Wie 4 Startups ihr Unternehmen erfolgreich mit Content Marketing gegründet haben

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Vor etwa 20 Jahren war es extrem effektiv, Deine Kunden über Werbung in Zeitschriften, TV-Werbung und dem Radio zu erreichen. Es half Unternehmen mit riesigen Budgets, extrem viele Leads zu generieren.

In der digitalen Ära ist traditionelles Marketing nicht mehr effektiv und vertreibt Kunden. Oder der Kunde schaltet einfach aus.

Also, was ist heutzutage das effektivste Marketing-Mittel für Unternehmen (groß und klein)?

Es ist das Content Marketing.

Content Marketing kostet 62% Mal weniger als herkömmliches Marketing und es generiert 3 Mal soviel Leads.

Schau Dir diesen Spickzettel an und erfahre, wie diese 4 Startups ihr Unternehmen erfolgreich mit Content Marketing gründen konnten.

Aber wie genau hilft das Content Marketing dabei, Leads zu gewinnen und die Handlungen Deiner Kunden zu beeinflussen?

Hier ist eine Infografik des Content Marketing Institute, in der wir detailliert sehen können, wie Content Marketing einen Besucher zu einem treuen Anhänger macht.

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Wenn es um Startups geht, ist das Content Marketing wahrscheinlich die kostengünstigste und effektivste Wachstums-Lösung. Es kostet 31 bis 41% weniger als die bezahlte Suche und kann Deine Webseiten-Konversion um das 6-fache erhöhen.

Allerdings startet jeder um Dich herum seinen eigenen Blog und experimentiert mit Content Marketing. 51% der B2B-Unternehmen, die von Content-Marketing-Unternehmen befragt wurden, gaben an, dass sie ihr Content-Marketing-Budget im kommenden Jahr erhöhen wollen.

Wie hebst Du Dich von Deinen Konkurrenten, in solch einem überfüllten Marktplatz, ab?

In diesem Artikel, habe ich 4 Fallstudien von Startups, die beim Content Marketing alles richtig gemacht haben, zusammengestellt. Das wird Dir helfen, neue Ideen zu entwickeln, und mehr Traffic, Leads und Umsätze mit Content Marketing zu gewinnen

1. HubSpot

HubSpot ist ein Vorreiter im Gestalten von hochqualitativem Inhalt und dem Entwickeln von Tools für die Online-Marketing-Nische. 

Wenn Du ein Vermarkter bist, hast Du, da bin ich mir sicher, bestimmt mindestens eine Fallstudie, ein Whitepaper, einen Podcast, ein E-Book, Video oder einen Blog- Post von HubSpot verschlungen. Oder, vielleicht hast Du eins ihrer kostenlosen Tools benutzt, wie den Website Grader (der schon über 2 Millionen Webseiten analysiert hat)?

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Du hast vielleicht an einem ihrer Webinars teilgenommen. Sie haben 2011 den Weltrekord für das größte Marketing-Webinar gebrochen.

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HubSpot hat mit jeder Art von Inhalt experimentiert.

HupSpot ist 2006 gegründet worden. Und, bis 2011 sind sie auf 4000 Kunden und mehr als 200 Mitarbeiter angewachsen (ebenso wie $33M in Venture Capital). Ihr Wachstum steigt weiter.

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Willst Du wissen, wo HubSpot seine Kunden herbekommt?

75% ihrer Leads kommen aus ihren Inbound-Marketing-Bemühungen, die Inhalte und Tools beinhaltet.

Ihr Marketing-Blog allein hat 300.000 Abonnenten und 2 Millionen Besucher jeden Monat.

Schau Dir ihre Marketing-Team-Hierarchie an. Schau Dir an, wie ihre Content-Abteilung aufgeteilt ist.

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Hier haben wir 4 Hauptaspekte der Content-Strategie von HubSpot.

1. Sie gestalten Lead-Magneten für eine Vielzahl von Themen, die sie auf ihrem Blog abdecken. So stellen sie sicher, dass die meisten ihrer Blog-Posts relevante, anwendbare Hilfsmittel beinhalten, um Leads anzuziehen (Inhalt mit der Handlungsaufforderung abzustimmen).

Zum Beispiel – Dir wird ein kostenloses Content-Marketing-Planning-Template mit ihren Content-Marketing-Strategie-Richtlinien angeboten.

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Diese Strategie des Hinzufügens eines relevanten Opt-Ins am Ende eines jeden Artikels, hat dazu beigetragen, dass HubSport ihre Leads aus jedem Beitrag verdreifachen konnte.

