseitige Checkliste. Dieser Post allein führte aber zu 550 Downloads, 120 Anmeldungen für ein Teleseminar und 33 verkauften Plätzen für ein 777 $ teures Programm.

Das sind mehr als 25.000 $ ohne einen Cent für Facebook-Werbeanzeigen auszugeben.

Zudem ist es eine Win-win-Situation. Denn die Zielgruppe erhält etwas Wertvolles für sie kostenlos und der Produktschöpfer erhält wiederum mehr Anmeldungen und erzielt mehr Umsatz.

Wie Du dies umsetzen kannst

  • Verschenke unangekündigte Bonusse – Es gibt nichts Überraschenderes und Verlockenderes für Deine Social-Media-Anhänger als ein Überraschungs-„Bonus“. Und dies muss noch nicht einmal etwas kosten (außer ein bisschen Deiner Zeit). Ob ein „Spickzettel“, eine Checkliste oder eine Infografik – diese kleinen Belohnungs-Leckerbissen werden von einer hungrigen Zielgruppe immer gewürdigt.
  • Sorge für Exklusivität durch Facebook-Angebote – Das Programm Facebook-Angebote ist eine tolle Möglichkeit, für Interaktion und Engagement seitens Deiner Fans zu sorgen, was Du leicht verfolgen und optimieren kannst. „Dark Posts“ – eine Angebotsart, die einen Call-to-Action-Button umfasst und Fans ermöglicht, das Angebot direkt in Anspruch zu nehmen.

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Ein Beispiel für einen „Dark Post“ über Facebook-Angebote

Die 5/3/2-Regel befolgen

Bei der Steigerung des Engagement in den sozialen Netzwerken ist das letzte, was Du möchtest, so viel von Deinem eigenen Zeug zu posten, dass es so aussieht, als würdest Du ein bisschen zu sehr auf die Pauke hauen. Die Leute werden bei Unternehmen schnell auf „Entfolgen“ klicken, die sich zu sehr auf sich selbst und ihre Werbeangebote konzentrieren.

Aus diesem Grund haben sich verschiedene Social-Media-Experten bestimmte Zahlenverhältnisse einfallen lassen, um die Anzahl der Posts, bei denen Du Dich ins Rampenlicht stellst, auszugleichen. Die Zahlen sind verschieden, aber die Prämisse ist im Grunde die gleiche. Die ursprüngliche Regel, die 5/3/2-Regel, wurde von T.A. McCann von Gist.com aufgestellt. Dabei geht es um eine gute Mischung aus Deinen eigenen Posts, kuratierten Posts und persönlichen Updates.

Die Regel besagt: Von jeden 10 Posts, die Du veröffentlichst, sollten:

  • 5 Posts von anderen sein (kuratierte Inhalte aus Deiner Branche)
  • 3 Inhalte von Dir sein
  • 2 persönliche Status-Updates sein (Die Leute sehen es gerne, dass ein Mensch hinter der Marke steckt!)

Selbstverständlich gibt es Abwandlungen von dieser Regel. Du musst diese Regeln nicht jedes Mal genau befolgen, wenn Du etwas postest. Eine gute Mischung zeigt jedoch, dass – obwohl es bei Deiner Seite in erster Linie um Produkte und Dienstleistungen geht – Du nicht den menschlichen Aspekt vergessen hast und die Arbeit von anderen würdigst.

Wie Du dies umsetzen kannst

Du hast bereits gelesen, wie Du Deine eigenen ansprechenden Inhalte und Posts verfassen kannst, auf die die Leute reagieren. Aber was ist mit Inhalten von anderen? Wie kannst Du diese ermitteln und erfassen?

Es hapert nicht an Tools zur Content-Pflege. Eines meiner Lieblingstools ist jedoch Trap.it. Trap.It wird in der Tat immer intelligenter, je öfter Du es verwendest. Es greift auf über 100.000 Quellen zurück, die von Blogs über Video-Feeds bis zu Podcasts und Zeitschriften reichen.

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Trap.It kuratiert intelligentere Inhalte mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen
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Wenn Du nicht ganz die Ausgereiftheit eines Tools für Unternehmen benötigst, gibt es zahlreiche andere Tools zur Content-Pflege, die sich in Deine Lieblings-Plattformen integrieren lassen und mit denen Du Ausschnitte, Bilder und andere Inhalte aus zahlreichen Quellen, darunter Rich-Media-Kanäle, speichern kannst.

