Fehler, die die meisten PPC-Kampagnen völlig ruinieren (und wie Du sie vermeidest)

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Mit PPC-Anzeigen kannst Du am schnellsten Kunden für Dein Unternehmen gewinnen.

Allerdings ist es nicht einfach, eine PPC-Kampagne richtig durchzuführen.

Viele Leute verschwenden Geld, wenn sie PPC-Anzeigen schalten und oft glauben sie dann, dass PPC-Anzeigen nichts für sie, oder für ihr Unternehmen, sind.

In den meisten Fällen machen die Leute allerdings nur ein paar dumme Fehler, die leicht zu beheben sind.

In diesem Artikel betrachten wir die üblichen Fehler, die bei PPC-Kampagnen gemacht werden.

Wir analysieren, wie Du diese Fehler verhindern und Deine Kampagnen anpassen kannst, damit sie besser funktionieren.

Schaltest Du oft PPC-Kampagnen? Dieser praktische kleine Spickzettel hilft Dir dabei, einige dumme PPC-Fehler zu vermeiden.

Am Ende dieses Artikels hast Du dann alles, was Du brauchst, damit Du nicht die gleichen Anfängerfehler begehst, wie andere Werbetreibende.

Lass uns anfangen.

Die falsche Zielgruppenausrichtung

Wenn Du dabei versagst, die Werbung richtig auszurichten, dann sehen die falschen Leute Deine Werbeanzeigen.

Das ist ein Problem, denn Deine Werbeanzeigen werden einem Publikum gezeigt, dass sich nicht für Deine Inhalte interessiert.

Würdest Du auf eine Werbung für „Hundespaziergänge“ klicken, wenn Du nicht mal einen Hund hast?

Zum Glück kann man schlechte eine Zielgruppenausrichtung (Targeting) einfach und schnell beheben.

Wenn Du Deine Werbung richtig ausrichten möchtest, musst Du zwei Dinge beachten.

Erstens musst Du wissen, wer Dein Kunde ist.

Das kannst Du herausfinden, indem Du eine Buyer Persona erstellst.

Mit dieser Buyer Persona beschreibst Du die Merkmale Deines idealen Kunden.

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Mit der Buyer Persona solltest Du folgendes über Deinen Kunden herausfinden:

  • Alter
  • Beruf
  • Hoffnungen
  • Ängste
  • Interessen/Hobbys
  • Wer sie beeinflusst

Du solltest beim Erstellen einer Buyer Persona letztendlich noch mehr aufschreiben, aber diese Merkmale sollten für den Anfang ausreichen.

Die zweite wichtige Überlegung ist, wie die Optionen für die Zielgruppenausrichtung auf der PPC-Plattform, die Du benutzen willst, funktionieren.

Auf AdWords funktioniert das Targeting mit Keywords. Auf Facebook stellt man es mit demografischen Merkmalen ein.

Auch wenn sich beide Plattformen in gewisser Hinsicht ein wenig überschneiden, so sind sie bezüglich ihrer Targeting-Mechanismen doch ziemlich unterschiedlich.

Auch wenn Du auf einer PPC-Plattform erfolgreich bist, heißt das nicht, dass es auch mit einer anderen klappt.

Ich habe bereits gezeigt, wie Du Deine Werbeanzeigen auf Facebook korrekt ausrichtest und wie Du die Werbung auf AdWords richtig einstellst.

Hier sind einige Tipps, die Du anwenden kannst, wenn Du die Zielgruppenausrichtung Deiner Werbeanzeigen verbessern möchtest.

Wenn Du Werbeanzeigen auf Facebook schaltest, könntest Du ein „Lookalike Audience“ anlegen.

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Facebook richtet Deine Werbung anhand Deines kundenspezifischen Publikums“, das Du bereitstellen musst, aus.

Solch ein Publikum kann mit Deiner E-Mail-Liste oder mit Leuten, die Deine Webseite besucht haben, erstellt werden.

