5 ausgekochte Landing-Pages, die Dein Unternehmen braucht

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Von den B2B-Unternehmen, die Landing-Pages nutzen, haben 62% nur sechs oder weniger Landing-Pages. Ich kann den grundlegenden Gedanken dahinter verstehen. Unternehmen wollen sich auf das Wichtigste konzentrieren und sortieren ineffiziente Geschäftsfelder aus.

Dies ist auch der Grund, weshalb nur 48% der Vermarkter eine neue Landing-Page anlegen, wenn sie eine neue Marketing-Kampagne starten. Meiner Meinung nach kann es gar nicht genug Landing-Pages geben – je mehr, desto besser für das Unternehmen.

Warum?

Mit mehr Landing Pages kann Deine Webseite mehr Leads sammeln. Jede Marketing-Kampagne ist anders und spricht unterschiedliche Zielgruppen, aus verschiedenen Regionen, mit unterschiedlichen Interessen an. 

Wie kann Deine Landing-Page all diese Menschen aus verschiedenen Regionen, mit unterschiedlichen Interessen und aus allen Altersschichten ansprechen? Mitunter gelangen sie über verschiedene Kanäle auf Deine Webseite und haben ganz unterschiedliche Absichten.

Vermeide diese 5 Landing-Page-Fehler um Deine Konversionen zu verbessern.

Hier sind 3 Statistiken, die belegen, warum viele personalisierte Landing-Pages gut für Dein Unternehmen sind.

  • HubSpot hat bei einer Auswertung von 7000 Unternehmen herausgefunden, dass Unternehmen, die die Anzahl ihrer Landing-Pages von 10 auf 15 erhöhen, bis zu 55% mehr Leads haben.
  • Unternehmen mit über 40 Landing-Pages bekommen 12-mal mehr Leads als Unternehmen mit 5, oder weniger.
  • Hier kannst Du den Zusammenhang erkennen, den HubSpot zwischen Lead-Generierung und Landing-Pages für B2B- und B2C-Unternehmen herausgefunden hat.

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Die Aussage ist eindeutig: Die Lead-Generierung wird positiv beeinflusst, je mehr Landing-Pages man hat.

Kommen wir nun zur nächsten Frage…

Was sind die unterschiedlichen Landing-Page-Arten, die Dein Unternehmen erstellen kann?

In diesem Artikel möchte ich Dir 5 verschiedene Landing-Pages vorstellen. Je nach Unternehmen und Kampagnen-Zielen, kannst Du eine davon auswählen.

Auf geht’s zur ersten Landing-Page.

1. Die umgekehrte Startseite

Kennst Du die meistbesuchte Seite Deiner Webseite?

Höchstwahrscheinlich ist es die Startseite.

Da sie die wertvollste Seite Deines Unternehmens ist:

Sorg dafür, dass Du ein ansprechendes Design hast und die wichtigsten Informationen am Anfang und in der Mitte stehen.

Wie wäre es, Deine Startseite wie eine Landing-Page zu behandeln?

Du kannst Deine Seite mit diesem Gedanken im Hinterkopf optimieren und die maximale Anzahl an Nutzern halten.

Wenn das einen Sinn für Dich ergibt, dann möchte ich Dir den Unternehmer Bryan Harris vorstellen. Ihm war seine Webseite so peinlich, dass er sich davor scheute, sie mit anderen zu teilen.

Dann traf er die Entscheidung, sein Blog-Design zu überarbeiten und heraus kam eine hochkonvertierende Startseite. Er nannte sie die umgekehrte Startseite und sie generierte 3 % mehr Abonnenten für seinen Blog. 

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Er hat sein Design später mit Jeff Goins geteilt und Jeff hat 2500 neue Abonnenten gewinnen können. Auch Andrew Warnen von Mixery hat auf diese Weise 1200 neue Abonnenten bekommen.

Was ist das Besondere am umgekehrten Design?

Hier die 3 besondere Eigenschaften.

1. Navigationsleiste unten – Wenn ein Besucher auf Deine Seite kommt, dann hat er unterschiedliche Möglichkeiten, diese zu nutzen. Es gibt keine Garantie dafür, dass er den von Dir geplanten Weg mit Konversion-Absicht wählt. 