2. HubSpot gestaltet eine Persona für jedes Segment ihres Publikums. Sie haben nur 3 Personas genutzt, um tausende von Whitepapers und Zielseiten zu generieren.

3. Schlichter Text kann langweilig werden. Deswegen experimentiert HubSpot mit verschiedenen Inhalten (inklusive visuell, Audio und Video) und spricht die Bedenken ihres Publikums an (in unterschiedlichen Bereichen des Kundentrichters).

Mit ihrem Marketing-Blog will HubSpot Marketingexperten erreichen. Und ihr Podcast richtet sich an Marketing- und Vertriebsleiter, die am Wachstum interessiert sind.

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HubSpot dient als Go-to-Ressource für eine qualitativ hochwertige Internet-Marketing-Ausbildung.

4. HubSpot misst, wie sich die Produktion ihrer Inhalte auswirkt. Die Kennzahlen, die sie verfolgen, beinhalten Besucher der Seite und Leads, die durch Besucher generiert werden.

Sie verwenden diese Daten, um die Art von Inhalt zu finden, die bei potenziellen Neukunden gut ankommt und die besten Leads bringt.

2. Mint

Mint ist ein privates Finanzprodukt. Es hat seine Glaubwürdigkeit im September 2007, nachdem sie den TechCrunch40 gewonnen haben, etabliert.

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Ohne offensichtliche, virale Wachstumsschleife gelang es dem Unternehmen, innerhalb von ein paar Jahren auf über 1 Millionen Nutzer zu wachsen. Im November 2009 wurde Mint von Intuit für $170 Millionen gekauft.

Ein wunderbarer Bestandteil der unglaublichen Leistungen (neben einem großartigen Produkt), war ihre intelligente Content-Marketing-Strategie.

2007 wurde das Blogging nur von einer Handvoll Unternehmen genutzt. Mint erkannte diese Gelegenheit und integrierte Blogging als Hauptaspekt ihrer Marketing-Operation mit ihrem Blog MintLife.

Die Konkurrenz, wie z.B. Quicken, bloggte nur monatlich (wenn überhaupt). Mint, auf der anderen Seite, gab Vollgas mit persönlichen Finanz-Tipps, Link-Roundups, Videos und Infografiken. Sie stellten Vollzeit Redaktionsmitarbeiter und freiwillige Autoren ein, um qualitativ hochwertige Inhalte zu erzeugen. 

Und ihre Artikel wurden viral und landeten regelmäßige Hits bei Reddit und Digg. Auf diese Weise hat sich Mint als vertrauenswürdiges Produkt bei der jüngeren Generation etabliert. Leser wurden bald Kunden und Marken-Anhängern.

Hier sind ein paar Screenshots, die Dir die Reaktionen, die eine Infografik auf Reddit erzeugt hat, zeigen.

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Die vielen Upvotes zeigen, dass Internetnutzer die Visualisierung schon immer geliebt haben.

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Obwohl Mint damit begann sich ein Publikum aufzubauen, hatten sie ein knappes Budget. Also, luden sie andere Finanz-Blogger für den Frage-und-Antwort-Bereich auf ihrem Blog ein und platzierten gekonnt Gast-Inhalte auf ihrem Blog.

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Und am Ende eines jeden Blog-Posts platzierten sie zudem eine Beta-List E-Mail Opt-in-Funktion. Innerhalb von 8-9 Monaten, schufen sie so eine Liste mit über 20.000 E-Mails, bevor sie ihre App überhaupt herausbrachten.

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Obwohl ihre E-Mail-Datenbank riesig war, konnte die Mint App nur 200 Menschen handhaben. Also erhöhten sie ihre Anforderungen für einen früheren VIP-Zugang. Sie gestalteten ein „Ich will Mint“ Siegel und baten die Nutzer, es auf ihren Blogs und Social-Media-Seiten einzubinden. Dieses Siegel half Mint, kostenlose Werbung auf mehr als 600 Blogs zu platzieren, während die Nutzer um den Zugang kämpften.

Interviewt zu werden, ist eine andere brillante Idee, um Dich Deinem Zielpublikum zu präsentieren, neue Kunden zu bekommen und Dich selbst als Autorität zu etablieren.

Aaron Patzer, der Gründer von Mint, hat Atomic PR geheuert, um ihnen bei der Werbung zu helfen. Das PR-Unternehmen sicherte Aaron innerhalb von ein paar Jahren ca. 550 Interviews. Alle zwei Monate, ging Aaron für 1 Woche auf Pressetour. Hier ist eine Zusammenstellung der ersten Pressemeldungen, die Mint sich sicherte.

