Wie Neil Patel es geschafft hat 4294 Blog-Beiträge zu schreiben

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Viele Leute fragen mich, wie ich es schaffe seit über 10 Jahren einen Blog zu betreiben. Und wie ich es geschafft habe, tausende Blog-Beiträge zu schreiben (4.294, um genau zu sein).

Normalerweise antworte ich, dass das Blogging einer Langzeitbeziehung ähnelt. Es gibt gute Tage und es gibt schlechte Tage. Du musst aber immer Dein Bestes geben.

Das Blogging erfordert viel Zeit und wenn Du grad erst anfängst, ist das ein täglicher Kampf.

Mit anderen Worten, erfolgreiches Blogging ist eine Menge Arbeit. Das heißt aber nicht, dass es auch schwer sein muss.

Nach einigen Jahres des Bloggens, habe ich bemerkt, dass es sich um einen Prozess handelt. Ich habe gelernt den Blogging-Burnout zu verhindern und konnte die wichtigen Dinge, die es bedurfte, um meinen Blog aufrecht zu erhalten, genau festlegen.

Ich arbeite noch immer sehr viel, es fühlt sich aber nicht nach Arbeit an. Das ist wie mit dem Fitnessstudio. Wenn Du schon lang trainierst, dann wird es ein Teil von Dir. Mit dem Blogging ist es das Gleiche. Es fällt Dir irgendwann leichter.

Heute will ich Dir zeigen, was Du tun kannst, damit es Dir leichter fällt.

Du wirst nicht unbedingt zur nächsten Blogging-Sensation, wenn Du meinen Anweisungen folgst, aber Dein Blog wird sicher besser und Du hast auch mehr Spaß am Bloggen.

Ich will jetzt auch nicht länger um den heißen Brei herumreden. Hier sind 5 Dinge, die Dir dabei helfen, Deinen Blog nicht aufzugeben. Noch wichtiger, sie werden Dir dabei helfen, öfter zu bloggen.

Hier zeige ich Dir, wie ich mit dem Blogging in nur einem Monat 195.013 Besucher gewinnen konnte.

1. Identifiziere und organisiere Deine Aufgaben

Halte mal kurz inne: Wie sieht Dein typischer Arbeitstag aus?

Mit “Arbeitstag” meine ich die Zeit, die Du Deinem Blog widmest. Nehmen wir einfach mal an, Dir steht eine Stunde pro Tag zur Verfügung.

(Wenn Du lieber “auf Facebook rumsurfst”, dann ist Dein Arbeitstag nicht besonders gut optimiert.)

Du kannst Dich jetzt aus dem Stehgreif wahrscheinlich nicht an jedes kleine Detail erinnern, aber diese kleinen Details sind extrem wichtig.

Du könntest Deine Zeit verschwenden, ohne es zu bemerken. Das läppert sich. Sogar die „wichtigen“ Dinge, z.B. die Überprüfung Deiner Inhalte, kann Zeit fressen.

Hier sind ein paar der häufigsten Zeitfresser (von Time Doctor):

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Die Identifizierung Deiner Aufgaben hilft aber nicht nur dabei die Zeitfresser ausfindig zu machen. Es geht auch darum bestimmte Aufgaben zu automatisieren, damit Du mehr aus Deiner vorhandenen Zeit rausholen kannst.

Schnapp Dir also Stift und Papier (oder richte ein Textdokument ein) und schreib alles auf, was Du an einem typischen Arbeitstag so machst. Gib auch an, wie viel Zeit Du für alle Aufgaben benötigst.

Du darfst nichts auslassen. Wenn Du Deine Wasserflasche in der Zeit von 12:32 bis 12:34 auffüllst, musst Du das aufschreiben.

Das hört sich jetzt erst mal einschüchternd an, lohnt sich aber.

Erstens: Wenn Du wirklich Zeit verschwendest, dann weißt Du genau warum und wie viel. Dann kannst Du Veränderungen vornehmen, um produktiver zu werden.

Wenn Du beispielsweise 10 Minuten Deiner wertvollen Blogging-Zeit damit verbringst Twitter zu überprüfen, dann solltest Du damit aufhören.

Zweitens: Wenn Du genau weißt, was Du machst, kannst Du Deine Aufgaben strukturieren.

Versuch Deinen Arbeitstag in wichtige und nicht wichtige Aufgaben zu unterteilen. Welche wichtigen Aufgaben sollten Priorität haben? Finde diese Aufgaben und finde einen Weg sie zu messen. Du musst jeden Tag wissen, ob Du sie erledigen konntest.