Wenn Du Deine Werbeanzeigen auf Facebook erfolgreich ausrichtest, ist es Dir vielleicht sogar möglich, Deine CPC unter dem durchschnittlichen Betrag von $0,64 zu halten.

Wenn Du AdWords verwendest, achte darauf Keywords mit Kaufabsicht zu benutzt.

Dass sind Keywords, die Leute benutzen, wenn sie etwas kaufen wollen. Darum konvertieren Werbeanzeigen, die auf solchen Keywords basieren, auch besser.

Brian Dean spricht von Keywords mit kommerzieller Absicht.

Egal, ob Du eine Display- oder eine Such-Kampagne durchführst, wichtig ist, dass Du die Zielgruppenausrichtung richtig hinbekommst, weil es sonst sein kann, dass Deine Werbung beim Publikum nicht gut ankommt.

Denn Leute teilen Google gern mit, was sie von einer Werbung halten, die ihnen gezeigt wird. 2015 erhielt Google vier Milliarden Feedbacks.

Wenn Deine Werbung nicht richtig ausgerichtet ist, könntest Du negatives Feedback erhalten.

Das falsche Gebot

56,1% der digitalen Werbeanzeigen erscheinen nie im Google Netzwerk. Ein Grund dafür könnte ein falsches Gebot sein.

Falls Deine Werbung gut konvertiert, aber nicht genug Klicks erzeugt, denk darüber nach, das Gebot zu erhöhen.

Selbst wenn Deine Werbung gar nicht geklickt wird, erhöhe das Gebot und sieh, was passiert.

So kannst Du herausfinden, ob Du eine schlechte PPC-Kampagne hast oder eine PPC-Kampagne in einer wettbewerbsintensiven Umgebung.

Wenn Du ein Budget gesetzt hast, kann nichts schlimmes passieren.

Behalte die Zahlen im Auge, da Du langfristig kein Geld verschwenden willst.

Wenn Du Dein Gebot erhöhst, Deine Werbung aber nicht angeklickt wird, dann kann es sein, dass Dein Targeting falsch ausgerichtet ist oder Dein Werbetext überarbeitet werden muss.

Wenn Deine Werbung mehr Klicks erzeugt, Du aber keine Kunden gewinnst, kann es auch am Targeting liegen.

Vergiss allerdings nicht, dass es auch an Deiner Landing-Page liegen kann, denn evtl. werden Versprechen, die Du in Deinen Werbeanzeigen gemacht hast, nicht eingehalten.

Werbetext & Kreativität

Das Schreiben von Werbetexten ist schwer. Es ist nicht einfach, es richtig zu machen, besonders wenn Du Neuling im Online-Marketing bist.

Auch wenn Du bereits Erfahrung im Online-Marketing hast, macht die Tatsache, dass jede Werbeplattform eine andere Art von Text verlangt, die Sache nicht unbedingt leichter.

Am besten befasst Du Dich mit den Werbetexten von anderen, um Deinen eigenen zu verbessern.

Wenn Du erst kürzlich auf eine Werbeanzeige geklickt hast, erstell einen Screenshot und speichere diesen in einer „Swipe File.

Es ist wichtig, auffällige Werbeanzeigen zu speichern, da sie etwas besonderes an sich hatten, das Dich zum Handeln bewegt hat.

Deswegen ist es immer eine gute Idee, sich diese Werbung mal genauer anzusehen und herauszufinden, was Dich dazu veranlasst hatte, diese anzuklicken.

Oft kannst Du eine Formel ableiten, die vom Werbetexter verwendet wurde, um den Text dieser Werbung überzeugend zu gestalten.

Wenn Du Dir die Swipe File eines anderen Vermarkters ansehen möchtest, empfehle ich Dir Swiped.co.

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Du solltest keine Werbung nachmachen – nutze sie nur als Inspiration.

Du solltest auch auf Werbeanzeigen achten, die schon lange laufen.