Neben dem stetigen veröffentlichen hochwertiger Inhalte, hat Mint zudem SEM angewendet und eine Menge Landing-Pages getestet.

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Alles in allem, hat das Unternehmen eine datenbezogene Strategie gewählt und es geschafft, die Kosten für die Kundengewinnung auf unter $1 zu senken.

3. Glossier

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Emily Weiss startete 2010 ihren Beauty-Blog, Into the GlossAber, als der Blog Fahr aufnahm und profitabel wurde, wagten Emily und ihr Team den Sprung von Inhalt zu Kommerz.

Die Interaktionen mit ihrem Publikum über Instagram, mit E-Mails und Umfragen, resultierten 2014 in einer eigenen Beauty-Produktlinie – Feuchtigkeitscreme und Kosmetik.

Aber, was ist der Unterschied zwischen Glossier und einer High-Fashion-Marke?

Glossier wurde aus der Kundenperspektive heraus aufgebaut. Emily beschreibt den Inhalt als „Herz und Seele“ einer Marke. Mit dem Feedback des Publikums baute sie die Marke in Echtzeit auf. Das erste Produkt von Glossier, brauchte 9 Monate für die Entwicklung.

Fun Fact: Glossier spannte sein Publikum auf die Folter, indem sie einen Monat lang Fotos hinter den Kulissen auf Instagram zeigten, bevor das Unternehmen bekanntgegeben wurde. Ihr Konto wuchs auf 15.000 Follower, ohne das die Leute überhaupt wussten, was Glossier war.

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Noch heute vertraut die Marke auf das Into the Gloss Blog-Publikum und ihre sozialen Kanäle, um herauszufinden, was der Kunde möchte.

Emily zufolge, war ihr Reiniger, das erste richtige Crowdsourcing-Produkt. Sie veröffentlichten einen Beitrag mit der Überschrift „Was ist Deine Traum-Gesichtspflege?“, um das Feedback der Into the Gloss Community zu bekommen. Schau Dir die Interaktion an, die der Blog erhalten hat.

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Kunden lieben es, mit dem Into the Gloss Team zu interagieren, weil sie eine authentische Stimme haben. Emily und ihr Team stellen sicher, dass jeder ihrer Inhalte (sei es ein Social-Media-Blog oder ein Blog-Post) die Community teilhaben lassen.

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Die Blog-Leserschaft hat nicht das Gefühl, dass ein energischer Marketing-Trick benutzt wird, um sie zu involvieren. Es ist vielmehr so, als würden sie mit einem Freund kommunizieren.

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Im September 2015 hat Emily es geschafft, eine Projektfinanzierung in Höhe von $10,4 Millionen für ihre beiden Marken zu bekommen. Sie beschäftigt derzeit ein Team von 38 Leuten. Zurzeit hat Into the Gloss beachtliche 323.000 Anhänger und Emily hat 146.000 Follower auf Instagram.

Ihre Geschichte ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie man eine verbraucherzentrierte Marke aufbaut und eine Fangemeinde etabliert, bevor man das Unternehmen überhaupt gründet. Es zeigt zudem, welche Auswirkung ein engagiertes Blog-Publikum auf Dein E-Commerce-Unternehmen haben kann.

4. Oh Joy

Hier ist ein weiteres brillantes Beispiel einer Bloggerin, die zur Unternehmerin wurde, indem sie eine wesentliche Blog-Leserschaft und eine soziale Fangemeinde etablierte.

Lern Joy Cho kennen – eine Grafikdesignerin, die ihre Inspiration in eine neue Stadt (New York) zu ziehen und einen neuen Job zu finden, teilen wollte. Also, startete sie 2005 ihren Blog Oh Joy.

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Joy teilt auf ihrem Blog Dinge, die sie liebt. Und schon bald bekam sie Traffic und wurde von potentiellen Kunden angesprochen. Also, eröffnete sie ihr eigenes Design-Studio und bat einen Marken-Beratungsservice an. Der kontinuierliche Fluss an Projekten half ihr dabei, ihre freiberufliche Arbeit in ein Vollzeit-Unternehmen zu verwandeln.

Oh Joy ist nun zu einer Medien- und Lifstyle-Marke geroden. Joy arbeitet mit Partnern wie Microsoft zusammen, um Produkte wie Briefpapier, Tapeten, Bettwäsche und Computer-Zubehör zu gestalten.