Autor und Berater Tim Maurer benutzt Trello, um seine täglichen Aufgaben zu organisieren:

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Und so kannst Du Deine Aufgaben mit Trello organisieren.

Wenn Du noch kein Trello-Konto, geh auf Trello.com und klick auf „Jetzt registrieren, es ist kostenlos!“.

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Gib Deine Information an und klick auf “Neues Konto erstellen”.

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Sobald Du Dein Konto angelegt hast, siehst Du Folgendes:

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Klick auf “Neues Board erstellen…” und gib dem Board einen Namen (in unserem Fall “Facebook-Werbung”).

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Du kannst “eine Liste hinzufügen…”

Aber was ist eine Liste eigentlich genau? Trello hat zwei Hauptkomponenten: Listen und Karten. Listen sind vertikale Säulen, die Karten beinhalten.

In unserem Fall sind Listen die Kategorien und Karten die Aufgaben innerhalb dieser Kategorien.

Gib Deiner neuen Liste einen Namen:

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Jetzt musst Du Deine Aufgaben als Karten hinzufügen. Klick dafür auf “Eine Karte hinzufügen…” unterhalb der Liste.

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Jetzt kannst Du Deine Karten personalisieren. Wenn Facebook-Werbung Deine Kategorie ist, kannst Du „CTA ändern“ oder „Budget erhöhen“ als Karte hinzufügen.

Eine einfache Liste kann so aussehen:

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Wenn Du auf die Karte klickst, kannst Du sie bearbeiten:

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Wenn Du Deine Aufgaben organisierst, hast Du einen freien Kopf. Du musst Dir dann nicht um jede kleine Aufgabe Gedanken machen. Du kannst Dich stattdessen darauf konzentrieren, alle eventuell aufkommenden Herausforderungen zu meistern.

Du wirst begeistert sein, wie sehr dieser Prozess Deine Produktivität beeinflussen kann.

2. Schreib jeden Tag 10 Ideen auf

Ich kann Ideen auch nicht aus dem Hut zaubern. Einige meiner Ideen sind sogar ganz schrecklich.

Aber eben nicht alle und das ist es schließlich, was zählt.

Seien wir mal ganz ehrlich, jeder hat viele ganz tolle Ideen. (Ja, Du auch!) Leider wissen viele Leute das nicht.

Chemiker Linus Pauling sagt:

Du findest gute Ideen, indem Du Dir ganz viele Ideen einfallen lässt und die schlechten dann aussortierst.

Genau das solltest Du tun. Um genau zu sein: Schreib jeden Tag 10 Ideen auf.

Die Ideen müssen nicht gut sein – es müssen nur Ideen sein. Du kannst die schlechten später noch aussortieren.

Es gibt viele Wege, um Deine Ideen festzuhalten. James Altucher empfiehlt, immer ein kleines Notizbuch dabei zu haben.

Warum? Hier ist die Erklärung:

Ein Notizbuch passt in Deine Tasche und Du kannst es schnell rausholen, um Deine Ideen aufzuschreiben.

Du wirst dazu gezwungen, Deine Ideen zusammenzufassen, damit sie ins kleine Notizbuch passen. Wenn Du eine Liste mit Ideen erstellen willst, ist ein kleines Notizbuch genau das richtige für Dich.

Auf diese Weise sind schon viele Blog-Beiträge entstanden, die einem zunächst dämlich vorkommen würden. Zum Beispiel dieser Beitrag von Kevin J. Duncan, der auf Be A Better Blogger veröffentlicht wurde:

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Gib’s zu – wenn Du diese Idee gehabt hättest, dann wäre sie Dir dumm vorgekommen. Und das ist sie auch. Aber sie funktioniert!

Auch seltsame Ideen haben ihren Platz in der Welt des Blogging. Manchmal sind diese seltsamen Ideen sogar noch besser als die „normalen“ Ideen.

Du solltest Deine Idee also nicht zu vorschnell verurteilen. Schreib sie auf und überprüfe sie später.

Das Tolle daran ist, dass Du zur Ideen-Maschine wirst, wie James Altucher so schön sagt.

10 Ideen hören sich jetzt erstmal nicht nach so viel an. Aber in nur einer Woche hast Du dann 70 Ideen. Und in nur einem Monat ganze 300.

Und wenn Du ein Jahr lang jeden Tag 10 Ideen aufschreibst, stehen Dir ganze 3.650 Ideen zur Verfügung.

Wirst Du jede dieser Ideen benutzen? Ganz sicher nicht. Aber denk nur mal darüber nach, wie viele Du benutzen wirst.