Aber dafür gibt es eine Lösung…

Empfange Deinen Besucher mit einer Geschichte über Dich, bevor Du ihm die Möglichkeit anbietest, auf Deine Webseite zu gehen.

Platziere Deine Navigationslinks am unteren Ende Deiner Startseite.

Das stellt dieses Design wirklich auf den Kopf.

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Bryan Harris hat herausgefunden, dass die Absprungrate um 83% sank, nachdem er die Navigationsleiste ans untere Ende verlegt hatte.

2. Ein CTA als Aufmacher und Social Proof Der Teil Deiner Webseite, der als erstes sichtbar ist, ist der wertvollste Teil Deines Unternehmens. Peep Laja von ConversionXL hat herausgefunden, dass Inhalte im oberen Bereich der Homepage 80% unserer Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

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Bryan rät dazu, einem Nutzer direkt die Möglichkeit zum Abonnieren zu geben und nicht erst in die Sidebar oder den Footer zu schicken.

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Für die Call-To-Action-Überschrift empfiehlt er, Deinen beliebtesten Blog-Eintrag rauszusuchen, der für neue Nutzer relevant sein könnte. Nutze diesen dann als Köder für Deine Handlungsaufforderung.

Social Proof ist nichts Neues. Er ist da, um Vertrauen aufzubauen.

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Zusätzlich kannst Du einen Wegweiser erstellen (relevante Leseproben als Werbegeschenk anbieten), um dem Besucher die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, in welcher Etappe Deines Verkaufstrichters er stehen möchte.

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3. Mach das, bevor Du ihm erneut ein Opt-in anbietest – Wenn Du den Besucher begeistert hast, dann schlag ihn nicht wieder in die Flucht, indem Du Deine Landing-Page mit CTAs überlädst.

Du musst den Schwung halten, indem Du Deinen besten Beitrag vorstellst. Die Daten dazu bekommst Du von Google Analytics, indem Du auf Verhalten > Websitecontent > Alle Seiten klickst.

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Jetzt musst Du diesen Beitrag nur noch so strukturieren, dass er den Leser fesselt – Ergebnis, Problem, Spannung erzeugen und lösen.

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Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Deine Geschichte abzuschließen und Deinen Leser ein zweites Mal zu fragen, ob er sich in Deine Liste eintragen will.

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Anmerkung: Auch wenn das obere Homepage-Design ein großartiger Lead-Generator ist, würde ich davon abraten, Besucher all Deiner Kampagnen darauf zu leiten.

Die Personalisierung ist der Schlüssel zum Erfolg, eine unvergleichliche Kundenerfahrung zu schaffen. 56% aller Käufer kaufen eher, wenn ihre Kundenerfahrung personalisiert wurde.

Beispiel: Wenn Du auf die Problogger Twitter ID von Darren Rowse klickst, kommst Du auf folgende angepasste Seite

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Beachte wie Darren darauf verweist, dass man auf seine Twitter ID geklickt hat, gefolgt von Infos über ihn.

Du kannst es ihm nachtun, und die Nutzererfahrung für Gäste personalisieren, die sich für Deine Artikel interessieren. Robin Hanna hat in seinem Gast-Beitrag auf Rich20Something am Ende seines Artikels einen Bonus angeboten. Sieh selbst, wie er die Besucher anspricht.

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2. Die Sammler-Landing-Page

Das Ziel dieser Seiten ist, möglichst viele persönliche Informationen über einen potentiellen Kunden zu sammeln.

Anders als das umgekehrte Design, hat diese Zielseite keinerlei Navigationsleiste oder Ähnliches. Im Idealfall gibt es nur einen Button, der es dem Besucher erlaubt, seine Informationen preiszugeben, bevor er weiter geht.

Wie Du sicher weißt, ist ein Webinar ein guter Weg, um Deine Produkt-Bekanntheit zu steigern. Du kannst die Sammler-Landing-Page nutzen, um Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich zu registrieren. Du brauchst nur eine griffige Überschrift und die Details zum Webinar. Nichts kompliziertes. 

Hier siehst Du ein Beispiel für eine Webinar-Landing Page von Tim Paige.

