5 Beitragsarten, die jeder Blogger braucht (und wie man sie schreibt)

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Das Bloggen ist eine relativ neue Karriere. Justin Hall wird als einer der frühen Blogger für seine „persönliche Homepage“, mit der er 1994 als Student am Swarthmore College begann, geschätzt. Schon bald entwickelte sich das moderne Bloggen aus dem Tagebuchformat.

Mittlerweile haben es viele Einzelunternehmer geschafft, sich durch einen Blog ein Publikum aufzubauen und mit ihren Interessen Millionen zu verdienen. Andererseits gibt es auch viele Blogs, die versagen. Sie schaffen es nicht über ein paar Hundert Besucher hinaus und schaffen es auch nicht, Geld zu verdienen.

In einer Umfrage des iBlog Magazins, die 2015 unter tausenden weiblichen Blogerinnen durchgeführt wurde, gaben nur 11% an, mehr als $30.000 zu verdienen. 68% verdienten weniger als $5.000.

Es gibt bestimmte Aspekte, die nötig sind, um mit einem erfolgreichen Blog zu beginnen. Ich weiß das, weil ich mit 20 der Top 100 Blogs zusammengearbeitet habe.

Lade Dir eine kurze PDF Version dieses Beitrags herunter und erfahre, wie Du die 5 Arten von Beiträgen erstellst, die Dein Blog braucht.

In diesem Artikel will ich ein erfolgreiches Blogging-Rezept teilen, das Dir dabei hilft, Dich dem Elite-Blogging-Club anzuschließen. Sehen wir uns also die datengestützten Erkenntnisse über die Blogarten, die für Blogs gut funktionieren, an und wie Du sie erstellen kannst.

Hier kommt Nummer 1.

1. Gut recherchierte und einfallsreiche Langform-Beiträge.

Du weißt bereits, dass ich auf Langform-Inhalte baue. Ich habe meinen Traffic auf NeilPatel.com in weniger als einem Jahr mit Blog-Einträgen von 4.000+ Wörtern auf 100.000 Besucher gesteigert.

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Und ich schreibe immer noch Blog-Einträge mit 2.000 Wörtern, sowohl auf Quick Sprout als auch auf NeilPatel.com.

Bei der Auswertung von Blog-Beiträgen auf Quick Sprout habe ich herausgefunden, dass Beiträge mit 1.500+ Wörtern 68% mehr Tweets und 22% mehr Facebook Likes erhalten, als Artikel mit weniger als 1.500 Wörtern.

HubSpot analysierte 6.192 Artikel, die auf ihrem Blog veröffentlicht wurden und fand heraus, dass Artikel mit 2.000+ Wörtern den meisten organischen Traffic, Social Shares und eingehende Links einbrachten.

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Wenn Du der Meinung bist, dass Langform-Inhalte nur in bestimmten Nischen, wie Internet-Marketing, funktioniert, wie erklärst Du Dir dann die Ergebnisse der Analyse von 100 Millionen Artikel bei Buzzsumo?

Sie haben herausgefunden, dass Artikel mit 3.000 bis 10.000 Wörtern die meisten Shares erhalten.

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Google zeigt seine Affinität für Langform-Inhalte in den Top 10 Ergebnissen.

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Neben den sozialen Medien und Suchmaschinen, ist der Grund dafür, dass Langform Inhalte funktionieren der, dass sie Deinem Publikum einen enormen Mehrwert verschaffen.

In einer kürzlich durchgeführten Analyse von 1 Million Artikel von Moz und Buzzsumo fand man heraus, dass 85% aller Inhalte (außer Videos und Quizze) weniger als 1.000 Wörter lang sind.

Mit den Langform-Inhalten solltest Du also darauf abzielen, die Glaubwürdigkeit Deiner Marke aufzubauen. Deswegen haben BuzzFeed und Business Insider Journalisten beauftragt, um lange und investigative Artikel zu schreiben.

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Ich will aber nicht, dass Du Dich jetzt mitreißen lässt und jeden Tag schlechte Blog-Einträge mit 2.000+ Wörtern schreibst.

Es geht darum, im Meer kurzer Blog-Einträge aufzufallen, indem man aufschlussreiche und praktische Informationen liefert. Du solltest danach streben, grundsolide Artikel zu verfassen und mit neuen Ideen für Inhalte zu glänzen, die Dein Publikum begeistern.

