Die Zukunft des SEO: 5 Statistiken, die zeigen, wie es mit Google weitergeht

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Laut eines Berichtes von Shareaholic im Jahr 2014, haben soziale Netzwerke die Onlinesuche als die Nummer 1 Quelle für Website-Referral-Traffic abgelöst. Und wenn Du Dir das Ganze mal genauer etwas ansiehst, wirst Du erkennen, dass sich der Traffic der sozialen Netzwerke schon seit 2011 extrem zunimmt.

Mobile Apps und Nachrichtendienste dienen auch als primäre Quelle für Traffic und ziehen die Aufmerksamkeit des Verbrauchers auf sich.

Willst Du die Zukunft des SEOs kennen lernen? Dann sieh Dir diese 5 Statistiken an um zu sehen, wie es mit Google weitergeht.

Bedeutet das etwa, dass die Suchmaschinen ihre Relevanz verloren haben? Worin liegt dann der Sinn SEO überhaupt durchzuführen, wenn es Suchen in 5 Jahren nicht einmal mehr geben wird?

Ich hörte viele Gurus sagen ‚das SEO ist tot‘.

Hm…

Nicht wirklich.

Search-Traffic ist nachhaltig, wiederholbar und langlebig. Verbraucher suchen auf Google immer noch nach Produkten, wenn sie einkaufen.

SEO ist mehr als lebendig und ich sehe keinen Anlass, zu glauben, dass es schwächer wird, zumindest nicht in den nächsten 5 Jahren.

Da Vermarkter wie Du das SEO nicht aufgeben, wird der Markt immer umkämpfter. Um aus der Masse herauszustechen, musst Du Dich über die neuesten Trends auf dem Laufenden halten.

Fünf Jahre sind im schnelllebigen Internetgewerbe eine halbe Ewigkeit. In diesem Artikel findest Du Vorhersagen für die SEO-Landschaft.

Werden wir es schaffen, das neue SEO-Zeitalter zu erkennen? Auch in der Welt der omnipräsenten sozialen Netzwerke und Smartphones?

Lass uns versuchen anhand der Veränderungen, die Du erwarten kannst, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Die Entdeckung von Inhalten geht weit über den Web-Browser hinaus

Zu Beginn war es nicht mehr als ein Schlagwort. Mittlerweile ist die mobile Nutzung eine der Hauptarten, um im Internet zu surfen. ComScore fand heraus, dass wir den Wendepunkt bereits überschritten haben.

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Und tatsächlich behauptet ein aktueller Bericht, dass die mobile Nutzung bereits die Haupt-Handelsquelle ist.

Die Zahl der Smartphone-Besitzer steigt immer noch an. Laut Statista, wird der Internetzugriff vom Handy weltweit bis 2018 auf 61,2% ansteigen. image11

Das kleine Display wird uns immer vertrauter und wir gewöhnen uns daran, es für alle alltäglichen Aktivitäten zu nutzen. Google hat enthüllt, dass die mobile Suche die Desktop-Suche mittlerweile überholt hat.

Doch auf dem Handy öffnest Du nicht einfach eine Suchmaschine im mobilen Browser, um Informationen zu erhalten.

Es gibt eine bessere Methode, die ein besseres Nutzererlebnis bietet…

Mobile Apps.

84% unserer Zeit auf dem Handy verbringen wir mit Applikationen.

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Hier eine Übersicht der Kategorien, die die Zeit zeigt, die wir mit mobilen Apps verbringen.

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Soziale Netzwerke nehmen den Spitzenplatz ein. Laut eines Business-Insider-Berichtes sind der Facebook Messenger und WhatsApp allen anderen voraus.

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Und in der Tat kommen 70% aller Online-Verweise aus „dunklen“ (Nutzer-Nutzer), sozialen Interaktionen (inklusive Nachrichtendiensten, dem privaten Browsen und E-Mails).

Können wir daraus also schließen, dass mobile Apps in 5 Jahren zur Norm werden?

Halt, nicht so schnell.

Der einzige Weg, um an neue Apps zu kommen, sind Google Play und der iTunes-Shop. Und der Inhalt der Apps kann nicht mit der Suche erfasst werden.

Google katalogisiert den Inhalt der mobilen Apps schon seit über 2 Jahren. Zudem hat Google ein Experiment angekündigt, in dem der Inhalt einer App aus der Cloud gestreamt werden kann. Schon bald kannst Du also App-spezifischen Inhalt sehen, sogar ohne die App zu installieren.

