Eine Anleitung zum nachmachen: Wie Du Deine E-Commerce-Verkäufe mit Facebook-Anzeigen ankurbelst

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Wenn Du den Erfolg Deines E-Commerce-Shops ausbauen möchtest, weißt Du sicher oft nicht, wo Du anfangen sollst.

Es gibt unglaublich viele Vorgehensweisen und Strategien, die Du umsetzen kannst. Manchmal kann man sich aufgrund dieser Vielfalt ein wenig überfordert fühlen.

In diesem Artikel möchte ich Dir ein paar einfache und bewährte Strategien vorstellen, die Dir dabei helfen, Deinen E-Commerce-Shop wachsen zu lassen.

Im Besonderen konzentrieren wir uns darauf, wie Du Facebook-Anzeigen nutzen kannst, um Deine E-Commerce-Verkäufe anzukurbeln.

Selbst wenn Du der Meinung bist, Du wüsstest schon alles über Facebook-Anzeigen, tu Dir den Gefallen und überflieg diesen Post wenigstens einmal, denn wir werden uns in die Materie vertiefen.

Wenn Du das Ende dieses Posts erreichst, wirst Du definitiv wissen, wie Du Facebook-Anzeigen benutzen kannst, um mit Deinem E-Commerce-Shop mehr zu verkaufen.

Los geht’s!

Führe Retargeting-Kampagnen durch

Du kannst Retargeting nutzen, um die Besucher, die das erste Mal nicht die von Dir gewünschte Aktion ausgeführt haben, zum E-Commerce-Shop zurückzuführen.

72% der Onlinekäufer lassen ihren Einkaufswagen stehen. In diesen Fall kann eine Retargeting-Kampagne diese Personen möglicherweise dazu veranlassen, ihren Kauf abzuschließen.

Folge dieser Anleitung zum nachmachen, um eine regelrechte Flut an E-Commerce-Verkäufen mit Facebook-Anzeigen zu erzeugen.

Wenn Du einen E-Commerce-Shop betreibst, kann Du das Retargeting folgendermaßen einsetzen:

  • „Erinnere“ Deine Kunden an ein Produkt, dass sie sich angesehen haben
  • Fördere Up- und Cross-Sells
  • Biete Preisnachlässe für Produkte, an denen die Leute interessiert sind
  • Bewirb verwandte Produktkategorien (das ist etwas anderes als Up-Sells und Cross-Sells): Falls Du Elektronik verkaufst, könntest Du einen Kühlschrank oder eine Mikrowelle bewerben; es kommt ganz darauf an, was der Kunde schon gekauft hat)
  • Bewirb etwas, wenn Leute ein mobiles Gerät benutzen

Schauen wir uns doch einmal an, wie Du eine Retargeting-Kampagne auf Facebook einrichten kannst.

Zuerst musst Du einen sogenannten „Facebook-Pixel“ auf Deiner Seite installieren.

Stelle sicher, dass dieser Pixel auf allen Seiten Deiner Webseite installiert wurde. Das gibt Dir die Möglichkeit, viele verschiedene Retargeting-Kampagnen durchzuführen.

Du kannst den Facebook-Pixel einrichten, indem Du Dich in Deinen Facebook-Ad-Manager-Account einloggst und die Pixel-Option auswählst.

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Dann kannst Du Deinen Facebook-Pixel erstellen.

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Gib Deinem Pixel einen Namen und lies Dir die Bedingungen durch.

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Dann ist das Facebook-Pixel startklar. Du kannst es dann entweder selbst installieren oder Deinem technischen Support-Team schicken.

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Für den Fall, dass Du es selbst installieren möchtest, bekommst Du einen Code.

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Hinweis: Du kannst sogar Konversionen mit dem Pixel verfolgen. Das hilft Dir dabei zu Überwachen, wer wann welche Aktion durchführt hat.

Hier sind die Standard-Konversionen, die Du verfolgen kannst:

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Wenn Du diese Konversionen folgen möchtest, musst Du den Code für jede Seite, die Du überwachen möchtest, anpassen. Die Einstellungen, die Du vornehmen musst, findest Du in der oberen Tabelle, in der Spalte „Standard Event Code“.

So fügst Du den Code (und jede beliebige Einstellung) ein:

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Du kannst auch individuelle Konversionen hinzufügen.

Überprüfe mit dem Pixel Helper Plugin für Chrome, ob Dein Pixel richtig installiert wurde.

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Sobald Du den Pixel installiert hast, kannst Du Deine Retargeting-Kampagne einrichten.

Dafür musst Du eine benutzerdefinierte Zielgruppe erstellen. Das ist eine ausgewählte Gruppe von Leuten, die Du mit Deinen Anzeigen ansprechen willst.

