Die 4 Elemente erfolgreicher Anzeigen auf Facebook, Google und Twitter

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Die organische Werbung auf allen Social-Media-Plattformen ist und bleibt enttäuschend.

Sogar Vermarkter mit hunderttausenden Followern bekommen nicht mehr als ein paar hundert Klicks auf ihre Webseite.

Für diesen Rückgang gibt es viele Gründe. Aber der wichtigste ist wahrscheinlich der zunehmende Wettbewerb, da sich immer mehr Unternehmen den sozialen Medien anschließen und ihre Inhalte teilen.

Wenn Du ernsthaft neue Menschen erreichen und Dein Unternehmen in den sozialen Medien ausbauen möchtest, musst Du Anzeigen schalten. Und je eher Du mit dem bezahlten Marketing beginnst, desto besser – dann bekommst Du einen besseren ROI für Deine Inhalte.

Ich habe mit dem bezahlten Marketing auf den meisten Social-Media-Plattformen experimentiert und einen guten ROI erzielt. Ich kann nicht versprechen, dass jeder von euch die gleichen Ergebnisse erzielen wird.

Aber es lohnt sich für jedes kleine Unternehmen, mit bezahlten Anzeigen auf Facebook, Google und Twitter zu experimentieren, denn die Zielgruppen der meisten Unternehmen sind dort zu finden.

In diesem Beitrag will ich Dir 4 Prinzipien zeigen, die Dir zum Erfolg auf diesen 3 Plattformen verhelfen können. Wie immer stelle ich jedes Element mit spezifischen Beispielen und umsetzbaren Strategien vor.

Bist Du bereit, mit bezahlten Anzeigen so richtig durchzustarten?

Dann legen wir los.

1. Respektiere die Plattform und ihre Richtlinien

Das ist doch klar, oder?

Noch immer verbraten viele Vermarkter ihr Geld und nehmen sich nicht mal die Zeit, um sich mit den Richtlinien der Plattform vertraut zu machen.

Du könntest Dich versuchen, Sex als Marketing-Tool in Deiner Anzeige zu benutzen. Aber Facebook sagt in den Werberichtlinien ganz klar dass sie gegen sexuelle und sexuell aggressive Bilder sind.

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Alle 3 Plattformen sind auch stark gegen rassistische und gewalttätige Inhalte. Hier ist ein Beispiel aus den Werberichtlinien von Google. Unter diesem Link kannst Du mehr über verbotene Inhalte auf Facebook erfahren.

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Generell wollen die 3 Plattformen auch nicht, dass Du Fotos und Material im Zusammenhang mit altersbeschränkten Themen, wie z.B. Alkohol, verwendest. Wenn Du Länder mit strengen Alkoholbeschränkungen anvisierst, musst Du sogar noch vorsichtiger sein. Hier kannst Du etwas mehr über das Vorgehen von Twitter in Bezug auf Alkohol lesen.

Willst Du mit bezahlter Werbung erfolgreich sein? Dann brauchen Deine Anzeigen diese 4 Elemente.

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Alle Plattformen haben spezifische Richtlinien, an die Du Dich halten musst. Wenn Du „Facebook“ in Deiner Anzeige auf Facebook erwähnst, musst Du das „F“ unbedingt groß schreiben. Und Du darfst das Facebook Logo nicht benutzen. Tatsächlich ist der Verstoß gegen diese Richtlinie einer der zweit häufigsten Gründe, warum Anzeigen die Prüfung durch Facebook nicht bestehen.

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Alle 3 Plattformen wollen auch die Sicherheit der Nutzerdaten gewährleisten. Wenn Du also Daten wie Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und ähnliches sammelst, musst Du Dich darum besonders gut kümmern. Du solltest keine sensiblen Daten, wie Kreditkarteninformationen, die sexuelle Orientierung der Nutzer und ähnliches auf einem nicht gesicherten Server sammeln.

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Hier kannst Du die Datenschutz-Richtlinien von Google und hier die von Twitter einsehen.

Ich habe nur ein paar grundlegende Werberichtlinien angesprochen. Ich empfehle Dir, die Richtlinien jeder Plattform vollständig durchzulesen:

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  1. Facebook Werberichtlinien
  2. Google AdWords Werberichtlinien
  3. Twitter Werberichtlinien

Wenn Du spezifische Fragen hast, kannst Du die Suchleiste verwenden, um zum relevanten Bereich zu gelangen.