Aber seien wir doch mal ehrlich: Auch mit Content-Pflege – wenn Du alle verfügbaren Socia-Media-Kanäle und die Anzahl der Stunden eines Tages berücksichtigst – kann dies überwältigend erscheinen. Letztendlich bist Du auch nur ein Mensch und die sozialen Medien sind eine ständig wechselnde Landschaft mit ständig wechselnden Regeln und Deine Konkurrenten sind immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, nach vorne zu drängen.

Was machst Du also?

Steigere Deine Aktivitäten

Auch wenn Du allein mit Deinen Aktivitäten zur Förderung von Social Engagement bist, kannst Du den Anschein verleihen, ein starkes Team aus Genies hinter Dir zu haben, ohne dafür ein Vermögen ausgeben zu müssen. So gehst Du dabei vor:

Mache Dir Konferenzen und Workshops zu Nutze

Eine der wichtigsten Möglichkeiten, Deine Bemühungen zu steigern, ist sich den Impuls von Konferenzen und Workshops zu Nutze zu machen, die für Deine Zielgruppe von Bedeutung sind. Oftmals werden bei diesen Veranstaltungen Hashtags verwendet, um die Tweets und Posts von Teilnehmern unter einem großen Veranstaltungs-Hut zusammen zu bringen.

Wenn Du über ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen anderen Artikel verfügst, die für Teilnehmer von branchenspezifischen Konferenzen von Interesse sind, kannst Du mithilfe des Hashtags der Veranstaltung mehr Aufmerksamkeit seitens Deiner Zielgruppe erlangen, auch wenn Du selbst nicht persönlich vor Ort sein kannst:

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Hashtags von Museums-Konferenz werden von historischen Gebieten, einem App-Dienst, u.a. retweeted.

Stell Dir vor, Du würdest ein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen, das/die für Museumskuratoren, -mitarbeiter oder Koordinatoren geschichtlich bedeutsamer Orte interessant sein würde – alles von einzigartigen Wegführern historischer Orte bis hin zu Produkten von lokalen Kunsthandwerkern können die Aufmerksamkeit erregen.

Natürlich sollte es selbstverständlich sein, dass Du diese Methoden nur dann einsetzen solltest, wenn Du etwas von eindeutigem Interesse für die Konferenzteilnehmer anzubieten hast und diese nicht mit völlig zusammenhanglosem Blödsinn vollspammen willst.

Profitiere von wichtigen Influencern

Es gibt keine Garantie dafür, dass ein wichtiger Influencer in Deiner Branche Deine Inhalte liken oder teilen wird. Stell Dir jedoch für diesen Fall das Ausmaß Deiner Reichweite vor. Es gibt zahlreiche Tools, mit denen Du diese Influencer ermitteln kannst, vor allem mit Klout und BuzzSumo.

Mit diesen Tools kannst Du nicht nur die Personen ermitteln, die in Deiner Branche hohe Wellen schlagen. Denn Du kannst – im Falle von BuzzSumo – das Tool auch dazu nutzen, herauszufinden, welche Art von Content am meisten geteilt wird.

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BuzzSumo zeigt, welche Inhalte gerade angesagt sind und wer die wichtigsten Influencer sind.

Sobald Du herausgefunden hast, wer sie sind, ist es sinnvoll, ihnen in den sozialen Netzwerken zu folgen – oder gar eine Twitter-Liste von ihnen zu erstellen damit Du die Übersicht behalten kannst. Klicke dafür einfach auf „Listen“ > „Liste erstellen“ > „Namen eingeben“ und mache diese entweder öffentlich oder privat und klicke anschließend auf „Liste speichern“.

Du kannst dann auf dem Benutzerprofil auf das Dropdown-Menü mit dem Zahnrad-Symbol klicken, um den Benutzer zu einer Liste hinzuzufügen oder davon zu löschen. Dafür musst Du ihnen nicht unbedingt folgen. Ergreife vorher Maßnahmen, damit Du bei ihnen in Erinnerung bleibst, wie durch das Hochladen eines Profilbilds auf Deinen Social-Media-Seiten und durch Anlegen eines Gravatar.

Trete danach einfach mit ihnen in Kontakt – erwähne sie in einem Tweet, kommentiere ihren letzten Blog Post (oder noch besser: biete an, einen eigenen Blog Post von Dir beizusteuern) und sei generell hilfsbereit.