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Das oben beschriebene Experiment von Google mag zwar funktionieren:

Das Herunterladen einer neuen mobilen App bedeutet aber mehr Interaktionskosten für den Nutzer. Du kannst von einem Neukunden nicht erwarten, dass er andere nützliche oder unterhaltsame Apps löscht, um Platz für Deine App zu schaffen.

Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer lädt im Schnitt so gut wie keine neue App im Monat herunter.

Die App-Übersättigung gibt es wirklich.

Eine mögliche Lösung für dieses Problem könnte sein, ein Bot-Ökosystem innerhalb der Nachrichtendienste zu erstellen – die größeren Apps (mit denen die Nutzer den Großteil ihrer Zeit verbringen) würden sich dann mit den kleineren zusammenschließen.

WeChat arbeitet bereits mit Bots in seiner App. Die 600 Millionen Nutzer können Taxis buchen, Spiele spielen, Kinotickets kaufen, Bankangelegenheiten erledigen und vieles mehr, ohne die App verlassen zu müssen.

Facebook und Kik haben ihren eigenen Bot-Shop auch schon angekündigt.

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Beurteilung: In den kommenden 5 Jahren werden Nachrichtendienste und Suchmaschinen (Web-Browser) die Suche nach neuen Inhalten ergänzen.

Links spielen immer noch eine Rolle … nur nicht so, wie Du denkst

Im Moment sind Rückverweise die beste Methode, um Deine organischen Rankings zu verbessern. Doch sind sie deshalb auch der beste Weg, um die Antworten auf jegliche Suchanfrage zu finden?

Nicht wirklich.

Vor nicht allzu langer Zeit, konnten Suchmaschinen mit Black-Hat und spammigem Linkaufbau getäuscht werden. So gelangten Webseiten mit schwachen und unwichtigen Inhalten an die Spitze der Ergebnisse.

Dank der Panda- und Penguin-Algorithmen sind Google-Bots nun aber wesentlich ausgereifter. In 5 Jahren wird der manipulative Linkaufbau wahrscheinlich vollständig der Vergangenheit angehören – und wird nicht mal mehr kurzfristig funktionieren, wie er es jetzt manchmal noch tut.

Doch wie steht es mit dem relevanten, seriösen Linkaufbau?

Laut Matt Cutts,

könnten Links an Wichtigkeit verlieren, sobald Google lernt, Sprachen zu verstehen.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=iC5FDzUh0P4]

Meiner Meinung nach bleiben Links, die Deiner Webseite über Verweise Traffic bringen, auch weiterhin wichtig. 

Lass mich das etwas genauer ausführen – Ein Besucher wird nicht jedem externen Link folgen, den er im Artikel sieht.

In diesem Artikel habe ich beispielsweise einen Link geteilt, der zeigt, wie man 10.000 Seitenaufrufe mit Reddit-Marketing erhalten kann. Du willst aber vielleicht gar nicht genauer nachforschen.image15

Doch wenn Du es schaffst, einen Rückverweis über die Empfehlungsseite eines angesagten Bloggers zu erhalten, dann erhältst Du Traffic ohne Ende. Beispielsweise werden Rise to the Top, Convert Kit und Lead Pages auch weiterhin Traffic über die Empfehlungsseite von Pat Flynn erhalten.

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Auf die gleiche Weise sind Erwähnungen von Dir oder Deiner Marketingkampagne in den traditionellen Medien und Branchenpublikationen für Unternehmen weiterhin wichtig.

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Sogar vor dem Zeitalter der Suchmaschinen schlossen sich Unternehmen zusammen und tauschten Werbung aus, um ihre Publicity zu verbesern. Und selbst wenn Links einen Teil ihres Wertes für Google verlieren, Webseiten mit mehr PR und Erwähnungen auf beliebten Blogs sind weiterhin relevant und ziehen Traffic an.

Für innovative Marketing-Strategien, die automatisch Rückverweise bilden, ist immer Platz. Hier findest Du mehr zu 8 kreativen Strategien für den Linkaufbau.

 

Webseiten, die ein überragendes Nutzererlebnis bieten, stehen auf dem Siegertreppchen ganz weit oben

 

Wenn nicht Links, was ist dann die Zukunft des SEO?

Wie zuvor bereits erwähnt, ist es die Nutzererfahrung.

Wenn Du ein langlebiges und beständiges Unternehmen aufbauen willst, musst Du auf wiederkehrende Kunden setzen. Laut Harvard Business Review, hilft der Anstieg der Kundenbindung um 5% dabei, den Gewinn um 25% zu steigern.