2. Der Nutzer bekommt eine klare Vorstellung davon, was Du in der Anzeige anbietest

Wie fühlst Du Dich, wenn ein Unternehmen beim Wert seiner Produkte übertreibt?

Wenn Du das Produkt aufgrund seines Wertes kaufst, fühlst Du Dich als Käufer verschaukelt, wenn Du merkst, dass das Produkt Deine Erwartungen nicht erfüllt.

Das Marketing hat inzwischen aufgrund der wenigen zwielichtigen Werbungen, die Produkte zu sehr anpreisen und die Kunden täuschen, einen schlechten Ruf. Ich würde Dir empfehlen, immer korrekt und anständig zu bleiben. Ich habe Dir bereits gezeigt, dass Du es nicht übertreiben musst, auch wenn Du Dich wirklich um die Probleme Deiner Kunden kümmerst.

In Deinen Anzeigen musst Du dafür sorgen, dass Du die Wirkungen und Ergebnisse Deines Produktes nicht zu übertrieben anpreist. In den Facebook-Richtlinien kannst Du sogar ein Beispiel sehen. Du darfst auch keine Vorher- und Nachher-Bilder verwenden.

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Facebook will auch nicht, dass Du eine nicht-vorhandene Funktion auf Deinen Bildern darstellst, da das die potentiellen Kunden in die Irre führt.

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Deine Anzeige muss perfekt auf die Landing-Page abgestimmt sein. Sehen wir uns mal eine Anzeige aus meinem News Feed an.

Branch will Leads sammeln, indem sie die Menschen dazu bringen, sich für ihr Webinar anzumelden. Das erste Wort in der Bildunterschrift des Posts und der CTA sind simpel, direkt und klar. Die Bildunterschrift selbst ist überzeugend und sagt mir, dass ich als Inhaber eines Unternehmens vielleicht $40.000 Umsatz verliere.

Aber die Landing-Page des Webinars hat die Überschrift „Die besten Beispiele für Deep-Link E-Mails“. Wenn ich nicht weiß, was Deep Links sind, bin ich vielleicht verwirrt und klicke nicht auf die Anzeige. Ein deutlicheres Leistungsversprechen könnte ihre Durchklickrate (CTR) verbessern.

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Wenn ich die Landing-Page jetzt besuche, sehe ich Folgendes:

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Die Überschrift passt nicht zur Anzeige. Wenn Du Dir die Anzeige mal genau ansiehst, wirst Du feststellen, dass sie ein Webinar über mobile E-Mail-Marketing-Strategien versprochen hat. Wenn Branch keine erfahrenen Vermarkter anspricht, die wissen, um was es beim Deep Linking in Verbindung mit dem mobilen E-Mail-Marketing geht, wird die Anzeige dem Angebot nicht gerecht.

Nun sieh Dir mal die Anzeige von LinuxAcademy.com unten an. Es ist vielleicht nicht die überzeugendste, aber sie zeigt klar, was Nutzer erwartet, wenn sie auf die Anzeige klicken. Man bekommt AWS CSA, SysOps und weitere professionelle Trainingsangebote für $29/Monat. Und sie bieten Dir an, auf ihrer Webseite „mehr zu erfahren“.

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Sieh Dir auch die Anzeige von WeBuyCars.com für das Schlüsselwort „Auto verkaufen“ unten an. Sie beseitigt alle Reibungen und potenziellen Einwände im Kopf der Kunden und sagt ihnen, dass sie ihr Auto in nur 2 Stunden kaufen. Die Beschreibung unter der Überschrift sagt, dass sie alle Autos (neu, gebraucht, kaputt) kaufen. Und dass sie sogar zum Verkäufer nach Hause/ins Büro kommen.

Könnte das Angebot noch genauer sein?

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Johnathan Dane hat Überschriften für einen Auto-Käufer getestet. Er testete die Überschrift “Musst Du Dein Auto verkaufen?” (Kontrolle) gegen “Wir kaufen Dein Auto noch heute” (Variation).

Die erste Überschrift verstärkt, was der Nutzer tun will – “sein Auto verkaufen”. Sie bringt aber die Konversation nicht voran.

Aber die zweite ist für jemanden, der möglicherweise Interesse daran hat, sein Auto zu verkaufen, interessanter. Es ist also nicht überraschend, dass die Variation letzten Endes 30% mehr Konversionen erzielt hat.

