Repariere Dein Retargeting: Die Fehler, die eine Retargeting-Kampagne zerstören (Mit Lösungen)

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Das Retargeting ist eine unheimlich effektive Methode, um Leute zurück auf Deine Seite zu locken, damit sie zu Kunden werden können.

Das Problem ist allerdings, dass viele Vermarkter das Retargeting überstürzt angehen. Natürlich machen sie dann Fehler und schreiben das Retargeting irrtümlich als ineffektiv ab.

Das ist schade.

Meistens machen Vermarkter, die aus dem Retargeting keinen Nutzen ziehen, Fehler, die eigentlich leicht zu korrigieren wären.

Dieser Artikel wird Dir die häufigsten Fehler zeigen, die beim Retargeting gemacht werden.

Anschließend solltest Du in der Lage sein, Dich vor diesen Fehlern zu schützen und Deine eigene, erfolgreiche, ROI-generierende Retargeting-Kampagne durchführen können.

Lass uns loslegen!

Der Mangel an Zielen für Dein Retargeting

Retargeting kann sehr günstig sein.

Auch wenn es günstig ist, kannst Du dir nicht erlauben beim Retargeting zu schlampen.

Wie bei vielen anderen Formen des Marketings und Unternehmen: Wenn Du willst, dass Dein Targeting funktioniert,musst Du zunächst Deine Ziele festlegen.

Ziele sind wichtig, denn sie helfen Dir dabei, die kleinen aber wichtigen Details Deiner Kampagne zu definieren.

Wenn Du weißt, was Du von Deinem Publikum erwartest, werden Dir die entsprechenden Entscheidungen beim Erstellen von Anzeigen und Landing-Pages wesentlich leichter fallen.

Es gibt zwei Dinge, auf die Du Dich konzentrieren solltest, wenn Du Ziele setzt und Retargeting-Kampagnen planst.

Erstens: Lege fest, welches Publikum Du erreichen willst.

Viele Vermarkter, die mit dem Retargeting keine Erfahrungen haben, glauben, es sei einfach nur ein Tool, um Leute zu erreichen, die bisher noch nichts von Dir gekauft haben.

Es gibt allerdings viele kreative Verwendungsmöglichkeiten fürs Retargeting.

Du kannst das Retargeting auch nutzen, um Leute zu erreichen, die schon mal etwas von Dir gekauft haben. Diese Art von Retargeting kann in Form von Upselling oder als Erinnerung an Nachbestellungen super funktionieren.

Vermeide diese 7 Fehler, um mehr aus Deiner Retargeting-Kampagne herauszuholen.

In der Tat hat sich gezeigt, dass Upselling mit Retargeting die Conversion-Rate um 3-5% steigert.

Unten findest Du Einige der Arten von „Kunden“, die Du mit dem Retargeting gezielt ansprechen kannst.

  • Leute, die eine Landing-Page besucht, aber ihre Daten noch nicht eingetragen haben
  • Leute, die Produktseiten besucht, aber noch nichts gekauft haben
  • Leute, die schon etwas gekauft haben, denen Du aber noch Upselling/Cross Sell anbieten kannst
  • Leute, die noch“durch den Trichter geleitet“ werden müssen, nachdem sie einen Teil Deiner Inhalte gelesen haben

Du solltest auf jeden Fall entscheiden, welches Segment Deines Publikums/Deiner Webseiten-Besucher Du mit Deiner Kampagne erreichen willst, damit Du die Zielgruppenausrichtung effizient umsetzen kannst.

Zweitens: Entscheide, welche Handlungen Dein Zielpublikum durchführen soll.

Wenn Du weißt, welche Handlungen Dein Publikum ausführen soll, kannst Du die Nachricht besser rüberbringen.

Wenn Du Dich daran hältst, kannst Du die Wahrscheinlichkeit, Deine Interessenten dieses Mal zu Kunden werden, entscheidend verbessern – Denn Du eliminierst Faktoren, die vorher die gewünschte Handlung verhindert haben.