Du kannst nicht erwarten, dass ein Besucher auf Deine Webseite zurückkehrt, wenn sein erster Besuch enttäuschend war, oder?

Deshalb stehen relevante Inhalte, die die Erwartungen der Nutzer erfüllen, im Mittelpunkt. Darüber hinaus, wenn Deine Webseite nicht handy-freundlich ist, langsam lädt, schwer zu navigieren ist oder schlecht aussieht, verkümmern Deine Rankings langsam aber sicher.

Ich ernte die Früchte für ein exzellentes Nutzererlebnis – mit einem Ranking auf Platz 2 für den Suchbegriff “Online-Marketing”.

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Mein Leitfaden schlägt Plattformen wie CopyBlogger und Marketing Donut, weil ich fachbezogene Experten und Profis eingestellt habe, die Texte überzeugend formulieren und elegante Designs für mich erstellen.

Du kannst Dich auf diese 3 Kennzahlen verlassen, um zu überprüfen, wie zufrieden Deine Kunden sind, wenn sie Deine Webseite besuchen.

1. Die durchschnittliche Sitzungsdauer Deiner Webseite – Wenn Deine Webseite relevant für ein Suchergebnis ist, bleibt der Besucher länger, um sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Vielleicht bleibt er sogar, um ähnliche Artikel auf Deiner Webseite zu lesen.

Brian Dean hat bekanntgegeben, dass Backlinko’s durchschnittliche Sitzungsdauer über 4 Minuten beträgt. Das ist sehr viel, wenn man bedenkt, das die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne bei nur 8 Sekunden liegt.

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2. Die Absprungrate – Wenn ein Nutzer wegen eines Suchergebnisses auf Deine Webseite klickt, dann aber enttäuscht wird, klickt er auf den Zurück-Button und klickt auf ein anderes Ergebnis, das relevante Inhalte enthält und auf seinen Schmerzpunkt eingeht.

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Dieses Verhalten nennt sich Pogo-Sticking und es schickt ein negatives Feedback an Google. Es erhöht nicht nur Deine Absprungrate, dieses Signal kann auch Dein Suchmaschinen-Ranking schwächen.

3. Die Click-Through-Rate (CTR) – Ist Deine Platzierung für ein branchen-relevantes Schlüsselwort ausreichend?

Nein.

Wenn Deine Überschrift und Deine Meta-Beschreibungen nicht überzeugend sind, solltest Du nicht erwarten, dass Suchende Deine Webseite besuchen.

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Auf WordPress kannst Du das Yoast SEO-Plugin nutzen, um Deine Meta-Beschreibungen und Überschriften im Dashboard zu bearbeiten.

Um auf diese 3 Kennzahlen zuzugreifen, logg Dich in Deinen Google-Search-Console-Account ein und geh in der Navigationsleiste auf Search Traffic >> Search Analysis.

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Es ist eine gute Strategie, Dein Publikum zu beobachten, um festzustellen, ob Du die Bedürfnisse erfüllst. Qualaroo ist ein großartiges Tool, um Einblicke in Deine Kunden zu erhalten.

 

Die Grenzen zwischen den sozialen Netzwerken und den Suchmaschinen verschwimmen

Soziale Netzwerke reifen seit 2011 heran. Suchmaschinen gibt es nun seit über 15 Jahren und es hat ein bisschen gedauert, bis wir sie gewohnheitsmäßig nutzten.

Facebook hat sich bereits ein große Fangemeinde aufgebaut, und erhält täglich ungefähr 1,5 Milliarden Suchanfragen. Ich sage Dir, bei diesen Suchanfragen geht es nicht nur um Personen. Beim Großteil der Suchen geht es um Inhalte, die andere Facebook-Nutzer geteilt haben.

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In 5 Jahren wird die Diskussion, ob Anfragen der sozialen Netzwerken das SEO positiv beeinflussen der Vergangenheit angehören. Die sozialen Profile werden nicht nur beim Indexiren Deiner Webseite helfen, Suchmaschinen werden den Inhalt sozialer Netzwerke wahrscheinlich auch katalogisieren. Social-Media und die Suche werden sich zusammenschließen und das Internet bilden.

Schon jetzt tauchen Spuren von Inhalten aus den sozialen Netzwerken in den Suchmaschinen auf. 

Twitter und Google sind jetzt Partner. Tweets von seriösen Twitter-Accounts (mit vielen Followern) werden von Google katalogisiert und erscheinen in den SERPs.

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Darüber hinaus nutzt Google seine Wissens-Grafik, um Deine Fragen mit reichhaltigen Inhalten, die Medien (nicht nur reinen Text) enthalten, zu beantworten.