Wenn Du ein Produkt verkaufst, muss der Kunde eine klare Vorstellung von der Preisgestaltung Deines Produktes, mit möglichen Einschränkungen, bekommen (in Form von Haftungsausschlüssen).

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Die New York Times Anzeige unten gibt klar an, dass ein digitales Abonnement in Indien 49 Rs/Woche kostet.

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Twitter hat auch festgestellt, dass mobile App-Anzeigen, die Preise in der Anzeige zeigen, am effektivsten sind.

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Deine Anzeige muss sich von denen der Konkurrenz abheben. Ich würde Dir empfehlen, die Tipps von Facebook zur Erstellung von Anzeigen zu lesen. Ich habe auch schon über Anzeigen-Strategien auf diesen 3 Plattformen geschrieben.

3. Wecke die Aufmerksamkeit des Lesers mit einer anziehenden Überschrift

Süße Babys, Tiere, Memes und lustige Kurzvideos. Das sind die Dinge, mit denen Du im News Feed eines durchschnittlichen Nutzers konkurrierst. Wenn Du die passiven Leser mit Deinem Angebot nicht sofort überzeugst, werden Deine Anzeigen meistens ignoriert.

Bei der Facebook-Anzeige unten leistet David Siteman Garland tolle Arbeit. Er verspricht Nutzern, die einen profitablen Online-Kurs entwickeln wollen, einen Spickzettel mit 7 bewährten Schritten. Später sorgt er für Glaubwürdigkeit der Anzeige, indem er zeigt, dass seine Schüler diverse Kurse für verschiedene Nischen erstellt haben. Er hat in nur 24 Monaten Online-Kurse im Wert von über 1 Millionen verkauft.

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Wenn Du Interesse daran hast, einen Online-Kurs zu verkaufen, bist Du von der Anzeige fasziniert. Und Du klickst wahrscheinlich auf „Mehr erfahren“.

Nun sehen wir uns mal eine überzeugende Anzeige auf Twitter an. Start a Fire hat mich mit der Frage, ob ich Buffer nutze, um meine Beiträge zu planen, überzeugt. (Ja, ich nutze Buffer).

Du wirst von der Grafik und dem Link Text – „erweitere die Reichweite Deiner Inhalte“ – regelrecht gefesselt. Jeder Content-Vermarkter würde gern ein Tool ausprobieren, dass ihm dabei hilft, die Reichweite seiner Marke zu erweitern, oder?

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Nutzer auf Twitter mögen Anzeigen in Echtzeit, die ein neues Produkt versprechen, prägnant sind und Rabatte anbieten. Ich empfehle Dir, die 7 Tipps zur Erstellung einer Twitter-Anzeige auf dem offiziellen Twitter-Blog zu lesen.

Wenn Du eine Überschrift für die sozialen Medien schreibst, kannst Du im Allgemeinen mit folgenden Strategien experimentieren:

  • Die Vorteile Deines Angebotes zeigen
  • Exklusive Rabatte anbieten
  • Zeigen warum Dein Produkt einzigartig ist
  • Dringlichkeit aufbauen

Wenn Du noch mehr Hilfe brauchst, kannst Du meinen Beitrag über das Schreiben wirkungsvoller Überschriften und überzeugender Social-Media-Überschriften lesen.

Als nächstes sprechen wir über die Erstellung einer überzeugenden Überschrift für AdWords. Selbst wenn ein Nutzer nur surft, überfliegt er die Ergebnisse. Laut der neusten Studie von ConversionXL, läuft das nicht mehr in einem F Muster ab. Smartphones haben uns trainiert, vertikal zu scannen.

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Ein guter Weg, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erregen, die durch die Suchmaschinen browsen, sind SERP-Erweiterungen. Hier ist eine Heatmap, die das Nutzerverhalten der organischen Suche zeigt.

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In einer Anzeige kannst Du jetzt Anzeigen-Erweiterungen wie „Click to Call“ und „Bewertungen“ einsetzen. Sie Dir mal die Anzeigenergebnisse für das Keyword „Uhr kaufen“ an.

Die erste Anzeige von authenticwatches.com ist die überzeugendste. Sie wird mit höchster Wahrscheinlichkeit jemanden beeindrucken, der sich für den Kauf einer Uhr interessiert.