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Sie hat zudem ihre eigene Tapetenkollektion mit Hygge&West veröffentlicht und hat mit Anthropology und Urban Outfitters zusammen gearbeitet.

Neben lizenzierten Produktlinien, bietet der Blog eine tägliche Dosis an amüsanten Inhalten rund um Design, Mode, Essen und erfreuliche Momente. Er enthält zudem How-to-Lifestyle Videos.

Joy bietet weiterhin weltweite Beratungen für kreative Unternehmen an und hat schon 3 Bücher geschrieben.

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Joys spektakulärer, visueller Inhalt, hat ihr geholfen, einer der einflussreichsten Nutzer auf Pinterest zu werden. Sie hat über 13 Millionen Anhänger. Sie hat 86 Boards die einen Mix aus ihren Blog-Inhalten und persönlichen Interessen enthalten.

Als Pinterest- Influencer wurde Joy von Marken wie Target und Fossil angesprochen, die sie um Hilfe für ihre Pinterest-Kampagnen baten. Mit Target hat Joy ein Pinterest-Board für kreative Partyideen gestaltet. Das Board hat über 300 Pins und über 875 Tausend Follower.

Time Magazine hat Oh Joy als eine der Top-Webseiten in ihrer „design100“ Ausgabe aufgelistet. Ein Faktor, den Joy als erfolgsentscheidend betrachtet, ist „sich selbst treu zu bleiben“. Sie versichert, dass sich alles, was sie entwirft, wie ein Original anfühlt auf das sie stolz sein kann. Das ist vielleicht der Grund, dass Joy zur Erstellung von Inhalten für ihren Blog zurückgekehrt ist, nachdem sie vorübergehend Autoren akzeptiert hatte.

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Bonus: Payson Petroleum

Das letzte Unternehmen, das ich als Bonus abdecken möchte, ist kein Startup. Es ist ein inspirierendes Beispiel dafür, dass Content Marketing auch in einer vermeintlich langweilig Branche funktioniert.

Lern Payson Petroleum kennen – ein kleines Unternehmen in der Öl und Gas Industrie, das Anlagemöglichkeiten für individuelle Investoren bietet.

Sie haben nicht viele Anhänger in den sozialen Netzwerken – weniger als 8500 Likes auf Facebook und ungefähr 3500 Follower auf Twitter.

Aber sie teilen regelmäßig Bildungsinhalte und die Geschichte von Ölstandorten auf ihrem Blog.

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Sie haben zudem ein kostenloses E-Book für Investitionen in Öl und Gas entworfen, dass ihnen hilft, Leads zu sammeln.

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Für potentielle Investoren, haben sie außerdem eine mobile App für Android und das iPhone entworfen. Die App bietet nützliche Funktionen, einschließlich Aktien-Industrie-News und Öl- und Gaspreis-Prognosen sowie einem Live-Video-Stream von Ölplattformen.

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Durch die Bildung ihrer Zielgruppe (potentielle Investoren) und der Bereitstellung eines Mehrwertes:

… betrachtet Payson Petroleum sich als Vordenker der Branche. Und sie beweisen, dass Content Marketing sogar in einer vermeintlich langweilig Branche funktioniert.

Fazit

In der Internet-Marketing-Industrie haben viele Start ups mit Content Marketing experimentiert, um Multimillionen-Dollar-Unternehmen zu werden, wie z.B. Moz, CopyBlogger und GrooveHQ. Fakt ist, ich selbst habe Content Marketing benutzt, um KissMetrics, CrazyEgg und HelloBar, erfolgreich zu machen.

Mit dem Content Marketing kannst Du Mehrwerte bieten, ein Publikum aufbauen und Deinen Start up in jeder Branche erfolgreich machen. Diese Fallstudien aus verschiedenen Branchen, die ich in diesem Artikel geteilt habe, sind der Beweis dafür, wie effektiv das Content Marketing wirklich ist.

Wenn Du auch daran interessiert bist, ein Start up zu gründen, würde ich Dir raten, ein Publikum aufzubauen und das Content Marketing zu nutzen, bevor Du Dein Unternehmen gründest.

Das Content Marketing Institute beschreibt es perfekt, „Mit traditionellem Marketing erzählst Du den Leuten, dass Du ein Rockstar bist. Mit dem Content Marketing, zeigst Du den Leuten, dass Du ein Rockstar bist.“

Hast Du Content Marketing genutzt, um Dein Unternehmen erfolgreich zu machen? Welches der vier genannten Startups in diesem Artikel, beeindruckt Dich am meisten? 

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