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Neben Musikvideos liefert Google auch direkte Antworten auf einfach zu beantwortende Fragen.

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Facebook und Google werden voraussichtlich nicht offiziell kooperieren. Aber Du kannst davon ausgehen, dass Tools von Drittanbietern eine große Rolle dabei spielen werden, um die Lücke zwischen Suche und Social-Media zu füllen.

Indem Daten Deiner sozialen Netzwerkprofile und Sucheinstellungen extrahiert werden:

Siehst Du personalisierte Ergebnisse, die für Deine Suchen relevant sind und von Deinen Freunden/Followern in den sozialen Netzwerken geteilt wurden.

Das Tool wird dann vielleicht ähnlich aussehen wie die Evernote-Sidebar neben den Google-Suchergebnissen. Sie zeigt 3 relevante Artikel, die in Deinen Evernote-Notizbüchern gespeichert wurden, wenn Du eingeloggt bist.

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Alternativ kannst Du zudem davon ausgehen, dass soziale Netzwerke es ablehnen werden, Besucher zurück auf Deine Webseite zu schicken. Sie werden all Deine Inhalte auf ihren eigenen Plattformen anzeigen, um die Nutzer zu halten.

Facebook hat bereits Instant-Artikel angekündigt, die kein Click-Through erfordern. Geh also davon aus, dass andere Plattformen nachziehen.

Was bedeutet diese Dezentralisierung Deiner Inhalte außerhalb Deiner Webseite?

Du musst vielleicht verschiedene Techniken zur Optimierung für soziale Netzwerke anwenden, um Deinen Inhalt neu auszurichten und Aufmerksamkeit zu bekommen.

 

Die Personalisierung wird zum zentralen Thema für digitale Assistenz und Voice-SEO

Hast Du schon mal Google Now oder Siri benutzt?

Sie sind virtuelle Assistenten, die Deine Anfragen zu Wetter, Pendelzeit und dergleichen beantworten.

Google bietet diese personalisierten Suchergebnisse seit 2009. Doch da wir uns nun alle vom Desktop zu mobilen Geräten bewegt haben, werden per Stimmbefehl aktivierbare persönliche Assistenten immer wichtiger.

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Basierend auf Deinen vorherigen Suchen und dem Kontext liefern diese Assistenten direkt die relevantesten Ergebnisse (und entfernen alle Zwischenschritte). Kein Feilschen mit passenden Keywords mehr. Es geht um Semantik – die Bedeutung der Worte spielt eine Schlüsselrolle.

Ein Beispiel – Wenn Du ein Tommy Hilfiger T-Shirt bestellt hast, dann wird Alexa (der persönliche Assistentin von Amazon) diese Information hervorholen und mich fragen, ob ich das T-Shirt erneut bestellen will.

In 5 Jahren musst Du Deine Suchanfragen wahrscheinlich nicht mehr strukturieren oder Schlüsselwörter benutzen. Persönliche Assistenten werden dann in der Lage sein, ein normales Gespräch mit Dir zu führen.

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Fazit

Die Welt der Suchanfragen entwickelt sich sehr schnell. Wenn Du willst, dass Deine Marke relevant bleibt, musst die Dich immer wieder ans veränderte digitale Klima anpassen.

Im Internet 3.0 werden die soziale Medien eine große Rolle in den Suchergebnissen spielen. Soziale Plattformen könnten sogar zur primären Quelle für das Finden von Inhalten werden.

Doch die Welt der Suche ist nicht vom Aussterben bedroht. Stattdessen wird sie sich weiterhin ausbreiten und entwickeln. Du solltest besonders darauf achten, dass Du eine Webseite erstellst, die die Schmerzpunkte Deines Publikums berücksichtigt und ein hervorragendes Nutzererlebnis bietet. 

Traditioneller Linkaufbau ist dann vielleicht überholt. Lass Deiner Kreativität also freien Lauf und erstell Marketing-Kampagnen, die Deiner Marke gute Publicity bringen. Ganz nebenbei bekommst Du dann auch Links von seriösen Webseiten, die ebenfalls verweisenden Traffic liefern.

Die Zukunft der Suche ist unsicher, erwarte aber revolutionäre Veränderungen. Und bereite Dich auf eine abenteuerliche Reise vor.

Bist Du anderer Meinung, was die Vorhersagen für SEO betrifft? Wie wird sich die SEO-Landschaft, Deiner Meinung nach, in den kommenden 5 Jahren entwickeln?

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