Ein tolles Beispiel, von dem Du Dich inspirieren lassen kannst, ist Brian Dean. Er hat Backlinko mit 32 qualitativ hochwertigen Inhalten zu 100.000+ Besuchern verholfen.

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Und Du kannst auch ohne geschriebene Inhalte erfolgreich sein. Tim Ferriss hat mit Langform-Audios experimentiert und einen Nr. 1 Podcast erschaffen, der 60M+ Download erzielt hat.

Letzten Endes ist es nur eine weitere Art von Beitrag, die Du in Deinen redaktionellen Mix mit aufnehmen kannst. Wenn Deinem Publikum kürzere Beiträge oder Infografiken gefallen, dann hör nicht auf, diese anzubieten.

 

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Um mit der Erstellung von Langform-Inhalten zu beginnen, kannst Du diesen Artikel nutzen.

2. Datengestützte, originelle Geschichten

Ich habe vor kurzem prophezeit, dass selbst ein durchschnittlicher Blogger in der Lage ist, Inhalte zu übernehmen und Erkenntnisse zu gewinnen, um seine Hypothese zu stützen.

Wie?

Mit dem Einsatz von Tools, die einfaches Data-Mining ermöglichen.

Daten erwecken Vertrauen und verschaffen Autorität – das ist ein guter Weg, um Deine Aussagen rational zu unterstützen. Ist Dir aufgefallen, dass ich im Teil über Langform-Erstellung datengestützte Ergebnisse aus über 4 Studien benutzt habe?

ConversionXL hat ein Premium-Publikum aus Vermarktern, Unternehmern und Optimierern aufgebaut, die über 225k Besucher pro Monat ausmachen. Ihre Regel ist, alle Meinungen mit Daten zu unterstützen. Sie geben sich nicht damit zufrieden, dass etwas funktioniert. Sie suchen nach Daten und finden heraus, warum es funktioniert.

Führe eigene Experimente durch und beschreibe den Prozess in Deinen Blog-Beiträgen. Vergiss nicht, Zahlen und Daten zu integrieren. Angefangen bei der Überschrift. Hier ist das Beispiel eines Beitrages, den ich geschrieben habe.

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Wenn es Dir nicht möglich ist, an nützliche Daten heranzukommen, kannst Du mit größeren Marken zusammenarbeiten.

Brian Dean hat vor kurzem mit SEMRush, Ahrefs, MarketMuse und SimilarWeb zusammengearbeitet, um eine Studie über 1 Millionen Suchergebnissen auf Google durchzuführen. Sie Dir an, für wie viel Begeisterung der Beitrag in den sozialen Medien gesorgt hat.

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Ein weiterer toller Aspekt origineller datengestützter Geschichten ist, dass sie innerhalb einer Branche umfunktioniert und oft geteilt werden. Ich habe kürzlich einen Artikel über die Analyse von 1 Milliarde Facebook-Beiträgen von BuzzSumo geschrieben. Und ich bin nicht der Einzige, der über die Studie berichtet hat.

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Denk nur mal an die zahlreichen Markenkontakte, die Du mit solch einer Studie erzielen kannst.

Um Partnerschaften für die Durchführung/Veröffentlichung einer Studie aufzubauen, brauchst Du folgendes:

  • Ein vorhandenes Publikum
  • Die Fähigkeit, Daten zu erheben und auszuwerten (Du kannst auch einen Programmierer auf UpWork einstellen)
  • Zugang zu nützlichen Daten

Wenn Du auf nichts davon zurückgreifen kannst, kannst Du trotzdem Daten bereits vorhandener Experimente nutzen, die von anderen Bloggern/Marken durchgeführt wurden. Hier ist meine Anleitung zum Schreiben von datengestützten Blog-Beiträgen.

3. Deine Erfolgsgeschichten

Informationen, die Du auf Deinem Blog zur Verfügung stellst, sind nicht einzigartig. Sie stammen aus verschiedenen Online-Quellen und wurden umfunktioniert oder von Ideen inspiriert, die Du in einem Buch gelesen hast. Sogar der Visionär Steve Jobs glaubte, dass

Gute Künstler kopieren, großartige Künstler stehlen.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=CW0DUg63lqU]

Wenn, was Du sagst, schon mehrmals in verschiedensten Formaten und auf einer Vielzahl von Plattformen gesagt wurde – gibt es einen überzeugenden Grund, Deine Beiträge zu lesen?

Glücklicherweise…

Ja.