Dafür klickst Du zuerst die „Audiences“-Option oder besuchst https://www.facebook.com/ads/manager/audiences/.

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Dann wähl die „Custom Audience“-Option aus.

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Und schließlich die „Website Traffic“-Option.

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Danach kannst Du Deine kundenspezifische Zielgruppe erstellen. Die Informationen, die Du hier einfügst, bestimmen wer Deine Anzeigen sieht.

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Wenn ich also auf die „Website Traffic“-Option klicke, habe ich folgenden Datenpunkte zur Auswahl.

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Wenn ich eine ganz simple Retargeting-Kampagne durchführen möchte, die meine zukünftigen Kunden an ein Produkt, das sie sich mal auf meiner Seite angesehen haben, erinnert, dann wähle ich „People Who Visit Specific Web Pages“ aus.

Dann kann ich Retargeting-Anzeigen laufen lassen, die sich an bestimmte Webseiten-Besucher wenden.

Nehmen wir als Beispiel einfach mal an, dass ich ein Möbelgeschäft habe und erneut Leute ansprechen möchte, die sich „Eichentische“ angeschaut haben.

Ich kann „Tische“ und „Eiche“ eingeben, um sicherzugehen, dass die Retargeting-Anzeigen nur den Leuten gezeigt werden, die vorher schon mal Seiten mit Eichentischen besucht haben.

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Wenn ich potenzielle Kunden ins Visier nehmen möchte, die sich vorher schon mal „Eichentische“ angeschaut UND die Checkout-Seite besucht haben, aber noch nichts gekauft haben, dann kann ich kundenspezifische Kombinationen erstellen.

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Hier siehst Du, dass ich meine Anzeige so eingestellt habe, dass sie nur Leuten gezeigt wird, die sich Eichentische angeschaut und dann die Checkout-Seite besucht haben. Ich habe alle Kunden ausgeschlossen, die schon die „Vielen Dank“-Seite gesehen haben.

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Denn die „Vielen Dank“-Seite wird den Leuten gezeigt, sobald sie ihren Einkauf erfolgreich abgeschlossen haben. Durch den Ausschluss dieser Kundengruppe stelle ich sicher, dass ihnen keine Anzeigen mehr gezeigt werden, nachdem sie die von mir gewünschte Handlung – den Einkauf – vervollständigt haben.

Idealerweise möchtest Du einen Ausschluss für alle Kampagnen einstellen, um zu verhindern, dass Leute irrelevante Anzeigen sehen. Ein Ausschluss erfolgt, wenn die gewünschte Handlung durchgeführt wurde.

Die Laufzeit der Retargeting-Kampagne hängt von der Art oder dem Ziel der Retargeting-Kampagne selbst ab.

Eine „Erinnerungs“-Kampagne kann man 30-40 Tage lang laufen lassen, aber eine „Checkout-Erinnerung“ muss nur ca. 10 Tage durchgeführt werden. Wenn Kunden in diesem Zeitraum nichts kaufen, werden sie wahrscheinlich nie etwas erwerben.

Wenn Du eine benutzerdefinierte Zielgruppe erstellt hast, die Deinen Anforderungen entspricht, richtest Du Deine Kampagne so ein, wie Du es normalerweise tust, und wählst dann Deine Zielgruppe unter „Custom Audiences“ aus.

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Hinweis: Wenn Du Deine Anzeigen entwickelst, vergiss nicht Deine Zielpublikum darauf hinzuweisen, dass sie an etwas erinnert wurden.

Das bietet oft einen Anreiz, um Kunden zu ermutigen, ihre Abwicklung zu vervollständigen.

Oft vervollständigen Kunden ihren Kauf dann.

Wenn Du Verlangen erzeugen und zu einer Handlung ermutigen kannst, dann werden Deine Reatrgeting-Maßnahmen weitaus besser von den Kunden aufgenommen.

Falsch ausgeführte Retargeting-Kampagnen können einen schlechten Eindruck hinterlassen. Doch richtig durchgeführt, werden sie oft mit Wohlwollen betrachtet.

Um das zu erreichen, musst Du auf Deine Kunden zugeschnittene Anzeigen für Deine Retargeting-Kampagnen erstellen, die relevant sind und einen Mehrwert bieten. Die Werbeanzeige unten ist ein gutes Beispiel dafür.

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Wenn Du einen sehr großen E-Commerce-Shop hast, kannst Du auch mal einen Blick auf die „Dynamischen Produktanzeigen“ werfen.

Das ist eine Funktion, mit der Facebook fast schon automatisch Deine Retargeting-Kampagnen durchführt.

Um Dynamische Produktanzeigen laufen zu lassen, musst Du Produkt-Feeds hochladen.