Denk dran, dass wichtige Influencer daran gewöhnt sind, sehr sehr viele Angebote und Anfragen zu erhalten. Wenn Du einen Artikel beigesteuert hast oder sie in irgendeiner Weise erwähnt hast – teile ihnen dies mit! Unternehme Schritte, um sie zu unterstützen, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten.

Indem Du zeigst, dass Du sie unterstützen möchtest, steigerst Du die Wahrscheinlichkeit erheblich, dass sie sich dafür revanchieren.

Um ein Beispiel anzuführen: Allzu oft erhalte ich „Anfragen“, wie diese:

  • Hallo. Ich habe gerade einen Beitrag über (bla bla) geschrieben. Würden Sie diesen bitte mit Ihren Newsletter-Abonnenten teilen?
  • Hallo. Ich habe Sie auf meinem Blog erwähnt. Können Sie diesen auf Twitter oder Google teilen? Und vielleicht einen Backlink setzen?

So gerne ich jedem, der mich fragt, auch helfen würde – ich kann es einfach nicht. Und so ist es auch bei den meisten Influencern in Deiner Branche. Anders wäre es jedoch, wenn Du etwas schreiben würdest, wie:

Hallo (Influencer)!

Ich dachte mir, dass Sie gerne erfahren würden, dass ich Ihnen als Teil meiner Serie mit dem Thema „Top-Experten, die erstaunliche Dinge tun“ einen großen Artikel gewidmet habe. Ich habe sehr von Ihren Erkenntnissen über Großartigkeiten profitiert, besonders als Sie in Ihrem Buch über die Bereitstellung von mehr als versprochenen, erstklassigen Dienstleistungen geschrieben haben. Ich habe mich gefragt, ob es noch etwas gibt, was Sie gerne zu dem Beitrag hinzufügen möchten. Ich wäre überglücklich, wenn Sie mir einen Kommentar hinterlassen würden. Dennoch verstehe ich, dass Ihre Zeit kostbar ist. Deshalb möchte ich Ihnen keinen Druck machen!

Wenn Sie jedoch einen Kommentar hinterlassen, schicke ich Ihnen gerne den Link zu, wenn mein Folgeartikel zum Thema „Wie Top-Experten ihre erstaunlichen Dinge tun“ veröffentlicht wird. Es ist keine Überraschung, dass Sie dort auch vorgestellt werden!

Diese Beispiel-E-Mail zeigt dem jeweiligem Influencer, dass:

  1. Du mit ihm und seiner Arbeit vertraut bist
  2. Du ein Fan seiner Arbeit oder seiner Erkenntnisse bist
  3. Du davon begeistert wärst, wenn er mit Dir interagieren würde, er aber nicht dazu verpflichtet ist
  4. Du Dich in Zukunft mit weiteren Einzelheiten wieder bei ihm melden wirst

(Du kannst diese E-Mail-Vorlage übrigens gerne übernehmen).

Jetzt, wo Du vor Ideen und Anregungen bezüglich des Social Engagements regelrecht strotzt, solltest Du diese Dynamik in der Zukunft bewahren – was dann folgende Frage aufwirft:

Wie kannst Du das geschaffene Social Media Engagement auch aufrechterhalten?

Social Media Engagement geht weit über regelmäßige Posts und Updates hinaus. Schon sehr früh an einem gewissen Punkt wird es selbstverständlich sein, dass die meisten Leute Deiner Zielgruppe Dein Produkte bzw. Deine Dienstleistung kennen. Dies ist die perfekte Gelegenheit, Deine Flügel zu entfalten und Dich auf andere Ideen in Bezug auf Dein Business aber nicht unbedingt auf Deine Produkte auszuweiten.

Wenn Du beispielsweise ein Online-Textileinzelhändler bist, ist es eine Chance, wenn Deine Zielgruppe über die Trends der nächsten Saison Bescheid wissen möchte. Wenn Du ein Hundefrisör bist: Welche anderen Tipps neben der Fellpflege können die Leute befolgen, damit ihre Haustiere gesund und glücklich bleiben? Nach welcher Art von Futter sollten sie schauen? Was sollten sie vermeiden?

Auch nur über (positive) aktuelle Ereignisse zu plaudern, können diese positiven Gefühle verstärken und diese mit Deiner Marke in Verbindung bringen. Nimm Dir die Zeit, um mehr zu tun als nur zu posten: Lehre. Erkläre. Entspann Dich und hab Spaß. Und vergiss nicht, dass es bei Social Media Engagement genauso viel um den sozialen Aspekt geht wie um Medien.

Mit welchen anderen Methoden kannst Du Dein Social Engagement steigern?

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