Deine Fähigkeit, die Zielgruppe zur gewünschten Handlung zu bewegen, hängt davon ab, ob Du weißt, warum sie vorher abgesprungen sind.

Nur dann kannst Du ihre Bedürfnisse und Sorgen auf Deiner Landing-Page auch wirklich ansprechen.

Mit der Zeit wird es Dir dann leichter fallen, herauszufinden, warum die Leute nicht die Handlungen tätigen, die sie eigentlich tätigen „sollten“.

In der Zwischenzeit kannst Du aber schon mal Retargeting-Kampagnen umsetzen, die sich um die „häufigsten“ Gründe, warum Kunden ihren Einkaufswagen stehen lassen und nicht bei Dir kaufen, kümmern.

Vielleicht hat jemand ein Produkt nicht gekauft, weil es zu teuer war. Dann kannst Du mit einer Retargeting-Kampagne auf ein Sonderangebot für dieses Produkt hinweisen.

Hier ist eine Tabelle mit einigen der häufigsten Gründe, warum potentielle Kunden ihren Einkauf abbrechen.

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Du kannst Deine Retargeting-Kampagnen um die meisten diese Probleme herum aufbauen – abgesehen von den „technischen Problemen“.

Wenn Du Abonnenten mit einem Giveway gewinnen willst, kannst Du Interessenten, die vorher abgesprungen sind, mit einem Social Proof überzeugen.

Du könntest beispielsweise beschreiben, welche Ergebnisse andere Kunden mit Deinem Giveaway erzielen konnten.

Keine personalisierten Anzeigen auf Deiner Landing-Page

Diesen Punkt habe ich oben schon angesprochen.

Wenn Du Deine Anzeigen nicht personalisierst, werden Deine Landing-Pages und Retargeting-Kampagnen sich gut konvertieren.

Wenn Du Dir die folgenden Retargeting-Anzeigen mal ansiehst, wirst Du sehen, dass es Unterschiede zwischen den einzelnen Anzeigen und deren Zielen gibt.

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Höchstwahrscheinlich sollen diese Retargeting-Anzeigen unterschiedliche Besuchergruppen ansprechen, von denen jede verschiedene Handlungen auf der Webseite durchführen soll.

Hier ist ein weiteres Beispiel:

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Jede Anzeige geht auf verschiedene Zweifel der potenziellen Kunden ein.

Es ist auch ein Social Proof dabei, der die Bewertung des Produktes zeigt.

Es gibt auch mehrere Anzeigen, die sagen, dass Insightly die Nummer 1 in seinem Fachgebiet ist.

Vielleicht hast Du sogar bemerkt, dass eine Anzeige dabei ist, die auf die Ängste der Zielgruppe eingeht: “Wenn Du es baust, werden sie kommen. Aber kannst Du sie auch halten?””.

Verschiedene Menschen werden durch verschiedene Dinge beeinflusst.

Die oberen Anzeigen zeigen, wie Du jedes Segment auf eine bestimmte Art und Weise erreichen kannst.

Du darfst auch nicht vergessen, eine personalisierte Landing-Pages für Deine Retargeting-Kampagne einzurichten.

Profi-Tipp: Es ist entscheidend, eine Verbindung zwischen Deinen Anzeigen und Deiner Landing-Page herzustellen. Das fördert Vertrauen Deiner Kunden und verbessert die Conversion-Rate.

Wenn Du mehrere Anzeigen, mit verschiedenen Schwerpunkten, schaltest, brauchst Du auch eine spezifische Landing-Page für jede Anzeige.

Hier ist ein Beispiel dafür, wie Anzeigen und Landing-Pages zusammenpassen sollten.

Zunächst die Anzeige:

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Und hier ist die Landing-Page:

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Anmerkung: Das ist keine Retargeting-Anzeige, aber ich denke, es zeigt ganz gut, worauf es bei Landing-Pages ankommt.