Das ist ein relativ komplexer Prozess, auf den wir hier nicht weiter eingehen wollen. Du kannst aber gern hier mehr darüber erfahren.

 

Benutze Lookalike-Audiences

Du kannst Deinem E-Commerce-Shop noch mehr Verkäufe bescheren, wenn Du Deine Anzeigen auf „Lookalike Audiences“ ausrichtest.

Lookalike Audiences sind durch Facebook erstellte Gruppen, die bestimmte Ähnlichkeiten mit Deinen schon existierenden Zielgruppen aufweisen.

Lookalike Audiences sind eine nähere Betrachtung wirklich wert, da sie Dir die Möglichkeit bieten, Deine Anzeigen mit größerer Genauigkeit zu planen. Das Nutzen einer Lookalike Audience kann Dir häufig auch das Rätselraten ersparen, wenn um das anvisieren des richtigen Publikums geht.

Zusammen genommen haben diese Maßnamen das Potential, Dir einen besseren ROI für Deine Kampagnen zu bescheren, da Deine Anzeigen für die Nutzer, die sie sehen, relevant sind.

Wenn Du ein Lookalike Audience erstellen möchtest, dann besuch einfach den „Audiences“-Bereich: https://www.facebook.com/ads/manager/audiences.

Diesmal klickst Du auf „Lookalike Audiences“ im „Create Audience“-Menü.

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Dann musst Du einige Parameter eingeben, damit Facebook ein Lookalike Audience erstellen kann, das einer schon existierenden Zielgruppe ähnelt.

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Beim Erstellen einer Lookalike Audience musst Du Dich zuerst entscheiden, was Du mit Deiner Werbekampagne erreichen möchtest.

Möchtest Du ein bestimmtes Produkt verkaufen?

In diesem Fall musst Du eine Zielgruppe mit Personen, die dieses Produkt bereits erworben haben, zusammenstellen.

Oder möchtest Du mehr Leute zum Lesen eines bestimmten Artikels auf Deiner Seite motivieren?

Dann erstell eine Zielgruppe mit Personen, die diesen Artikel schon gelesen haben, und gib diese Information dann an Facebook weiter, wenn Du Lookalike Audiences entwickelst.

Es ist außerdem durchaus ratsam eine kundenspezifische Zielgruppe mit E-Mail-Adressen und Telefonnummern zu erstellen.

Möglicherweise möchten Du Deine eigenen Daten hochladen, wenn Du nicht ewig darauf warten willst, bis Facebook Dir eine kundenspezifische Zielgruppe, anhand der zukünftigen Besucher Deiner Seite, erstellt.

Ob Du das machen kannst oder nicht, hängt von den Daten ab, die Du bereits gesammelt hast.

Falls Du Deine Lookalike Audience wirklich gezielt ansprechen möchtest, solltest Du einen „Conversion Tracking Pixel“ verwenden.

Dieser Pixel stellt sicher, dass Facebook nur Leute in Visier nimmt, die wahrscheinlich eine bestimmte Handlung auf Deiner Seite vornehmen werden.

Sobald Du die Basis Deines Publikums festgelegt hast, aus dem Facebook die Lookalike Audience entwickeln soll, musst Du entscheiden, wie sehr Die Lookalike Audience diesem Publikum ähneln soll.

Belasse die Zielgruppengröße zunächst bei 1, da Deine Kampagne auf diese Weise zielgerichtet bleibt.

Sobald Du Ergebnisse erzielst, solltest Du die Zielgruppengröße bei „1“ belassen, kannst aber ein anderes Land ausprobieren. Das könnte Dir billigere Klicks liefern und Deine Kampagnen – bei gleichbleibenden Ergebnissen – günstiger machen.

 

Erzähl die Geschichte Deiner Marke, bevor Du etwas verkaufst

Viele Vermarkter versuchen oft, potenzielle Kunden schnell vom Kauf zu überzeugen.

Dieses Überstürzen kann jedoch oft zu verringerten Verkaufszahlen führen.

Es geht aber auch anders.

Eine Verkaufskampagne, eingebettet in eine interessante Geschichte, ist eine gute Alternative.

Auch bekannt als „Unterstützte Call-To-Action“-Kampagnen, erhöht das Erzählen einer Geschichte während einer Werbekampagne Deine Conversion-Rate.

Es gibt Zahlen, die das bestätigen.

Adaptly führte eine Studie durch, bei der zwei Kampagnen zur selben Zeit liefen.

Eine Kampagne konzentrierte sich von Anfang an strikt auf den Gewinn von Abonnenten.

Die andere Werbekampagne erzählte in aufeinanderfolgenden Anzeigen eine Marken-Geschichte, bevor der Kunden sich anmelden konnte.