Das ist eine tolle und nützliche Angewohnheit. Du solltest sie Dir noch heute angewöhnen!

3. Schreib unterwegs

Wenn Du an einen Autor bei der Arbeit denkst, woran denkst Du dann? Wahrscheinlich so was:

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Das ist Ernest Hemingway. Das Bild habe ich auf Biography.com gefunden. Dieses Bild, der Autor am Schreibtisch, Finger auf dem Keyboard, oder Stift und Papier in der Hand, kommt vielen Leuten in den Sinn, wenn sie ans Schreiben denken.

So ist das heute aber eher selten. Sogar das Schreiben in einem Büro ist heute eher selten geworden. Das trifft vor allem auf Blogger zu.

Blogger arbeiten immer und überall. Am Schreibtisch zu Hause, im Kaffee, in der Bibliothek – überall.

Ich schreibe oft, wenn ich in einer Schlange stehe oder im Auto. (Wenn ich Beifahrer bin. Natürlich nicht, wenn ich fahre!)

Es gibt noch einen Grund, warum Du immer ein Notizbuch zur Hand haben solltest. Du musst Deine Ideen sofort aufschreiben können, wenn sie Dir in den Sinn kommen.

Du solltest die Dir zur Verfügung stehende Freizeit nutzen, um an Deinem Blog zu arbeiten. Vielleicht fallen Dir so sogar ein paar Ideen ein, auf die Du sonst nicht gekommen wärst.

Mit Deinem Handy kannst Du besonders effizient arbeiten. Das bringt uns zu Punkt 4:

4. Das Blogging auf Deinem Handy

Handys sind schon toll. Du kannst einen ganzen Blog-Beitrag auf Deinem Handy schreiben, veröffentlichen und teilen.

Ich zeige Dir jetzt Schritt-für-Schritt, wie Du einen Schreibprozess auf Deinem Handy entwickeln kannst. Auf diese Weise kannst Du große Teile Deines Arbeitsalltages ohne Probleme automatisieren.

Du brauchst einen einfachen Prozess und Du musst von überall auf Deine Dokumente zugreifen können.

Meiner Meinung nach ist Google Docs die beste Option. Es ist eine Cloud-Lösung, mit der Du Deine Dokumente auf dem Desktop und auf Deinen mobilen Geräten synchronisieren kannst.

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Google Docs funktioniert wie Word und ist außerdem extrem flexibel. Ich schreibe jeden Blog-Beitrag in Google Docs.

Und das Beste, es funktioniert super auf dem Handy.

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Du kannst auch Evernote oder Microsoft OneNote benutzen, mir persönlich gefällt Google Docs aber besser.

Ich hab viel Zeit, wenn ich im Auto oder im Flugzeug sitze. Dann kann ich einfach mein Handy rausholen und an meinen Artikeln arbeiten.

Wenn ich einen neuen Entwurf erstelle, dann vermerke ich das im Titel.

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Und dann fang ich an zu schreiben…

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Wie sieht es aber mit den Aufgaben aus, die man nicht so gut mit dem Handy erledigen kann, z.B. Recherche oder Media-Inhalte finden? Normalerweise mache ich mir dann Notizen im Text und hinterlege diese Bereiche mit Farbe oder Fettschrift, damit ich sie später auch wiederfinde.

Ganz oft schreibe ich Ideen auch in Klammern und kümmere mich dann später drum.

Wenn ich dann am Computer sitze und den Artikel erneut durchgehe, kann ich recherchieren und die fehlenden Media-Inhalte finden.

Das hat mir schon eine Menge Zeit erspart. Am Anfang hab ich viel Zeit verschwendet, weil ich versucht habe mit dem Handy zu recherchieren. Das ist natürlich ziemlich schwer und unpraktisch.

Es ist natürlich kein perfekter Prozess, aber momentan die beste Lösung.

Wenn Du ein Tablet besitzt, solltest Du es auch so oft wie möglich mitnehmen. Du solltest aber auch immer ein Notizbuch und Dein Handy dabei haben.

Wenn Du keine Zeit hast aber schnell eine Idee festhalten musst, solltest Du sie ins Notizbuch schreiben. Wenn Du etwas mehr Zeit hast, kannst Du Den Handy benutzen. Wenn Du Deine Ideen besser ausführen willst, solltest Du das Tablet oder ein Notebook benutzen.