Menschen wollen Dir zuhören. Sie wollen Deine Persönlichkeit leuchten sehen – deswegen besuchen sie Deinen Blog. Und Dein bestehendes Publikum hat bereits eine emotionale Beziehung zu Dir aufgebaut.

Also integriere Ideen und Erfolgsgeschichten in Deine Blog-Beiträge.

Menschen wollen keine vorgegebene Richtung, sondern eine gut verpackte Geschichte, die ihnen subtil zeigt, was zu tun ist.

Deswegen ist das Storytelling für Vermarkter das wirkungsvollste Tool. Es inspiriert Deine Besucher sogar zum Handeln, eher als sachliche Informationen.

Ich nutze die wirkungsvolle Kombination von Daten und Geschichten regelmäßig. Meiner Erfahrung nach, erhalten diese Beiträge viel Engagement. Ich habe einen Beitrag darüber geschrieben, wie mir die Investition in neue Klamotten tatsächlich mehr Geld eingebracht hat.

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Und ich habe dafür fast 10.000 Social Shares und tonnenweise Kommentare erhalten.

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Ein weiteres tolles Beispiel für einen Blog-Beitrag mit einer brillanten Geschichte war “How to Quit Your Job, Move to Paradise and Get Paid to Change the World” von Jon Morrow. Der Beitrag erhielt 450+ Kommentare und 10k+ Social Shares.

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GrooveHQ zeigt Dir, wie Du Deinen Blog mit reizvollen Geschichten füllen kannst, die Deine Zielgruppe interessieren.

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Tiny Buddha hat all seine 1,5 Millionen Follower dadurch bekommen, indem sie die Geschichten anderer geteilt haben. Sie befürworten, dass Du Deine eigene Geschichte mit allen Beitragenden teilst.

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Beim Schreiben Deiner Geschichten ist Vorsicht geboten: Denk immer an die Sicht Deiner Leser. Wenn Deine Geschichte für Dein Publikum nicht relevant ist und keinen Mehrwert bietet, prahlst Du nur. Und niemand will einen eigennützigen Snob.

Hier ist mein Artikel, wie Du das Storytelling wirksam einsetzen kannst.

4. Infografiken und Video-Inhalte

Es tut mir leid, ich habe meinen vorherigen Punkt nicht zu Ende gebracht… Ich habe ganz vergessen, Dir etwas über das visuelle Storytelling zu erzählen.

Es ist eine große Sache, denn das Netz ist visuell. Lass mich Dir die Effektivität visueller Inhalte anhand eines Visuals zeigen.

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Ich war einer der ersten, die sich Infografiken für das Content Marketing zu Nutze gemacht haben. In zwei Jahren haben wir auf KISSMetrics 47 Infografiken zu einem Preis von $28.200 erstellt. Das ist extrem kosteneffizient, wen man berücksichtigt, dass wir dadurch 2.512.596 Besucher und 41.142 Backlinks auf den Blog gelockt haben.

Infografiken haben mir auch dabei geholfen, meine Marke aufzubauen und weitergeleiteten Traffic auf Quick Sprout zu bringen.

 

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Da Text-Inhalte im Internet immer alltäglicher werden, musst Du Deinem Publikum mehr Kontrolle und Vielfalt bieten. Videos und Grafiken sind super.

Unbounce hat herausgefunden, dass die Nachfrage nach Infografiken innerhalb weniger Jahre um 800% gestiegen ist.

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Bei Infografiken musst Du Dir eine einzigartige Geschichte einfallen lassen, die Deine Leser auf einer emotionalen Ebene anspricht. Du kannst bekannte Charaktere benutzen, um das Interesse Deiner Leser zu wecken.

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Du brauchst außerdem zuverlässige Daten und Quellen. Du wirst sehen, dass ich am Ende aller meiner Infografiken immer auf glaubwürdige Daten verlinke.

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Wenn Du Dich nicht so gut mit Bildbearbeitung auskennst, musst Du vielleicht einen Designer beauftragen, um eine qualitative hochwertige Infografik zu erstellen. Lies Dir meinen Artikel über die Erstellung von Infografiken durch, um Tipps zu bekommen, wie Du solche Designer finden kannst.

Als nächstes sprechen wir über die Inhalte, die bis 2017 74% des Internet-Traffics ausmachen werden – Videos. Wusstest Du, dass sich 55 % aller Leute jeden Tag Online-Videos ansehen? Und die Mehrheit dieser Video-Views findet auf kleinen Bildschirmen statt.