Optimizely konnte die Anmeldungen ihres Kunden Secret Escapes um 32% steigern, als sie die Landing-Pages den personalisierten Anzeigen anpassten.

Unten siehst Du die Anzeige, die den Traffic getrieben hat.

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Und das ist die Landing-Page, auf die diese Anzeige geführt hat.

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Sie hat nicht gut zur entsprechenden Anzeige gepasst. Also hat Secret Escapes die Landing-Page geändert. Die neue Landing-Page hat die Anmeldungsquote um 32% verbessert.

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Denk also daran: Wenn Du kein Geld verlieren willst, pass Deine Anzeigen und Landing-Pages an Deine Zielgruppe und Ziele an.

Deine Anzeigen rotieren nicht

Keine Retargeting-Kampagne wird jemals 100% Deiner Kunden erreichen.

Und mit der Zeit hast Du dann eine Gruppe mit potenzoiellen Kunden, sie nicht konvertiert sind. Diese Gruppe kannst Du höchstwahrscheinlich mit einer neuen Retargeting-Kampagne erreichen.

Wenn Du eine neue Kampagne ausrichtest, musst Du natürlich auch neue Anzeigen erstellen.

Wenn sich die Menschen daran gewöhnen, Deine Anzeigen zu sehen, wird früher oder später die „Banner-Blindheit“ einsetzen.

Das passiert, wenn Leute sich so sehr an Deine Anzeigen gewöhnen, dass sie nur noch im Hintergrund wahrgenommen werden.

Das ist natürlich schlecht für die Conversion-Rate.

Hier sind Daten, die zeigen, dass Durchklickraten mit der Zeit abflachen, wenn eine Anzeige unverändert bleibt.

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Wie Du siehst erzielt diese Kampagne sofort eine CTR.

Weil Deine Zielgruppe Deine Anzeigen häufig sehen, solltest Du ihnen etwa alle 2-3 Wochen eine neue Anzeige zeigen.

Wenn Du viele Anzeigen schaltest, die viele Argumente ansprechen, wirst Du vielleicht weniger unter Banner-Blindheit leiden – sie tritt evtl. langsamer ein.

Du kannst auch ein Limit für die Anzahl der täglichen Ansichten setzen. Aber das wird das Einsetzen der Banner-Blindheit lediglich ein wenig verzögern.

Die Rotation der Anzeigen ist die einzig wahre Lösung, um der Banner-Blindheit entgegenzuwirken.

Nicht genug Bieten

Ein weiterer Fehler: Nicht genug für Anzeigen bieten.

Das Retargeting zielt normalerweise auf Leute ab, die als „Warm Leads“ definiert werden.

Drum kannst Du es Dir durchaus leisten, mehr für das Konvertieren dieser potentiellen Kunden zu zahlen. Die Erfolgschancen sind einfach besser.

Idealerweise solltest Du den Lifetime-Value eines Kunden kennen. Denn dann kannst Du besser entscheiden, wie viel Du für die Kundenakquise ausgeben willst.

Wenn Deine Retargeting-Kampagnen eher wenig Impressionen und Klicks liefern, bietest Du vielleicht nicht genug.

Erhöhe Dein Gebot und beobachte, wie viele Klicks Du generierst und wie viele Konversionen daraus resultieren.

Nicht kontrollieren, wo Deine Anzeigen auftauchen

Wenn Du eine Retargeting-Kampagne schaltest,solltest Du Deine Anzeigen nicht auf Seiten zeigen, die zu negativen Assoziationen mit Deiner Marke führen können.

Wenn Du Deine Retargeting-Kampagne auf AdWords schaltest, können Deine Anzeigen im Google Displaynetzwerk auftauchen – Besonders, wenn Deine Gebote hoch sind.

Das kann dazu führen, dass Deine Anzeigen auf unerwünschten Seiten zu sehen sind.