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Du kannst außerdem Details Deiner potentiellen Kunden im Austausch für ein kleines Extra bekommen. Der E-Mail-Marketing-Provider Vertical Response hat die Daten potentieller Kunden für ein 30-Tage risikofreies Testangebot bekommen.

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Generell gilt: Weniger auszufüllende Felder bringen mehr Registrierungen. Mehr sind allerdings besser, um hochwertige Leads zu bekommen.

Design Pickle bietet kostenlose Grafikdesigns mit Facebook-Werbung an. 

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Sie leiten ihren Traffic auf eine Landing-Page um, auf der verschiedene Fragen gestellt werden.

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So kann sich Design Pickle auf die ernsthaft interessierten Kunden konzentrieren und sie mit höherer Wahrscheinlichkeit konvertieren. Diese Kampagne hat in der Tat 500 Leads und 30 zahlende Kunden im Wert von $200 pro Monat gewinnen können.

3. Die Landing-Page zum Teilen

Diese Landing-Pages funktionieren in der Regel durch das subtile Einbringen von Marken in kreativen Texten. Beachte, dass nur eine kleine Chance besteht, dass Deine Seite viral wird, wenn Du Loops (wie Social-Sharing-Buttons) in Deine Seite integrierst. Dafür gibt es natürlich keine Garantie.

Beispiel: Sumazi hat seine Nutzer mit einem Viral-Loop auf der Startseite dazu aufgefordert, das Produkt in den sozialen Medien zu teilen und sich über Facebook zu registrieren.

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Du kannst auch zu Verlosungen einladen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Deine Seite geteilt wird. Im Beispiel unten hat Resource Guru einen iPad 2 kurz nach dessen Erscheinen verlost, was dem ganzen eine gewissen Exklusivität verlieh.

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Außerdem kannst Du das Markenbewusstsein und die Neugier der Besucher mit Flash-Games oder unterhaltsamen Videos fördern. 

Im nächsten Beispiel geht es um das Spiel „Dumb ways to die“, das als Teil einer Aufklärungskampagne der Metro Trains in Melbourne, Australien, für sicheres Verhalten in Gleisnähe sorgen sollte. Das Video war ein Riesenerfolg, wurde über 70 Millionen mal angeklickt und hat einen globalen Media-Wert von über 50 Millionen Dollar

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Nachdem es zum weltweiten Erfolg wurde, schaffte es das Spiel auch in den App Stores von Android und iOS an die Spitze.

4. Die „Klick Mich!“ Landing-Page

Willst Du Deinen Kunden von den grundlegenden Vorteilen und Vorzügen Deines Produktes oder Deiner Dienstleistung überzeugen?

Dann ist diese Landing-Page perfekt für Dich!

Du zeigst dem potentiellen Kunden eine Zusammenfassung Deiner Angebotspalette und überzeugst ihn, sich durch Deine Webseite zu klicken. Du arbeitest in kleinen Schritten darauf hin, dass er am Ende den Kauf abschließt.

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Diese Art von Seite ist ein nicht zu aufdringlicher Weg, um die Aufmerksamkeit Deines Besuchers aufrecht zu erhalten und ihm beim Kaufprozess zu unterstützen.

Diese Seite ist unglaublich nützlich, wenn Du sie als Beraterseite nutzt. Wenn der potentielle Kunde dann „Ja“ gesagt hat, kannst Du ihn auf die eigentliche Seite weiterleiten. 

Basierend auf diesem Prinzip der Mikro-Verpflichtung, konnte Rocket Memory ihre Anmelde-Rate um 271% steigern und gleichzeitig die Kosten pro Lead um 76% senken.

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Am Anfang hatten sie nur eine Landing-Page mit dem Angebot für ein kostenloses Memory Tool-Kit (oben zu sehen). Die Anmelde-Rate lag bei etwa 5%.

Ryan Levesque hat die Fragen dann in kleinere Schritte aufgeteilt, sodass sich der Nutzer nicht überfordert gefühlte, sondern neugierig wurde.

Alles fängt mit einem Pop-up und der Frage, ob der Nutzer an einem Quiz teilnehmen möchte, gefolgt von weiteren, einfachen Fragen, die den Nutzer vereinnahmen sollen, an.