5. Automatisiere Deinen Veröffentlichungsplan

Dein Blog-Beitrag ist nutzlos, wenn er nicht veröffentlicht wird. Du brauchst einen hochautomatisierten Veröffentlichungsplan

Viele Blogger versauen alles, weil sie ihre Inhalte nicht rechtzeitig veröffentlichen. Und sie veröffentlichen ihre Inhalte nicht rechtzeitig, weil sie keinen automatisierten Plan haben.

Du solltest Deine Beiträge ohne Probleme planen können. Ich zeig Dir jetzt, wie Du das in WordPress machen kannst.

Erstens solltest Du so viele Beiträge wie möglich vorschreiben. Ich habe gern eine Woche Blog-Beiträge auf Vorrat, also bin ich meinem Plan immer eine Woche voraus.

Nehmen wir also einfach mal an, ich habe fünf Artikel in Google Docs vorbereitet.

Zweitens packen wir Deine Inhalte von Google Docs jetzt in WordPress, indem wir das tolle (und kostenlose!) Tool Wordable benutzen.

Mit Wordable kannst Du Deine Inhalte mit einem Klick direkt von Google Docs in WordPress einfügen. Ja, Du hast richtig gelesen.

Und das Beste: Deine Formatierungen gehen nicht verloren. Jeder, der schon mal versucht hat ein Google Dokument nach WordPress zu kopieren, kann bestätigen, wie schlimm das aussieht. Mit Wordable bleiben Dir Deine Formatierungen erhalten.

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Wenn Du Deine Inhalte dann mit Wordable übertragen hast, musst Du sie programmieren. Mit den Funktionen von WordPress kannst Du nur einen Artikel auf einmal programmieren. Das ist unpraktisch.

Also benutzen wir das Drafts Scheduler Plugin, um mehrere Beiträge auf einmal zu programmieren.

Sorg dafür, dass all Deine Artikel aus Google Docs übertragen wurden. Sie sollten jetzt als Entwürfe vorhanden sein.

Geh also zu Posts > Drafts Scheduler.

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Stell sicher, dass „Posts“ als Post type to schedule ausgewählt ist.

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Leg jetzt ein Datum für Deine Beiträge fest. Wenn Du Deine Beiträge für Woche 12 planen willst, kannst zum Beispiel Montag als Startdatum auswählen.

Unter Posting order kannst Du festlegen, ob Du Deine Beiträge der Reihe nach oder in einer bestimmten Reihenfolge veröffentlichen willst. Ich lege die Veröffentlichung meiner Beiträge gern in einer bestimmten Reihenfolge fest.

Leg als nächstes Dein Intervall fest. Das ist eine tolle Funktion, weil sie so flexibel ist. Du kannst Deine Beträge im Abstand von einigen Stunden, einem Tag oder mehreren Tagen veröffentlichen.

Dann musst Du nur noch auf Schedule Drafts klicken und schon bist Du fertig!

Dieser Arbeitsablauf wird Dir eine Menge Zeit sparen. Ein Blog-Beitrag mit 500 Wörtern ist in ca. 1-2 Stunden geschrieben und veröffentlicht. Mit diesem Prozess kannst Du gute 15-20 Minuten sparen.

(Und wenn Deine Beiträge noch länger sind, dann sparst Du sogar noch mehr Zeit.)

Fazit

Blogging ist eine Menge Arbeit, wenn Du es richtig machen willst. Ist ist aber noch mehr Arbeit, wenn Du es falsch machst.

Darum geben viele Leute so schnell auf. Es kommt einem so vor, als müsste man jeden Tag Stunden ins Bloggen investieren, um mit immer neuen tollen Ideen aufzuwarten.

Dabei muss man sich eigentlich nur gut vorbereiten und einen Prozess entwickeln, um die Arbeitsschritte zu automatisieren.

Die besten Blogger haben Action-Pläne. Sie setzen sich nicht hin und überlegen dann, was sie machen sollten. Sie haben alles bis ins kleinste Detail geplant und packen an.

Wenn Du diesen Schritten jetzt folgst, um ein solides Fundament zu bauen, kannst Du extrem produktiv werden und einen tollen Blog aufbauen.

Ich habe über ein Jahrzehnt Blogging überlebt, weil ich ein System habe. Das Schreiben eines Blog-Beitrages ist nicht viel Arbeit für mich, weil ich es schon tausend Mal gemacht habe.

Setz diese 5 Schritte am besten gleich um. Du wirst überrascht sein, wie leicht Dir das Bloggen plötzlich fällt. Es ist weder langweilig noch einschüchternd. Es macht Dir bestimmt Spaß.

Wie sieht Deine Blogging-Routine aus? Wie hat Dich diese Routine vom Aufgeben abgehalten?

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