Die Tatsache, dass sie schon lang aktiv sind, bedeutet, dass der Inserent einen ROI erzielt hat, mit dem die Werbung weiterhin finanziert werden kann.

Achte auf Deinen Feed bei Facebook oder auf Suchanzeigen und schaue, ob Du dauerhafte Werbeanzeigen bemerkst.

Du kannst aber auch Spyfu für die Wettbewerbsanalyse benutzen.

Du solltest lernen zu verstehen, was hinter einer erfolgreichen Werbung steckt.

Die eigenen Fähigkeiten, Werbeanzeigen zu schreiben, bewahren Dich davor, fundamentale Fehler zu machen, wenn Du Texte schreibst, die von anderen Anzeigen inspiriert wurden.

Zu diesem Thema sind schon viele Bücher geschrieben worden. Du kannst auch einen Online-Kurs, der Dir die Grundlagen der PPC-Werbung beibringt, belegen.

Das Werbematerial (die Bilder) spielt übrigens auch eine wichtige Rolle bei der Erstellung von profitablen PPC-Kampagnen.

Nicht alle PPC-Anzeigen erlauben Bilder, darum treffen die unteren Ratschläge auf manche Plattformen eher zu, als auf andere.

Zudem haben die verschiedenen Werbeplattformen unterschiedliche Regeln, was das Erstellen von Werbematerial anbelangt.

Zum Beispiel darf man bei Facebook nur 20% des Bildes mit Text bedecken.

Du kannst bei Facebook allerdings „überzeugender“ mit visuellen Werbetexten arbeiten. Das Gleiche gilt für Display-Kampagnen bei Google. Aber Du solltest trotzdem vorsichtig sein.

Zum Beispiel kannst Du nicht „Hier klicken“ ins Bild einfügen.

Solltest Du die Regeln nicht befolgen, scheut Google nicht davor zurück, Deine Werbung abzuschalten – 2015 wurden 780 Millionen Werbeanzeigen aufgrund von Verstößen gegen die Richtlinien abgeschaltet.

Hier kannst Du die Regeln für Google Ads nachlesen.

Es ist immer eine gute Idee, andere Werbeanzeigen und deren Bilder zu untersuchen.

Achte besonders auf Werbung, die Dir regelrecht ins Auge springt und Dich motiviert, zu klicken. Immerhin hat die Werbung ihren Zweck erfüllt.

Bilder von Menschen funktionieren oft sehr gut.

Außerdem schneidet Werbung, die zu professionell aussieht, generell nicht so gut ab, wie die von einem „Amateur“.

Zum Beispiel erweckt die Werbung im unteren Bild viel Aufmerksamkeit, obwohl nicht viel Geld in die Gestaltung einer optisch ansprechenden Werbeanzeige gesteckt worden ist.

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Mit diesen Ratschlägen im Hinterkopf, versuch einfach mal einen Werbetext in das Bild einzufügen, der die Produkt-Vorteile erklärt.

Hier ist ein großartiges Beispiel, wie eine Werbeanzeige auf Facebook aussehen kann.

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Und hier sind einige Beispiele für Werbeanzeigen auf AdWords.

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Wenn Du eine Display-Werbung für Google gestaltest, experimentiere damit, den Call-To-Action auf Deiner Werbung wie einen Button aussehen zu lassen.

Du siehst das oft bei Display-Werbung auf Google, da es die Durchklickrate erhöht.

Keinen Split-Test

Mit einem Split-Test musst Du nicht mehr „raten“, was funktioniert und was nicht, wenn Du Deine Kampagne gestaltest.

Deine Daten beeinflussen Deine Entscheidungen und zeigen, was funktioniert.

Selbst die weltbesten PPC-Werbetreibenden müssen Split-Tests für ihre Anzeigen durchführen, um herauszufinden, welche Werbung am besten funktioniert.

Es kommt selten vor, dass die Dinge beim ersten Mal funktionieren – auch wenn Du ein Experte bist.

Wenn man es richtig macht, kann der Split-Test Deine Konversionen enorm verbessern.