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Wenn alle Fragen beantwortet sind und das Quiz beendet wurde, wird dem Nutzer endlich die Anmeldemöglichkeit angeboten.

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Die Nutzer mit Fragen zu engagieren, führte zu dem Ergebnis, dass…

Die Anmelde-Rate bei 19,14 % lag.

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Wenn Du eine solche „Durchklick-Seite“ erstellen willst, dann empfehle ich Dir den Artikel The 4 Winning Examples, die von Oli Gardner, dem Autor des Buches „Attention-Driven Design“, ausgewählt wurden. 

 

5. Die „Bitte nicht gehen“ Landing-Page 

Stell Dir vor, Du veranstaltest eine große Branchen-Konferenz oder ein Webinar. Du vermarktest die Verkaufs-Seite des Events mit Gast-Beiträgen in den sozialen Medien. 

Was passiert, wenn das Angebot abgelaufen ist?

Die Links verschwinden nicht einfach wieder von Blog-Seiten oder aus den sozialen Medien. Also warum sollte man sie nicht nutzen, um auf die nächste Veranstaltung hinzuweisen?

Das hat LeadPages auf ihrer Verkaufs-Seite, der ersten Converted-Konferenz, gemacht.

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Das ist richtig! Sie bewerben schon jetzt die Vranstaltung für das nächste Jahr und bieten die Möglichkeit an, sich für die Benachrichtigung einzutragen, um informiert zu werden, sobald es mehr Informationen gibt.

Genau so kannst auch Du E-Mail-Adressen von Nutzern sammeln, die auf Webseiten von vergangenen Webinaren gelandet sind.

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Oder übernimm den Traffic von Produktseiten, deren Produkt bereits ausverkauft ist.

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Tools zum Erstellen von Landing-Pages, wie LeadPages, geben Dir die Möglichkeit, Nutzer von Deiner Event-Seite auf eine „Ausverkauft“-Seite weiterzuleiten.

Weil wir gerade beim Thema sind, wie Du die Nutzer Deine bereits abgelaufenen Seiten behalten kannst, möchte ich Dir noch zwei ähnliche Möglichkeiten zur Lead-Generierung zeigen.

Die Fehler 404 und die „Newsletter abmelden“-Seite.

Angenommen, ein Nutzer vertippt sich, oder ein Webmaster verweist auf eine nicht mehr existierende Seite.

Der Nutzer findet nicht die gesuchten Informationen. Was kannst Du also machen, um ihn dennoch auf Deiner Webseite zu halten?

Du kannst Dich auf kreative Art und Weise für den Fehler entschuldigen. Außerdem kannst Du auch ein Kontaktfeld anbieten, damit sich der Nutzer nicht verloren fühlt. Wenn Du das gut umsetzt, geben die Nutzer gerne ihre E-Mail-Adresse ein.

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Shae Baxter hatte eine super Idee für ihre 404-Seite. Sie bietet einen kostenlosen SEO-Kurs und kostenlose Updates an.

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Genau wie Deine „Newsletter-Abmelden“-Seite. Sie muss nicht langweilig sein -„Schade, dass Du uns verlässt“. Schau Dir mal an, wie kreativ HubSpot nach einer zweiten Chance fragt, wenn man sich von deren Liste abgemeldet hat.

Sie verstehen, dass ihre E-Mails womöglich Dein Postfach verstopfen und bieten Dir an, ihnen stattdessen in den sozialen Medien zu folgen.

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Fazit

Je mehr Traffic Du mit dem Content Marketing und Paid Marketing generierst, desto mehr Landing-Pages brauchst Du.

Die Gestaltung dieser Landing-Pages ist abhängig von den Zielen Deiner Marketing-Kampagne, Deiner Zielgruppe und der Quelle Deines Traffics. Die 5 verschiedenen Seitentypen sollten Dir aber genug Ideen gegeben haben, um kreativ zu werden.

Ich möchte, dass Du sofort anfängst. Erstell eine neue Landing-Page und lass mich wissen, ob sie mehr Leads erzeugt hat.

Abgesehen von den genannten 5 Landing-pages, gibt es sicher noch Tausend andere. Berichte mir in den Kommentaren von Deinen Erfahrungen mit Landing-Pages und sag mir, mit welchen Du am meisten Erfolg hattest.

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