Wenn Du willst, dass Deine Anzeigen auf bestimmten Seiten nicht auftauchen, kannst Du das in AdWords so einstellen.

Dafür musst Du nur auf „Displaynetzwerk“ klicken.

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Dann musst Du eine Anzeigengruppe auswählen und entscheiden, welche Kategorien ausgeschlossen werden sollen.

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Arbeite Dich aufmerksam durch jede dieser Optionen durch.

Keinen Frequency-Cap setzen

Retargeting ist ein tolles Tool, um Leute zu erreichen, die Deine Marke nur kurz gesehen haben.

Retargeting ist aber auch eine hervorragende Möglichkeit, um Leute abzuschrecken – wenn Du es zu häufig verwendest.

Und deswegen ist es wichtig, die „Frequency caps“ zu verwenden.

Frequency Caps stellen sicher, dass Deine Zielgruppe nur eine begrenzte Anzahl von Anzeigen, innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens, sieht.

Frequency Caps sind auf Facebook nicht so wichtig wie auf AdWords. So kannst Du Frequency Caps in AdWords setzen:

Geh in die Kampagne, die Du anpassen möchtest, und klick auf „Einstellungen“.

Dann klick auf „Alle Einstellungen“.

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Scrolle ganz nach unten. Hier kannst Du das Frequency Cap für Deine Anzeigen einrichten.

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Abgesehen von der Anzahl der Impressions, kannst Du auch entscheiden, wie Dein Frequency Caps eingestellt werden soll.

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Und Du kannst entscheiden, wie die Frequency Caps angewendet werden sollen.

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Wähle zunächst 3-5 Impressions pro Anzeigengruppe und Tag aus. Wenn das keine optimalen Ergebnisse liefert, kannst Du die Frequenz langsam steigern.

Sich verzetteln

Das Retargeting kann ziemlich kompliziert sein, besonders, wenn Du grad erst anfängst.

Es gibt so viele Optionen. Da ist es ganz normal, dass Du jede Funktion und jede Strategie mal ausprobieren möchtest.

Aber genau das kann zu suboptimalen Resultaten führen. Denn Du bist höchstwahrscheinlich schon bald überwältigt und zermürbt.

Darum solltest Du Dich erst einmal ganz auf eine Plattform und eine Retargeting-Methode konzentrieren.

Wenn Du dann langsam gute Ergebnisse erzielst, kannst Du mit einer anderen Strategie auf derselben Plattform experimentieren.

Dann hast Du bessere Chancen auf schnelle Erfolge mit dem Retargeting und machst Dich gleichzeitig mit den Grundlagen vertraut.

Sobald Du ein paar Kampagnen, von denen sich jede einzelne auf ein anderes Publikum und andere Ziele konzentriert, geschaltet hast, kannst Du zu einer anderen Plattform übergehen.

Es wird Dir dabei auffallen, das sich Viel vom Gelernten übertragen lässt. Die Grundsätze des Retargeting bleiben tendenzielle die Gleichen, unabhängig von der Plattform, die Du verwendest.

Fazit

Das Retargeting ist eine tolle Möglichkeit, um Leute zu konvertieren, die bei ihrem ersten Besuch nicht die gewünschte Handlung ausgeführt haben.

Viele Vermarkter behandeln das Retargeting jedoch wie eine normale PPC-Kampagne und erhalten darum nicht die bestmöglichen Ergebnisse.

Retargeting funktioniert am besten, wenn Du alle Details im Auge behältst. In diesem Beitrag haben wir uns diese Details mal genauer angeschaut.

Setz Dir ein Ziel und arbeite darauf hin. Dann kannst Du in Zukunft zunehmend komplexere Retargeting-Kampagnen gestalten.

Hast Du Retargering-Tipps, die Du mit uns teilen möchtest? Lass es mich in den Kommentaren wissen. Danke!

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