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Wenn Du von der Idee, Video-Inhalte zu erstellen, eingeschüchtert bist, beginne damit, Deine besten Text-Inhalte in Videos umzufunktionieren. Entrepreneur.com macht regelmäßig kurze Video-Interviews mit den Autoren ihrer besten Artikel der Woche.

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Du kannst auch mit Live-Videos mit Deinem Social-Media-Publikum interagieren. Das zeigt die menschliche Seite Deiner Marke, verleiht Deiner Botschaft Authentizität und sorgt dafür, dass sich Deine Community als etwas Besonderes fühlt.

DJ Khaled teilt inspirierende Botschaften auf Snapchat.

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Wenn Du Facebook-Live-Video nutzt, kannst Du den Video-Beitrag auch in die relevanten Blog-Beiträge einbetten. Social Media Examiner hat das folgende Video über Video-Engagement-Tipps in diesen Artikel eingebettet.

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Wenn Du Dich in Deiner Nische mit komplexen Fragen beschäftigst, sind Videos möglicherweise sinnvoller und verleihen dem ganzen mehr Kontext, als geschriebene Inhalte.

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Deswegen haben es Orabrush und der Dollar Shave Club mit viralen Video-Geschichten ihrer Marke geschafft, Produkte im Wert von Millionen von Dollars zu verkaufen. Hier kannst Du 4 spezifische umsetzbare Strategien lesen, wie Du die Aufmerksamkeit Deiner Kunden mit Video erregst.

5. Deine eigene Meinung vs. traditionelles Wissen (mit Begründung)

Erinnerst Du Dich noch daran, dass ich Dir erzählt habe, dass Dein Publikum einzigartige Meinungen schätzt?

Wenn Du eine Marke aufbauen willst, die verzaubert, dann musst Du die Inhalte, die Du gelesen hast, weiterentwickeln und Dir ein paar originelle Ideen einfallen lassen.

Ein gutes Beispiel für einen solchen Beitrag ist Mark Schaefers Erörterung gegen die Beständigkeit von Content Marketing. Er hat den Ausdruck Content Shock erschaffen, um die gewaltigen Mengen an nicht-verwertbaren Inhalten zu beschreiben, die keinerlei unternehmerischen Mehrwert aufweisen.

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Der Beitrag wurde viral und viele Menschen aus der Branche des digitalen Marketings teilten ihre Meinungen, wie man diesen Content Schock überwinden kann. Sie Dir die Anzahl der Backlinks an, die der Artikel bekommen hat.

Ein weiterer guter Beitrag ist Marriage isn’t for you“ von Seth Adam Smith.

Der Titel erregt Aufmerksamkeit und weckt Deine Neugier, oder?

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Trotz des klickfangenden Charakters dieser Überschrift, ist der Kern des Artikels, dass es “in der Ehe nicht um Dich geht, sondern darum, Dich einem anderen hinzugeben.”

Die Botschaft hallte so lang bei den Lesern nach, dass der Beitrag allein auf Facebook 1,8 Millionen Shares erhielt.

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Aufgrund der Beliebtheit der Botschaft bekam Seth Adam Smith zahlreiche TV-Auftritte und einen Vertrag für ein Buch.

Ich hoffe, Du verstehst, wie wirksam Kontroversen sind. Die Facebook-Beiträge von Donald Trump über extreme Themen, erhalten Millionen von Interaktionen, oft mit kontroversen Positionen.

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BuzzSumo bringt das Thema Kontroversen auf den Punkt: “Wenn Du Dein Gruppe findest und sie groß genug bist, kann sie Dir dabei helfen, viral zu werden.”

Fazit

Einen erfolgreichen Blog aufzubauen, erfordert viele Jahre der Übung, Entwürfe und Veröffentlichungen. Wenn Du immer wieder die gleiche Art von Inhalt veröffentlichst, kann es schwierig werden, aufzusteigen.

Die fünf Arten von Beiträgen, die ich in diesem Artikel geteilt habe, sind die Ecksteine für den Aufbau Deiner Markenidentität. Versuch Dich zunächst nur an einem von ihnen. Das ist nur der Anfang. Vergiss nicht, den Beitrag ausgiebig zu bewerben, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Welche Art von Blog-Beiträgen erstellst Du am liebsten? Und welche Inhalte sind bei Dir am erfolgreichsten?

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