Beide Anzeigen wurden durch das Benutzen von Lookalike Audiences gezielt im Newsfeed angezeigt.

Adaptly fand heraus, dass die Anzeige mit der Geschichte die Anmeldungsrate um 56% erhöhte. Ausserdem konnten 87% mehr Landing-Page-Besuche erzielt werden.

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Die obere Grafik macht es deutlich, je mehr Geschichten dem Publikum gezeigt wurden, desto eher führten die Nutzer die gewünschte Handlung aus.

Wenn Du eine Kampagne durchführst, überlege Dir, ob Du nicht vielleicht eine Marken-Geschichte erzählen möchtest, bevor Du Dein Publikum fragst, ob sie etwas von Dir kaufen wollen.

Auf diese Weise baust Du Vertrauen auf und verbesserst Deinen Ruf. Das hilft Dir dabei, die Empfänglichkeit Deines Publikums für Deine Werbebotschaften zu erhöhen.

Falls Du Dir nicht sicher bist, wie Du die Geschichte Deiner Marke am besten erzählen kannst, könnten die folgenden Ansätze hilfreich sein:

  • Zeig, wie Dein Produkt hergestellt wird
  • Erkläre, wie Du auf die Idee für das Produkt gekommen bist
  • Befrag die Produkthersteller
  • Mach eine Tour durch die Fabrik

Einige der größten Marken nutzen diese Vorgehensweise. Schau Dir mal den Screenshot von Rolls Royce unten an.

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Wenn Du diese Art von Kampagne verwendest, kannst Du die Videoanzeigen von Facebook benutzen. Dann sorgst du dafür, dass Deine Kampagnen die Publicity bekommen, die sie brauchen.

 

Werbung auf Instagram

Werbung auf Instagram kann auch sehr interessant sein. Die meisten E-Commerce-Shops finden, dass ihre Fähigkeit, bestimmte Produkte zu verkaufen, von der Qualität der Bilder, die das Produkt zeigen, abhängt.

Darum wird viel Aufwand betrieben, um qualitativ hochwertige Produktfotos zu machen, die den Artikel ins beste Licht rücken.

Wenn Du hochwertige Fotos hast, könnte Dein Produkt auf Instagram erfolgreich sein – eine Plattform, die von Bildern lebt.

Du kannst auch die Vorteile der Zielgruppenausrichtung, die Facebook bietet, ausnutzen, um sicherzugehen, dass Dein ansprechendes Bildmaterial dem richtigen Publikum gezeigt wird.

Happily Unmarried hat es geschafft, seine monatlichen Verkäufe durch Werbung auf Instagram um den Faktor 12 zu steigern.

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Dank der Produktfotos, die das Produkt klar und deutlich im Einklang mit der Zielgruppe, Männern im Alter von 18-35 Jahren, darstellen, konnte das Unternehmen eine Werbekampagne auf Instagram umsetzen, die für eine gehörige Portion Engagement sorgte.

Hier ist noch ein Beispiel eines Unternehmens, von T.M Lewin.

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Die Marke ist über 100 Jahre alt. Aber das hielt das Unternehmen nicht davon ab, Erfolg mit einer Kampagne auf dieser modernen sozialen Plattform zu haben.

Und wieder, dank des Bildmaterials, das bei der Zielgruppe extrem gut ankam, war T.M Lewin auf Instagram erfolgreich.

Tatsächlich konnten sie mit Instagram-Anzeigen die Kosten der Kundenakquise um das neunfache senken.

Außerdem benutzten sie die Karussell-Funktion, die ihnen erlaubte, mehrere Bilder in einer einzigen Anzeige zu präsentieren.

Fazit

Facebook-Anzeigen können Dein E-Commerce-Unternehmen schnell wachsen lassen. Wenn Du weißt, wie man sie richtig durchführt.

Wir haben in diesem Artikel ein paar Taktiken für Fortgeschrittene angesprochen, die Du benutzen kannst, um die Verkäufe Deines Online-Shops anzukurbeln. Das Retargeting, das Erzählen einer Marken-Geschichte oder Lookalike Audiences sind die Beispiele, die ich oben aufgeführt habe.

Das schöne an Facebook-Anzeigen ist, dass sie Dich persönlich nicht so sehr in Anspruch nehmen, wenn Du eine aktive Kampagne hast.

Investiere ca. $10 pro Tag, um zu sehen, welche Vorteile diese Plattform für Deinen E-Commerce-Shop bringen kann.

Fang sofort an und finde heraus was möglich ist.

Viel Erfolg!

Hast Du Tipps, die Du mit uns teilen kannst, wenn es um das Wachstum eines E-Commerce-Shops mit Facebook-Anzeigen geht? Berichte uns davon in den Kommentaren!

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