Hier ist der Beispiel eines Split-Tests auf Facebook, der die Konversionen um 143% gesteigert hat.

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Wie führst Du einen Split-Test durch?

Du kannst einen Split-Test durchführen, indem Du kleine Variationen einer einzelnen Werbeanzeige erstellst.

Jede Variation gleicht dem Original, lediglich ein Aspekt wurde verändert.

Dann misst Du, wie diese Veränderung die Leistung der Werbung beeinflusst hat und entscheidest dann, ob Du einen Gewinner hast.

Wenn Du einen Split-Test für Deine Werbung durchführst, gibt es einige Dinge, die Du beachten solltest.

Achte zuerst darauf, dass Du nicht mehr als ein Detail änderst, weil Du sonst nicht weißt, was Deine Konversionen beeinflusst hat.

Es ist wichtig zu wissen, was die Veränderung bewirkt hat, weil Dir dieses Wissen unter Umständen ermöglicht Werbeanzeigen zu erschaffen, die vom Fleck weg gut funktionieren.

Zweitens, sobald Du eine erfolgreiche Werbeanzeige ermittelt hast, erhöhe Deine Werbeausgaben für diese Anzeige.

Mit Werbeplattformen wie Facebook arbeitest Du gegen die Zeit. Früher oder später stellt sich die Werbemüdigkeit“ ein.

Drittens, wenn Du einen Split-Test für Deine Werbungen durchführst, sei Vorsichtig damit in welche Gruppen Du sie einordnest.

Werbung innerhalb der gleichen Gruppe, und das gilt sowohl für Facebook als auch für AdWords, sind dafür bekannt, dass sie sich gegenseitig beeinflussen und deswegen die Zahlen verzerren.

Das passiert oft, da Werbeplattformen die Zahlen im Auge behalten und die Werbung mit der besten Leistung vor allen anderen der gleichen „Gruppe“ darstellen.

Das mag zwar eine gute Idee sein, aber wenn Du einen Split-Test durchführst, kann die Dinge aber durcheinander bringen.

Das trifft besonders dann zu, wenn Deine Werbung so wenig angezeigt wurde, dass sie für die Statistik irrelevant ist.

Eine Werbung, die innerhalb der ersten Stunde schlecht funktioniert, könnte am Ende des Tages eine der besten Werbeanzeigen sein.

Deswegen solltest Du verschiedene Werbegruppen für Deine Werbeanzeigen erstellen, wenn Du einen Split-Test durchführst.

Erstell verschiedene Anzeigen-Gruppen für jede Anzeigen-Variation auf Facebook. Benutze die unten dargestellte Kampagnen-Struktur als Inspiration.

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Benutze eine andere Werbegruppe für jede Anzeigen-Variation mit AdWords, wie unten dargestellt.

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Fazit

Wenn man die PPC-Werbung richtig einsetzt, kann sie ein Unternehmen erfolgreich machen.

Leider ruinieren die meisten Leute ihre PPC-Kampagne, weil sie dumme Fehler machen, die leicht vermieden werden können.

Wenn solche Fehler gemacht werden, geht Geld verloren und Ergebnisse bleiben aus. Das führt dazu, dass die Leute PPC-Werbung als ein schlechtes Mittel für die Kundengewinnung ansehen.

Allerdings brauchst Du Dir jetzt, nachdem Du diesen Beitrag gelesen hast, keine Sorgen mehr zu machen, dass Dir so etwas passieren könnte.

Du hast gelernt, wie Du Deine Werbung ausrichtest, sie richtig verteilst, wie Du erfolgreiche Werbetexte schreibst und einen Split-Test durchführt. Jetzt kannst Du eine erfolgreiche Kampagne anlegen.

Du wirst begeistert sein, wie leistungsstark eine gut geplante und ausgeführte PPC-Kampagne sein kann.

Wie hast Du dumme Fehler vermieden, die Deine PPC-Kampagnen hätten ruinieren können – erzähl mir davon!

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