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Ich will Dir zeigen, was authenticwatches.com bei der Überschrift und der gesamten Anzeige richtig gemacht hat:

  • Die Anzeige lockt mit einem Rabatt von 70%
  • Die Anzeige enthält das exakte Keyword, nach dem ich gesucht habe, sie ist also relevant
  • Die Anzeige zeigt, dass authenticwatches.com mit 4,6 Sternen bewertet wurde
  • Ich kann die kostenlose Lieferung über Nacht in Anspruch nehmen, wenn ich über $500 ausgebe
  • Ich muss außerhalb von Kalifornien keine Umsatzsteuer zahlen

Die dritte Anzeige von Made-in-china.com ist ein tolles Beispiel dafür, wie man Anzeigen nicht erstellen sollte. Die Überschrift und die Beschreibung sind verwirrend und enthalten Grammatikfehler. Sie haben wahrscheinlich auf ein falsches Keyword gezielt und sie zeigen ihre eigenen Auszeichnungen und Funktionen.

Als Kunde interessiert es mich nicht, dass sie „SGS geprüfte Lieferanten“ haben oder ein „führendes B2B-Portal“ sind.

Hier ist noch ein Beispiel einer überzeugenden Anzeige von Sendinblue. Die Überschrift ist leistungsorientiert. Ich bekomme einen guten Deal für $0. Und das Wort „Start“ regt mich zum Handeln an. In der Anzeige betont Sendinblue, dass ihre E-Mails nicht im Spam-Ordner der Kunden landen. Die 4,4 Bewertung hebt sich außerdem von den Anzeigen, die keine Anzeigen-Erweiterungen einsetzen, ab.

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Ich empfehle Dir dieses Video von Google. Es gibt 5 Tipps und zeigt Dir, wie man Text-Anzeigen erstellt.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=ayuUQQQe6NY]

4. Zu guter Letzt: Mit A/B-Tests den Gewinner ermitteln

Es führt kein Weg daran vorbei. Du musst ausgiebig mit Deinen Anzeigen experimentieren. Das ist der einzige Weg, Um Deinen Gewinner zu finden. Das bezahlte Marketing beschränkt sich nicht auf ein paar Gesetze, die immer die besten Ergebnisse erzielen. Es ist ein interaktiver Zyklus, den man testen, erlernen, optimieren, vergessen und erneut testen muss.

MECLABS hat auf ihrem Web-Optimization-Summit live ein Anzeigen-Experiment durchgeführt. Aus den Einsendungen von 300+ Vermarktern wurden folgende Anzeigen für den Live-Test ausgewählt.

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Amys bezahlte Suchmaschinen-Anzeige schlug die Kontrollgruppe um 88%.

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In diesem Fall hat die Besonderheit der Anzeige mit den integrierten Daten sicher geholfen.

Auf Facebook und Twitter, stehen Dir auch viele Variablen zur Verfügung, mit denen Du Tests machen kannst- die Überschrift, die Bildelemente, der CTA, der Werbetext und die Zielgruppenausrichtung. Instagram ist eine neue Herausforderung – Du musst Hashtags beherrschen.

Larry Kim hat sein Engagement verdreifacht, als er mit Standort-bezogenem Targeting experimentiert hat.

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HubSpot hat auch eine Reihe von A/B-Tests durchgeführt. Sie konnten ihre Verkäufe um 71% steigern und bekamen 39% mehr Webseiten-Besucher von Facebook.

Ich habe Dir bereits gezeigt, wie man Facebook-Anzeigen zum Testen erstellen kann. Also gib nicht auf, wenn Du Deine erste Anzeige erstellt hast. Für Anzeigen bei Twitter solltest Du diesen A/B-Test Leitfaden von Adparlor lesen.

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Fazit

Facebook, Twitter und Google sind tolle Kanäle, um zielgerichtet Besucher auf Deine Webseite zu leiten. Sie sind nicht schwer einzurichten. Wenn Du Dich an ein paar grundlegende Richtlinien hältst, kannst Du einen tollen ROI erwarten.

Ich habe Dir heute 4 Bestandteile einer erfolgreichen Anzeige gezeigt. Ich lade Dich ein, sie bei Deiner nächsten Kampagne anzuwenden.

Bitte sag mir Kommentarbereich, ob Du einige dieser Prinzipien bereits erfolgreich umsetzen konntest.

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